Crataegus
Weißdorn

Weißdorn ist ein bewährtes Heilkraut bei Herzklopfen, Herzstichen, Herzerkrankungen, Herz-Kreislaufschwäche, Angina pectoris und Arterienverkalkung.
Weißdorn ist ein strauchartiger Baum und kann bis zu 12 m hoch werden und besitzt dornige, meist stark verzweigte Zweige. Er wird auch Hagedorn, Heckendorn oder Mehlbeerbusch genannt. Weißdorn gehört zur Familie der Rosengewächse, sein lateinischer Name Crataegus kommt vom griechischen "krataios" und bedeutet soviel wie "fest“ und spielt auf das harte Holz an.
In der Blütezeit sieht er aus wie eingeschneit. Seine weißen Blüten stehen in aufrechten, reichblütigen Doldenrispen und verströmen einen intensiven, nicht allzu angenehmen Geruch.
Seine fleischigen Früchte sind rot gefärbt.
Erstmals im 1. Jahrhundert nach Christus wurde er als Heilmittel in unserem Kulturraum von Dioskurides erwähnt. Pedanios Dioskurides war ein griechischer Arzt, der als Militärarzt im römischen Dienst stand. Er gilt als der erste bedeutende Pharmakologe mit wichtigem Einfluss auf die Heilmittelkunde. Seine Pflanzenkunde galt als eines der einflussreichsten Werke in der Geschichte der Medizin und berichtete auch von der heilsamen Wirkung des Weißdorns.
Er verfasste ein Werk in griechischer Sprache über die arzneilichen Wirkungen pflanzlicher Substanzen. Diese Schrift erfreute sich bis in die beginnende Neuzeit großer Wertschätzung, wie zahlreiche Bearbeitungen und Übersetzungen sowie die Überlieferung in vielen Handschriften belegen.
Herkunft
Die Verwendung von Weißdorn als Heilkraut ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin. Auch von Indianerstämmen in Amerika ist bekannt, dass sie Weißdorn verwendeten. In Mitteleuropa gelangte der Weißdorn erst im 19. Jahrhundert in den Bli
Homöopathische Wirkung
In der Homöopathie wird Weißdorn besonders wegen seiner spezifischen Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System geschätzt. In niedriger Potenzstufe zeigen die Weißdornfrüchte eine entspannende Wirkung auf die Gefäße sowie eine Kräftigung des Herzmuskels. Zu den Indikationen zählen Kreislaufstörungen, leichte Myokardschwäche, Herzklopfen, Extrasystolen, Hypertonie, Hypotonie, Wassersucht durch Herzerkrankungen, Pulsunregelmäßigkeiten und Arteriosklerose. Darüber hinaus zeigt Crataegus einen beruhigenden Einfluss auf das Nervensystem, welches sich positiv bei diversen subjektiven Beschwerden (z.B. Herzklopfen, Mattigkeit, Müdigkeit, Benommenheit und Schwindel) von Patienten auswirkt.


