Silybum marianum
Carduus marianus, Mariendistel, Silberdistel

Die kräftige, bis zu 1,5 m hohe Pflanze ist leicht an ihren grün-weiß gezeichneten, dornenbewehrten Blättern zu erkennen. Die Blütenstände sind kugelförmig und von purpurroter Färbung. Ihre ursprüngliche Heimat ist das südliche Europa und der Norden Afrikas, aber mittlerweile ist sie in vielen Teilen Mitteleuropas heimisch geworden. Wie viele Distelarten ist auch die Mariendistel anspruchslos und wächst auf trockenen, warmen und steinigen Böden, wie man sie am Wegesrand und auf Viehweiden oder Schuttplätzen findet.
Inhaltsstoffe/Anwendung
Wirkstoffbestimmende Inhaltsstoffe sind das Silymarin mit seinen Flavonolderivaten Silybin A und B sowie – je nach Standort – 20 - 25 % fette Öle mit ungesättigten Fettsäuren, Bitterstoffen, Gerbstoffen und Harzen. Träger der Inhaltsstoffe sind die Früchte der Mariendistel.
Pflanzliche Wirkung
Die Wirkstoffe der Mariendistel – und hier sind vorrangig die Silymarinkomplexe zu erwähnen - haben eine ausgeprägte leberschützende Funktion. Sie erhöhen den Widerstand der Leberzellwände gegen das Eindringen lebertoxischer Substanzen und verbessern deren Regenerationsfähigkeit nach Toxineinwirkungen, z. B. durch Knollenblätterpilzgifte, Tetrachlorkohlenstoffe und andere leberschädigende Stoffe.
Homöopathische Wirkung
Die homöopathischen Wirkungsschwerpunkte sind, ähnlich der pflanzlichen Wirkung, die Leber und das Pfortadersystem. Beschwerden wie Hämorrhoiden, gestaute Beinvenen, Krampfadern und Druckschmerzen unter dem rechten Rippenbogen sind bevorzugte Indikationen für die homöopathische Anwendung der Mariendistel (Carduus marianus).
Carduus marianus (=Silybum marianum D 2) ist in unserem homöopathischen Komplexmittel Heparanox H (Trpf.) enthalten. Die Krankheitszeichen für den Einsatz von Heparanox H (Trpf.) sind:
• Chronische Leberleiden, Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen
• Träger, geringer Gallefluß, Gallestau
• Lebererkrankungen nach Genußmittelabusus
• Helmartige oder halbseitige Kopfschmerzen
• Juckreiz


