Allium cepa
Die Zwiebel

Die Küchenzwiebel ist der "Prototyp" der Zwiebelgewächse und hat der ganzen Familie den Namen gegeben. Sie ist ausdauernd, wird bei uns jedoch vorwiegend einjährig kultiviert.
Botanisch gesehen ist die Zwiebel ein stark gestauchter Spross, der auch als "Zwiebelscheibe" oder "Zwiebelkuchen" bezeichnet wird, dessen Blätter in Teilen als Speicherorgan dienen.
Im Herbst werden die Nährstoffe aus den oberirdischen, absterbenden Teilen der Pflanze eingelagert, um den Winter zu überstehen.
Speicherort sind die Teile der Blätter, die sich fleischig ausbilden und sich röhrenförmig um den Spross legen und als Zwiebelringe in Erscheinung treten. Gut zu erkennen, wenn man Zwiebeln quer schneidet. Die Zwiebeln enthalten ätherische Öle, Zucker, Vitamine und Mineralstoffe.
Ohne Frage ist die Zwiebel seit Urzeiten die am meisten gebrauchte und geschätzte Pflanze auf der ganzen Welt.
Herkunft
Die Kulturgeschichte der Zwiebel beginnt in Ägypten. Ihre Heimat liegt in Zentralasien und man nimmt an, dass sie zwei bis drei Jahrtausende v. Chr. in China bekannt war.
Die Zwiebel galt im alten Ägypten als Volksnahrungsmittel und zählte zu den beliebtesten Gemüsearten. Pharao Cheops ließ zum Beispiel täglich Zwiebeln an die Sklaven verteilen, die mit dem Bau seiner Pyramide beschäftigt waren.
Den Toten gaben die Ägypter ganze Bündel mit in die Gräber und wickelten sie mitunter auch in die Binden der Mumien.
Die Römer legten für den Anbau von Zwiebeln eigene Gärten, sog. cepinae, an und stellten hierfür eigene Gärtner, die „ceparii“, ein.
Bei uns lernte man, durch die römischen Besatzer, diese würzige Knolle erst um Christi Geburt kennen. Das wird aus dem Namen Zwiebel erkenntlich: er ist eine Eindeutschung der lateinischen Bezeichnung für Cwiebel Cepula (kleiner Kopf).
Allerdings hat die Zwiebel nicht immer nur Anhänger gehabt. Ihr nicht gerade vornehm zurückhaltender Duft - er wird durch ein schwefelhaltiges ätherisches Öl hervorgerufen - hat immer Leute mit feinen Nasen abgestoßen.
Mit der Verfeinerung der Sitten im späteren Kaiserreich waren Zwiebeln nur noch im Volk und bei den Legionären ein beliebtes Nahrungsmittel. Die Vornehmen mieden diese Speisen und die Bezeichnung "Zwiebelesser" hatte bald den Charakter eines Schimpfwortes.
Die Schulmedizin verwendet die Zwiebel kaum, obwohl sie sehr gute Heilerfolge aufweisen kann und ihre Heilwirkung auch wissenschaftlich bestätigt wurde. Die Zwiebel gehört zu den am meisten verwendeten Heilpflanzen.
Sie wirkt sekretionsanregend, verdauungsfördernd, appetitsteigernd, wassertreibend, wundheilend, schmerzstillend, desinfizierend, lindert Halsentzündungen und Husten. Außerdem wirkt sie krampflösend, hautreizend, anregend auf die Schleimhäute, blutreinigend, harntreibend, nervenstärkend, entgiftend, herzstärkend und noch vieles mehr.
Die Zwiebel desinfiziert sowohl äußerlich als auch den Verdauungsapparat innerlich. Dadurch hilft sie bei Magen- und Darmbeschwerden, vertreibt Darmparasiten und unterstützt die Gallentätigkeit sowie die Funktion der Harnblase. Die Zwiebel wirkt außerdem Blutzuckerspiegel senkend. Die meisten Anwendungen sind nur noch in der Volksmedizin oder als Hausmittel gebräuchlich.
Homöopathische Wirkung
Die charakteristische Wirkung von Allium cepa (Küchenzwiebel) ist gut von dem Zustand nach Verarbeitung roher Küchenzwiebeln abzuleiten. Die Reizung der Schleimhäute verursacht heftiges Brennen in den Augen und anhaltenden Fließschnupfen mit häufigem Niesen.
In der Homöopathie wirkt Allium cepa heilend bei Fließschnupfen (auch allergisch bedingt) mit reichlich wässrigen und scharfen Absonderungen. Die Nasenlöcher werden wund und rot. Die Augen sind gerötet und brennen bei mildem Tränenfluß, d.h. die Augen sind nachher nicht wund. Typisch ist die Verbesserung in frischer Luft, während warme Zimmerluft den Zustand verschlimmert.
Das Mittel ist auch dienlich, wenn sich eine Erkältung über Ohren und Kehlkopf zu den Bronchien herab ausbreitet. Im Verdauungstrakt wirkt Allium cepa im Sinne der Ähnlichkeit besonders bei übelriechenden Blähungen und Diarrhoe. Wohl weniger bekannt ist die Linderung neuralgischer Schmerzen nach Nervenverletzungen und Amputation. Die besondere Wertschätzung für Allium cepa liegt eindeutig in der Verläßlichkeit bei der Heuschnupfen- und Schnupfentherapie.
Allium cepa ist der Hauptbestandteil des Pflügerplex® Cepa 166 H.
Dieses Komplexmittel lindert akute und chronische Beschwerden der Nasennebenhöhlen mit Sekretbildung.


