Brassica nigra
Schwarzer Senf

Der Schwarze Senf ist mit ca. 2 m Wuchshöhe der größte Vertreter der verschiedenen Senfarten.
Die krautig wachsende Pflanze gehört zu den Kreuzblütlern (Kruziferen). Die Schoten sind bis zu 2 cm lang und enthalten viele runde, rotbraune Samen von etwa 1 mm.
Ohne Beigaben von Gewürzen wäre eine Kost, die nur die für den Aufbau des Körpers nötigen Bestandteile enthielte, geschmacklos und fad, eventuell auf die Dauer sogar gesundheitshemmend.
Instinktiv griff daher der Mensch nach den würzigen Stoffen, die ihm die Natur bot; er entnahm sie den Wurzeln, den Rinden, den Blättern, den Früchten, den Samen der ihn umgebenden Pflanzenwelt. Diese Stoffe dienten jedoch nicht nur als anregender Bestandteil der Nahrung, sie dienten vielfach auch als Heilmittel.
Die Tatsache, dass aus so winzigen Samen mannshohe Pflanzen entstehen, lesen wir schon im neuen Testament, wenn Jesus das Senfkorn als Sinnbild für das Reich Gottes heranzieht. Doch die Geschichte des Senfs ist noch wesentlich älter.
Herkunft
Die Kenntnis über Anbau und Verwendung verdanken wir den orientalischen und antiken Völkern. Aus dem Mittelmeerraum stammend, wird er schon seit Jahrtausenden als Gewürz- und Heilkraut verwendet. Durch den Handel in der Römerzeit kam er frühzeitig nach Mitteleuropa, wo er sich einbürgerte und wild wuchs.
Sie wussten schon genau Bescheid, über die Herstellung von Senfpflastern oder Umschlägen, die bei Atemwegskatarrhen und rheumatischen Beschwerden eingesetzt wurden.
Charakteristische Inhaltsstoffe sind fette Öle (Senföle), sog. Isothiocyanate, Isonigrin und ein Enzym namens Myrosinase. Es spaltet eine bestimmte Verbindung, die die Tränendrüsen stimuliert – den Rest kennen wir.
Homöopathische Wirkung
In der Homöopathie wird Schwarzer Senf bei Reizungen der oberen Atemwege, bei Heuschnupfen und Verstimmungen des Magen-Darm-Kanals eingesetzt.
Das brennende Gefühl und die Hitze, als Eigenschaft des Senfs, ist auch in der Homöopathie die Leitidee. Sinapis nigra ist ein wertvolles Heilmittel bei Heuschnupfen, Schnupfen und Rachentzündung. Die Absonderungen aus der Nase sind wässrig, scharf und wundmachend; Rachen und Zunge fühlen sich heiß und verbrannt an. Die Reizung der Schleimhäute zieht sich durch den gesamten Verdauungs- und auch Atemtrakt, sodass der Schwarze Senf sowohl bei Brennen in der Speiseröhre und im Magen als auch bei Hustenanfällen mit asthmatischer Atmung Verwendung findet.
Sinapis nigra ist im Heuschnupfenmittel Pflügerplex® Sinapis 107 enthalten, das bei allen Heuschnupfenformen eine große Erleichterung sein kann.


