Strychnos nux vomica
Brechnuss

Der Brechnussbaum, auch Krähenaugenbaum, gehört zu der Familie der Loganiaceae und ist vom tropischen Indien bis Nordaustralien heimisch. Auf dem malaischen Archipel und in Westafrika wird diese Pflanze kultiviert.
Der bis 13 m hohe immergrüne Baum mit seinen gegenständig angeordneten, lederartigen Blättern entwickelt kugelige, derbschalige graugelbe bis zu 5 cm dicke Beeren. Das weiße, gallertartige Fruchtfleisch enthält nur wenige bis cirka 2 cm breite, sehr harte, hellgraue und bittere Samen.
Zur Herstellung der homöopathischen Urtinktur werden die getrockneten Samen verwendet.
Wörtlich aus dem lateinischen übersetzt bedeutet Nux vomica „eine Nuss, die Erbrechen hervorruft“. Tatsächlich handelt es sich aber um eine Beerenfrucht, die nur selten zu Erbrechen führt.
Der volkstümliche Name Krähenauge ist auf das augenartige Aussehen der Samen zurückzuführen.
Inhaltsstoffe/Anwendung
Die Samen enthalten verschiedene Alkaloide und Glykoside. Die beiden wichtigsten Alkaloide sind die stark toxischen Indolalkaloide Strychnin und Brucin. Die Brechnusssamen dienen heute noch der Gewinnung von Strychnin.
Die Pflanze ist stark giftig. Vergiftungssymptome, die schon nach einer Gabe von 30 - 50 mg Brechnuss auftreten sind Unruhe, Angstgefühle, Verstärkung der Sinneswahrnehmungen, Steigerung der Reflexe, Krämpfe. Später kommt es bei vollem Bewusstsein zu qualvollen Krampfanfällen des gesamten Körpers, die durch geringe optische oder taktile Reize ausgelöst werden. Der Tod tritt durch Erstickung oder Erschöpfung ein.
Pflanzliche Wirkung
Brechnuss wurde schon von den Eingeborenen bei intermittierendem Fieber und bei Schweißausbrüchen verwendet. Erst im 15. Jahrhundert wurden die Samen in Europa bekannt, die damals ausschließlich zur Vergiftung von Tieren, wie Füchse, wilde Katzen, Krähen, Raben und Ratten eingesetzt wurden.
In der Volksmedizin wurde die Brechnuss bei Erkrankungen und Beschwerden im Bereich des Magen-Darmtraktes, bei organischen und funktionellen Herz-Kreislauferkrankungen bei Augenerkrankungen, Nervosität und als appetitanregendes Mittel verwendet.
Aufgrund des hohen toxischen Potentials mit möglichen Nebenwirkungen, wird die Brechnuss als pflanzliches Arzneimittel heute nicht mehr verwendet.
Homöopathische Wirkung
In der Homöopathie ist Nux vomica eines der größten, zuverlässigsten und wichtigsten Polychreste und war eines der ersten Mittel die Hahnemann für die Homöopathie prüfte. Nux vomica passt besonders für reizbare, überarbeitete Manager mit aufbrausendem Temperament, die an Reiz- und Genussgifte gewöhnt sind. Der Patient reagiert überempfindlich auf alle Sinneseindrücke. Das Wirkspektrum reicht von zentralnervösen Störungen wie Schwindel, Kopfschmerz, Neuralgien bis hin zu Verdauungsstörungen mit krampfartigen Koliken und Obstipation. Nux vomica ist auch als Katermittel bekannt und behebt die Folgen von übermäßigem Konsum von Genussmitteln wie Kaffee, Nikotin und Alkohol.
Nux vomica ist in unseren Komplexmitteln Nuxal H Tropfen 50 ml und Nuxal comp. 100 Tbl. enthalten, die sich in der Praxis bei vielen Funktionsstörungen des Magen-Darmtraktes, der Leber und der Milz bewährt haben. Bei jeglichen „Diätfehlern“ oder wenn zuviel, zur falschen Zeit oder schlecht Verträgliches gegessen wurde, kann Nuxal H oder Nuxal comp. eine große Hilfe sein!!!


