Gelsemium sempervirens
Wilder Jasmin

Die Natur hat doch herrliche Riechstoffe zu bieten. In der Pflanzenwelt ist die Duftorgel außergewöhnlich vielseitig. Es sind uns zum Schnüffeln und Schnuppern keine Grenzen gesetzt. Zu den Favoriten der pflanzlichen Parfums zählt wohl auch der Jasmin, ein Strauch aus der botanischen Familie der Ölbaumgewächse (Oleaceae), mit zahlreichen, wohlriechenden, verschiedenfarbigen (gelb, rosa, weiß) Arten. In Ostindien ist der Weißjasmin (Jasminum officinale) beheimatet und wird in Südfrankreich für die Parfumindustrie kultiviert. Der Indische Jasmin oder Sambac (Jasminum indicum), ebenfalls aus Ostindien und Afrika, mit weißen Blüten, die sich nach dem Verblühen purpurrot verfärben, der Großblumige Jasmin (Jasminum grandiflorum), der Weichhaarige Jasmin (Jasminum pubescens), der Schmalblättrige Jasmin (Jasminum angustifolium) und der Nächtliche Jasmin (Jasminum noctiflorum) sind weitere Arten.
In unseren Breitengraden ist wohl die bekannteste Art der Winterjasmin (Jasminum nudiflorum), der sich als Zierstrauch bereits zu Weihnachten in einen gelben, duftlosen Blütenschleier hüllt.
Der Gelbe Jasmin (Gelsemium sempervirens Jaume) stammt allerdings nicht aus der Familie der Oleaceen, sondern der der Loganiengewächse (Loganiaceae), wie z. B. Ignatia, Nux vomica, Curare oder Spigelia. Er trägt seinen Namen aufgrund der gelben, jasminduftenden Blüten.
Im Volksmund auch Gift-Jasmin oder Wilder Jasmin ist ein meterhoher immergrüner Schlingstrauch.
Herkunft
Der Gelbe Jasmin ist in Nord- und Mittelamerika beheimatet und gedeiht in den Wäldern und an der Küste von Virginia, Florida, Texas, Mexiko und Guatemala.
Mehr als 200 verschiedene Arten wachsen in Ägypten, Algerien, Italien und Südfrankreich.
Geschichte
Aus der Wurzel stellten die Eingeborenen in den Südstaaten Amerikas Pfeilgifte her oder verwendeten das Gift für die so genannten Gottesurteile und zu Giftmorden. Die vergifteten Opfer erstarren bei vollständig erhaltenem Bewusstsein mit offenen Augen. Sie erfassen alle Vorgänge in ihrer Umgebung und können sich doch nicht rühren.
Homöopathische Wirkung
In der Homöopathie findet Gelsemium sempervirens durch seine Wirkung auf das Nervensystem, bei dem motorische Lähmungserscheinungen in unterschiedlichen Graden charakteristische Symptome darstellen, seine Anwendung: Schwindel, Benommenheit, Schläfrigkeit, Lähmungen verschiedener Muskelgruppen wie z.B. Auge, Hals, Brust, Kehlkopf und Schließmuskel usw. sind typische Anzeichen.
Auch emotionale Situationen die bedingt durch Stress und Aufregung zu Herzklopfen, heftigen Kopfschmerzen, Nervosität und zittrigem Schwindel führen, sind häufig als Ursachen zu sehen.
Gelsemium sempervirens unterliegt als stark wirksames Mittel bis einschließlich der Verdünnung D 3 der Verschreibungspflicht.
In folgenden Produkten der Fa. Pflüger ist Gelsemium sempervirens als arzneilich wirksamer Bestandteil enthalten wie z.B.:
• Anginovin HM
• A-Bomin
• Biodolor®


