Rauwolfia serpentina
Indische Schlangenwurzel

Die Pflanze wurde nach dem Augsburger Arzt Leonhard Rauwolf benannt. Er hat sie selbst nicht kennengelernt, sie aber als Ergebnis seiner Asienreise im 16. Jahrhundert in seinem viel beachteten Kräuterbuch gewürdigt. Der französische Botaniker Charles Plumier hatte die Rauwolfia erst hundert Jahre später entdeckt und in Anerkennung der Arbeit Rauwolfs darauf verzichtet, seine botanische Erstbeschreibung mit dem eigenen Namen zu belegen, sondern sie posthum dem Augsburger Arzt zu widmen!
Pflanzliche Wirkung
In der indischen Heilkunde wurde die beruhigende, entspannende Wirkung der Rauwolfia bereits 1000 Jahre vor unserer Zeitrechnung beschrieben. Weiß berichtet, dass Gandhi nach anstrengendem Tagwerk abends stets eine Tasse beruhigenden Rauwolfia-Tees zu sich nahm. Rauwolfia beruhigt das Zentralnervensystem und reguliert erhöhte Herzfrequenz und den Bluthochdruck. Weiß betont dabei den ausgleichenden psychovegetativen Wirkaspekt, der zu einer entspannten, ruhigen und harmonischen Stimmungslage führt. Rauwolfia war also nicht nur bei Bluthochdruck angezeigt, sondern auch bei weiteren psychosomatischen Beschwerden mit Schlafstörungen, Blutdruckschwankungen und vegetativen Dysregulationen.
Homöopathische Wirkung
Homöopathische Zubereitungen werden bei Bluthochdruck, kongestiven Zuständen wie Blutfülle in Kopf und Brust, Schlaganfallneigung, Hitzewallungen und inneren Spannungszuständen verordnet. Die medizinisch wirksamen Bestandteile der Rauwolfiae serpentinae radix sind in unserem homöopathischen Komplexmittel Rauwolsan Komplex Pflüger, 50 ml, enthalten. Die Anwendungsgebiete lauten: Arterienverkalkung bei erhöhtem Blutdruck.


