Ginkgo biloba
Vom Kuratorium Baum des Jahres zum Jahrtausendwechsel als Mahnmal für Frieden und Umweltschutz bestimmt.

Der Ginkgobaum ist mit seinen charakteristisch geteilten Blättern das älteste, lebende Fossil der Pflanzenwelt, das die große Zeitspanne von mehr als 290 Mio. Jahren bis in die Gegenwart überdauert hat.
Der Ginkgobaum ist sommergrün mit fächerförmigen, breiten, geteilten Blättern, die im Herbst abgeworfen werden. Er erreicht innerhalb von 100 Jahren Wuchshöhen von etwa 40 Metern und zählt zu den sehr langlebigen Pflanzen, die 1000 Jahre und älter werden können. Dies ist sicher ein Grund, weshalb der Ginkgobaum in der Symbolik stets mit Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und langem Leben in Verbindung gebracht wird.
Die Rinde junger Bäume ist glatt, die Borke älterer hingegen ähnelt wegen ihrer grauen Färbung und Rissigkeit etwas der Korkrinde. Der Ginkgobaum ist zweigeschlechtlich und bringt männliche und weibliche Pflanzen hervor, die zwischen 20 und 30 Jahren erstmalig geschlechtsreif werden und im März blühen. Die weiblichen Pflanzen bilden etwa 20 - 25 mm große Fruchtstände mit harter Schale und weichem, essbarem Kern aus. Zwischen Bestäubung und Befruchtung liegen mehrere Monate. Der Ginkgobaum wurde 1730 erstmalig im Botanischen Garten der Universität Utrecht gepflanzt. Ursprungsheimat ist Japan und China.
Inhaltsstoffe/Anwendung
Wirksamkeitsbestimmende Inhaltsstoffe finden wir in den Ginkgoblättern. Es sind Terpenlactone (5 - 7%), die reich an Ginkgoliden und Flavonglykosiden sind. Weiterhin sind Proanthocyanidine, Biflavone, Bilobalid und Ginkgolsäuren nachgewiesen. Im wesentlichen stehen diese Inhaltsstoffe in direktem Zusammenhang mit der Verbesserung der Blutfließfähigkeit.
Pflanzliche Wirkung
Die Verwendung der geschälten und gerösteten Ginkgosamen als Nahrungs- und Genussmittel steht am Rande unserer Betrachtung. Die traditionelle chinesische Medizin beschreibt gerösteten Ginkgosamen als bewährtes Mittel gegen Schwäche der Atemwege. Im Mittelalter bereitete man Heiltees bei Asthma und Bronchitis aus Ginkgoblättern zu.
Heute sind jedoch die Extrakte aus Ginkgoblättern von besonderem Interesse, denn sie verbessern die Durchblutung, die Mikrozirkulation und die Blutfließfähigkeit. Differenzierte Anwendungsmöglichkeiten sind die Steigerung der Gehirnleistung, die raschere Rückbildung von Hirn- und Netzhautödemen, die Hemmung toxischer Sauerstoffradikale sowie die unterstützende Behandlung von durchblutungsbedingtem Schwindel.
Homöopathische Wirkung
Der homöopathische Einsatz von Ginkgo biloba bezieht sich auf Beschwerden wie Erschöpfung, Schwindel und Kopfschmerzen, Müdigkeit, Benommenheit und Schwäche in der Muskulatur. Es sind also vorwiegend Schwächesymptome, die im Mittelbild beschrieben werden.
In unserem homöopathischen Komplexmittel Cereginkgo® H (Tropfen) ist Ginkgo biloba in der Potenzstufe D 4 als einer von vier Bestandteilen enthalten. Cereginkgo® H wird bei nervösen Störungen mit Erschöpfung eingesetzt, wie sie nach Überbelastung mit Schlafstörungen und Stimmungstiefs bei allen Altersgruppen auftreten können. Begleitsymptome sind häufig Schwindel und Schwäche.


