Baptisia tinctoria
Wilder Indigo, Färberhülse

Der Wilde Indigo zählt zu der Familie der Schmetterlingsblütler. Die gelb blühende Pflanze ist im Osten und Süden der U.S.A beheimatet und hat mittlerweile auch in Mitteleuropa und Deutschland gute Wachstums- und Verbreitungsgebiete. Die buschigen Stengel erreichen Wuchshöhen von 60 - 90 cm. Ihre Blätter sind dunkelgrün und dreifingrig, die Blütezeit für die gelben Blüten ist Mai - Juli. Später folgen schwarzblaue, hülsenförmige Fruchtstände, die mehrere, etwa 2 mm lange Samen enthalten.
Inhaltsstoffe/Anwendung
Die wichtigen Wirkstoffträger sind die etwa 20 cm langen, leicht gebogenen, fingerdicken zylindrischen Wurzelknollen. Sie enthalten das toxische Cytisin, das zur Gruppe der Chinolizidin-Alkaloide gehört und auch Bestandteil des Goldregensamens ist. Weitere Wirkstoffe sind die Glykoside Baptisin und Baptin, die Blätter und Stengelenthalten geringere Mengen an Cytisin und Anagyrin. Die Pflanze wird unter den Giftpflanzen gelistet.
Pflanzliche Wirkung
Die pflanzliche Wirkung entfaltet sich in Leber, Magen und Darm. Es kommt bei der Einnahme kleiner Dosen zu kräftiger Anregung der Lebertätigkeit, starker Sekretion der Magen- und Darmschleimhaut und zu Durchfall und Erbrechen.
Die antiseptische Wirkung ist von besonderer Bedeutung. Daher wurde die Pflanze in ihrer amerikanischen Heimat auch lange bei verschiedenen Infektionskrankheiten eingesetzt. Die medizinische Anwendung der Pflanze oder eines Extraktes sollte wegen der damit verbundenen Gefahren vermieden werden.
Homöopathische Wirkung
Bei der homöopathischen Anwendung finden wir als Leitsymptome Infektionskrankheiten mit großer Schmerzhaftigkeit der Muskulatur (Zerschlagenheitsgefühl), starken Schluckbeschwerden bei entzündetem Rachen und Fieber. Die Atmung ist erschwert, der Kranke sehr unruhig.
• Baptisia tinctoria ist einer der neun arzneilich wirksamen Bestandteile unseres Komplexmittels Anovin Pflüger.
• Die Krankheitszeichen für die Einnahme von Anovin Pflüger sind
• Plötzlicher Krankheitsbeginn mit Frösteln
• Erkältung mit und ohne Fieber, Fließschnupfen
• Rachenentzündung und Schluckbeschwerden
• Bronchitis mit heftigen Hustenattacken
• Reichliches Bronchialsekret
• Erschwertes Atmen
• Nasenkatarrh, Nasennebenhöhlenentzündungen


