Hamamelis virginica
Virginische Zaubernuß

Zaubernußgewächse sind sehr weit verbreitet und kommen in allen gemäßigten und tropischen Regionen der Welt vor, die Hauptwachstumsgebiete sind die Subtropen. Hamamelispflanzen sind verholzende Gewächse, die Sträucher und Bäume bilden. Einige Arten sind immergrün, die meisten sind aber laubabwerfend. Die Blätter sind gestielt und wechselständig oder in Spiralform angeordnet.
Inhaltsstoffe/Anwendung
Träger der Inhaltsstoffe sind die Blätter und insbesondere die Rinde. Medizinisch wirksam sind die Gerbstoffe (insbesondere Catechingerbstoffe, Gallo- und Hamamelitannine) und die ätherischen Öle. Die Blätter sind reicher an ätherischen Ölen (ca. 5 %), enthalten aber weniger Gerbstoffe als die Rinde (3 - 8 %). In der Rinde sind die Wirkstoffkonzentrationen umgekehrt. Der Gerbstoffgehalt der Rinde (v. a. Gallotannin mit den Hauptkomponenten Beta- und Gamma-Hamamelitannin) beträgt 8 - 12 %, der Anteil ätherischer Öle liegt dagegen nur bei etwa 0,5 %.
Pflanzliche Wirkung
Die Zaubernuß wird bei leichten Hautverletzungen und Entzündungen von Haut und Schleimhaut verwendet.
Ihre Hauptwirkungen sind:
1. adstringierend (zusammenziehend)
2. antiphlogistisch (abschwellend)
3. hämostyptisch (blutstillend)
Die Hamameliswirkstoffe haben des Weiteren ausgeprägte gefäßaktive Eigenschaften und wirken
1. gewebeverdichtend
2. permeabilitätshemmend (Hemmung der Gefäßdurchlässigkeit)
3. juckreizstillend
4. wundheilungsfördernd
Neben den oben erwähnten Anwendungsgebieten kennt die Volksheilkunde die Verwendung von Hamameliswasser und Rindenabkochungen bei
• Dammschnittbeschwerden
• Analfissuren
• Entzündungen im Genital- und Analbereich (Analekzeme)
Homöopathische Wirkung
Auf Grund ihres Wirkspektrums werden Hamameliszubereitungen bevorzugt bei Erkrankungen des venösen Systems angewendet. Dazu zählen vor allem:
• Venenentzündungen
• Hämorrhoiden
• Krampfaderbeschwerden und Besenreiser
• Juckendes, entzündetes Gewebe im Venenverlauf
Die Hamameliswirkstoffe sind als Urtinktur in unserem durchblutungsfördernden Komplexmittel Wibotin HM (Tropfen) enthalten. Krankheitszeichen für die Anwendung von Wibotin HM (Tropfen) sind:
• Durchblutungsstörungen
• Krampfadern mit entzündlicher Veränderung des umgebenden Gewebes
• Beinödeme (Schwellungen, besonders der Unterschenkel und Knöchel)
• Venenentzündungen, oberflächliche Thrombosen
• Schmerzhaftes Druck- und Schweregefühl
• Hämorrhoiden, schmerzhaft und juckend


