Ammi visnaga
Bischofskraut, Khella, Zahnstocherammei

Die Zahnstocherammei ist eine bis zu einem Meter hohe Doldenpflanze, die unserer Wilden Möhre im Aussehen sehr ähnelt. Die Blüten sind reinweiß, die Blätter fein gefiedert und die Früchte elliptisch. Verbreitungsgebiete sind Mitteleuropa, Russland, Nordafrika und insbesondere Ägypten, wo sie unter dem Namen Khella bekannt ist. Die ganze Pflanze hat einen angenehm-würzigen Geschmack und wurde im Orient gerne für Zahnstocher verwendet, was ihren volkstümlichen Namen erklärt.
Inhaltsstoffe/Anwendung
Die Khella und insbesondere ihre Früchte enthalten spasmolytische Wirkstoffe, die, wie Weiß schreibt, weder den Glykosiden noch den Alkaloiden zuzuordnen sind. 1946 konnte der Pharmakologe ANREP die Wirkstoffe Khellin und Visnadin nachweisen.
Pflanzliche Wirkung
In der Volksheilkunde wurden Bärlappsporen zur Förderung der Wundheilung verwendet, bei Blasenleiden, Gicht und Rheuma. Später verwendete man das Sporenpulver als Trennmittel bei der traditionellen Tablettenherstellung.
Homöopathische Wirkung
Die homöopathische Anwendung löst vorrangig Spasmen der glatten Gefäßmuskulatur der Bronchien und etwas nachrangig Krämpfe der Herzkranzgefäße und des Urogenitaltraktes. Wegen seiner hervorragenden krampflösenden Wirkung auf die Bronchiolen ist Ammi visnaga ein medizinisch wirksamer Bestandteil unseres homöopathischen Komplexmittels A-Bomin. Krankheitszeichen für die Anwendung sind Atemwegserkrankungen mit Verengung der Bronchien wie Bronchitis mit starker Schleimbelastung, Husten und Atemnot.


