Humulus lupulus
Hopfen - Arzneipflanze des Jahres 2007.

Der Hopfen gehört zur Familie der Cannabaceae. Humulus lupulus ist eine mehrjährige, wild wachsende heimische Kletterpflanze, die immer rechts herum windend eine Höhe von 6 bis 10 m erreicht. Der Hopfen wird in vielen Ländern der gemäßigten Zonen kultiviert, das Hauptanbaugebiet befindet sich in Deutschland vor allem in Bayern und Baden-Württemberg. Die Pflanze ist zweihäusig, es gibt also rein weibliche und rein männliche Pflanzen. Es werden nur die weiblichen Pflanzen kultiviert. Männlicher Hopfen muss auf Grund einer Verordnung in den Hopfenanbaugebieten gerodet werden, damit keine Befruchtung stattfindet, denn der Samen befruchteter Dolden verhindert die gewünschte Schaumbildung beim fertigen Bier. Die Blätter erinnern an Weinblätter, sie sind etwa handgroß, der Rand ist allerdings stärker gezackt. Im Juli, August blüht der Hopfen und bildet hübsche grüngelbe Zapfen oder Kätzchen, die in Trauben angeordnet sind
Inhaltsstoffe/Anwendung
Hauptinhaltsstoffe sind die Phloroglucinderivate Humulon und Lupulon. Neueste Untersuchungen haben im Hopfen das Antioxidans Xanthohumol isoliert, das eine schützende Wirkung auf unsere Körperzellen ausübt.
Hopfen fördert im Gegensatz zu vielen synthetischen Schlafmitteln den natürlichen, tiefen Schlaf und trägt somit zur Wiederherstellung der nächtlichen Aufbau- und Ruhephasen im Schlaf bei.
Pflanzliche Wirkung
Die wichtigste Nutzungsform des Hopfens ist die Anwendung der weiblichen Blütenstände als Würze beim Brauen. In der frühmittelalterlichen Klosterkultur nutzten die Mönche und Nonnen den Hopfen zur Konservierung von Getränken. Der Hopfen sorgt im Bier für den würzigen, leicht bitteren Geschmack, verbessert die Schaumfestigkeit des Bieres und verlängert die Haltbarkeit. Wird Bier im Übermaß genossen, kann es durch die enthaltenen Phytoöstrogene zur Wachstumsförderung der Brustdrüsen beim Mann, zur Zunahme des Bauchumfanges und zur Dämpfung des Sexualtriebes kommen. – Vielleicht wurde aus diesem Grund in den Klöstern die ausgeprägte Brautradition gepflegt.
Homöopathische Wirkung
Im Mittelpunkt der homöopathischen Anwendung stehen nervöse Erschöpfung, Zittern, Tagesschläfrigkeit, Schlaflosigkeit, Schwindel und Stimmungsschwankungen.
Hopfen ist zusammen mit der Passionsblume, Hafer und Phosphorsäure in unserem Komplexmittel Nervoregin® Tropfen enthalten.
Nervoregin® Tropfen wirken beruhigend, entspannend und schlaffördernd ohne den erholsamen Schlafzyklus zu stören. Nervoregin® Tropfen fördern das rasche Einschlafen und sorgen für einen tiefen erholsamen Schlaf, ohne abhängig zu machen.


