Lycopodium clavatum
Kolbenbärlapp, Wolfsklaue

Bärlappgewächse besiedeln unsere Erde seit etwa 300 Mio Jahren. Die sporenbildenden Pflanzen wachsen in unseren gemäßigten Zonen und bevorzugt in lichten Nadelwäldern. Der Kolbenbärlapp bildet einen kriechenden, mehrere Meter langen Haupttrieb mit aufrecht stehenden, 20-30 cm langen Ästen, die kleine, nadelähnliche und endbehaarte Blättchen tragen. Sie geben der Pflanze ein pelziges Erscheinungsbild und erinnern entfernt an eine Tierklaue. Im Juli-August wachsen am Ende der senkrechten Triebe helle Ähren mit den Sporenbehältern, die sich in der Reife als feinstaubige, gelbe Wolke entleeren. Erst nach etwa 7 Jahren entsteht aus den Sporen ein neuer Keim.
Der Kolbenbärlapp zählt zu den Giftpflanzen, die toxischen Wirkungen ähneln denen von Curare
Inhaltsstoffe/Anwendung
Hauptwirkstoffe sind fiebersenkend wirkende Alkaloide wie Clavatin und Clavatoxin (Daunderer et. al.). Die Sporen sind reich an Aluminiumverbindungen und leicht entzündlich; sie wurden deshalb bei Feuerritualen eingesetzt (Blitz-Wirkung).
Pflanzliche Wirkung
In der Volksheilkunde wurden Bärlappsporen zur Förderung der Wundheilung verwendet, bei Blasenleiden, Gicht und Rheuma. Später verwendete man das Sporenpulver als Trennmittel bei der traditionellen Tablettenherstellung.
Homöopathische Wirkung
Lycopodium ist in der homöopathischen Anwendung ein Konstitutionsmittel bei chronischen Erkrankungen der Verdauungsorgane mit den Schwerpunkten Leber, Magen und Darm. Häufige Beschwerden sind Blähungen, Verstopfung, Völlegefühl und Bauchschmerzen mit oft lange anhaltendem, quälendem Aufstoßen. Mürrische Gereiztheit und ein Hang zur Hypochondrie sind häufig zu beobachtende Wesensmerkmale von Lycopodium-Patienten. Lycopodium clavatum ist einer von sechs arzneilich wirksamen Bestandteilen unseres homöopathischen Komplexmittels Nuxal H (Tropfen). Krankheitszeichen für die Anwendung von Nuxal H sind:
• Magen- und Darmkrämpfe, Magenschmerzen
• Magenreizung mit Übelkeit und Erbrechen
• Darmträgheit
• Träger Gallefluss mit Völlegefühl
• Blähungen
• Völlegefühl und Magendruck
• Übersäuerung und Magensäuremangel
• Saures Aufstoßen
• Appetitlosigkeit
• Sodbrennen


