Citrullus colocynthis
Bittergurke

Colocynthis gehört zur Familie der Kürbisgewächse. Die gelb-grün mellierten schwammigen und sehr bitteren Früchte wachsen wild im Mittelmeerraum, besonders in der Türkei, Palästina, Israel und Nordafrika. Die ausdauernde Pflanze treibt niedrig liegende Stengel mit herzförmigen Blättern und erreicht eine Größe von etwa 10 cm.
Inhaltsstoffe/Anwendung
Die Pflanze enthält Glykoside in Form von drei verschiedenen Cucurbitacinen mit einem Gesamtgehalt von etwa 3 %. Die essbaren, jedoch bitteren Samen sind sehr ölreich (ca. 18 %) und enthalten etwa 70 % Linolsäure sowie weitere Ölsäuren (Stearin- und Palmitinsäuren). Die Coloquinten werden daher auch gerne zur Ölgewinnung angebaut, die Ausbeute mit 300 -400 Litern pro Hektar (10 000 qm) ist jedoch eher bescheiden.
Pflanzliche Wirkung
Die Zubereitungen der Pflanze entfalten ihre Schwerpunktwirkungen im Verdauungstrakt und regen die Sekretion der Magensäfte und der Darmschleimhaut an. Sie fördern die Darmmotorik und wirken laxierend. Bei stärkerer Dosierung können jedoch sehr heftige Magen- und Darmkrämpfe mit blutig-schleimigen und äußerst quälenden Durchfällen auftreten. Die pflanzlichen Inhaltsstoffe der Colocynthis gehen auch in die Muttermilch über! Wegen der Toxizität spielt die Coloquinte in der Phytotherapie keine große Rolle mehr.
Homöopathische Wirkung
In der Homöopathie gilt Colocynthis als eines der führenden Mittel bei Koliken und Krämpfen der Hohlorgane Magen, Gallenblase und Darm. Durchfallbeschwerden nach kleinsten Nahrungsmengen zählen zum Mittelbild wie quälende, brennende Ovarialschmerzen. Colocynthis ist einer der sechs arzneilich wirksamen Bestandteile unseres Komplexmittels Nuxal H.
Krankheitszeichen für die Einnahme von Nuxal H (Tropfen) sind:
• Magen- und Darmkrämpfe, Magenschmerzen
• Magenreizung mit Übelkeit und Erbrechen
• Magendruck
• Magensäuremangel
• Appetitlosigkeit
• Sodbrennen
• Darmträgheit
• Blähungen
• Träger Gallefluss mit Völlegefühl


