Arnica montana
Bergwohl-Verleih

Arnica montana gehört zu den Asterngewächsen und ist eine klassische Bewohnerin der Alpenregionen. Die mehrjährige, bis 60 cm hohe Pflanze ist reich an ätherischen Ölen und duftet angenehm-aromatisch. Sie zählt zur Familie der Korbblütler. Ihre Blütenstände mit den leuchtend gelb bis orangefarbenen Blütenkörbchen erreichen Durchmesser von 4 bis 6 cm. Blütezeitraum ist das Spätfrühjahr bis zum Hochsommer (Mai bis August), die Standorte sind saure Magerwiesen und reichen von der Ebene bis in Höhenlagen von etwa 2500 m.
Arnica montana steht auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzen und steht unter strengem Naturschutz!
Inhaltsstoffe/Anwendung
Wirkungsbestimmende Inhaltsstoffe sind Sesquiterpenlactone, ätherische Öle wie Thymol sowie Flavonoide*. Die Sesquiterpenlactone enthalten Helenaline, die entzündungshemmend, antiphlogistisch und wachstumshemmend gegenüber bestimmten Mikroorganismen wie Staphylococcus aureus wirken. Allerdings sind Helanine auch die Hauptauslöser der Arnica-Allergie und sehr toxisch – daher sind Arnicablütenzubereitungen nicht für innere Anwendungen geeignet!
Pflanzliche Wirkung
Arnicablütenextrakte werden äußerlich bei Prellungen, Verstauchungen, Blutergüssen und Entzündungen der oberflächlichen Venen angewandt. Sie wirken
• Antiphlogistisch (entzündungshemmend)
• Analgetisch (schmerzlindernd)
• Antiseptisch (antibakteriell gegen grampositive Keime)
• Hyperämisierend (durchblutungssteigernd)
• Haut- und schleimhautreizend
Homöopathische Wirkung
Das homöopathische Prinzip von Arnica montana sind körperliche und emotionale Traumata und eine unzureichende Hämodynamik. Mittelbilder und Leitsymptome sind Stauungsbeschwerden, septische Zustände, blau-livide Hautveränderungen mit großer Berührungsempfindlichkeit sowie arterielle und venöse Durchblutungsstörungen (z. B. Angina pectoris und Venenleiden wie Krampfadern).
Arnica montana ist einer der fünf arzneilich wirksamen Bestandteile unseres homöopathischen Komplexmittels Wibotin HM (Tropfen) zur Behandlung venöser Erkrankungen.
Krankheitszeichen für den Einsatz von Wibotin HM (Tropfen) sind:
• Krampfadern mit entzündlicher Veränderung des umgebenden Gewebes
• Venenentzündungen, oberflächliche Thrombosen
• Beinödeme
• Schmerzhaftes Druck- und Schweregefühl
• Hämorrhoiden, schmerzhaft und juckend
*Flavonoide erfüllen wichtige Aufgaben im Pflanzenstoffwechsel. Zuckermolekülgebundene Flavonoide bezeichnet man als Glykoside. Viele der etwa 6500 bekannten Flavonoide enthalten gelben Farbstoff, daher die Namensgebung: (lat. flavus = gelb). Arnica montana enthält 17 an Glukose gebundene Flavonoide (Glykoside) und 16 nicht an Zucker gebundene Flavonoide (Aglykone).


