Adonis vernalis
Adonisröschen Familie: Ranunculaceae (Hahnenfußgewächse)

Adonis wird in der griechischen Mythologie als ein Jüngling von ausnehmender Schönheit beschrieben, der von der Göttin Aphrodite verführt wurde.
Der Jüngling war das Ergebnis einer Liebesaffäre zwischen König Kyniras von Zypern und seiner Tochter Myrrha. Da Myrrha sich geweigert hatte, ihrem königlichen Vater den gebührenden Respekt zu zollen, wurde sie von Aphrodite mit unersättlicher Leidenschaft gestraft. Mehrere Nächte schlich sich Myrrha ins Bett ihres Vaters, der seine Tochter jedoch in der Dunkelheit nicht erkannte. Als er es herausfand, wollte er seine Tochter töten. Myrrha rief die Götter um Hilfe an und wurde daraufhin in einen Myrrhen-Baum verwandelt. So wurde Adonis aus dem Ast eines Myrrhen-Strauchs geboren. Adonis war so schön, dass Aphrodite sich unsterblich in ihn verliebte. Auf einer Jagd wurde Adonis von einem Wildschwein so schwer verletzt, dass er starb. Aphrodite machte sich in ihrer Verzweiflung auf den Weg in die Unterwelt, um Adonis zu suchen und während dieser Zeit wurde die Erde unfruchtbar. Die Göttin der Unterwelt aber, Persephone, war von der Schönheit des Adonis so angetan, dass sie ihn nicht mehr hergeben wollte. Daraufhin wandte sich Aphrodite an Zeus und dieser verfügte, dass Adonis für die Frühlings- und Sommermonate die Unterwelt verlassen durfte, um diese Zeit mit Aphrodite verbringen zu können. Im Herbst musste Adonis dann bis zum folgenden Frühling in die Unterwelt zurückkehren.
Herkunft
Das Adonisröschen stammt ursprünglich aus Osteuropa. Sie ist auf Steppenheiden, sonnigen Hügeln, Abhängen und in Kiefernwäldern zu finden, wo sie auch vereinzelt in Deutschland wächst. In der Schweiz kommt es nur an den warmen Trockenhängen des Wal
Inhaltsstoffe/Anwendung
In der Pflanze sind herzwirksame Glykoside vom Typ der Cardenolide wie Strophantidin, k-Strophantin, Adonitoxin, Cymarin und ca. 20 weitere Glykoside enthalten. Die Blätter enthalten ungefähr 1% der Glykoside, die Wurzeln weniger. Der Glykosidgehalt der Pflanze kann selbst an einem Standort sehr variieren. Die Inhaltsstoffe des Adonisröschens stärken die Herzmuskelkraft. Daher wird die Heilpflanze bei leichter Herzschwäche mit nervösen Beschwerden eingesetzt. In der Volksmedizin wurde Adonis vernalis auch bei Wassersucht, Blasen- und Nierensteinen und Menstruationsbeschwerden eingesetzt.
Homöopathische Wirkung
Im Vordergrund steht beim Adonisröschen der Bezug zum kardio-vaskulären System. Adonis vernalis wird bei Kreislaufstörungen mit Arrhythmie eingesetzt.
Es ist ein ausgezeichnetes Mittel bei nervösen und rheumatischen Herzbeschwerden sowie bei toxischen Herzmuskelschäden (Herzklappenerkrankungen), die nach fieberhaften Infektionen (Grippe, Pneumonie) auftreten können. Das Adonisröschen besitzt zudem eine stark diuretische Wirkung, die sich günstig auf Herz und Nieren auswirken kann.
Unruhe, Kopfschmerz, Schwindel und Nackensteifigkeit runden das klinische Bild ab.
Im Pflüger Sortiment ist Adonis vernalis im Komplexmittel Auxcillin HM in der Kombination mit Convallaria majalis, Crataegus und Selenicereus grandiflorus (=Cactus) enthalten.


