Anwendungsgebiete:
Die Anwendungsgebiete leiten sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ab. Dazu gehört: Erbrechen.
Dosierung:
Soweit nicht anders verordnet, bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 12 mal täglich 1 Tablette einnehmen. Bei chronischen Verlaufsformen 1 - 3 mal täglich 1 Tablette einnehmen. Die Dosierung bei Kindern erfolgt nach Anweisung des homöopathisch erfahrenen Arztes oder Heilpraktikers. Auch homöopathische Arzneimittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeit eingenommen werden.
Hinweis:
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Bei Übelkeit und Erbrechen
Das Erbrechen (Vomitus) stellt einen komplexen Schutzreflex dar, der von Begleitsymptomen wie Übelkeit, Blässe, Schweiß- und Speichelsekretion, Blutdruckabfall und Tachykardie (Erhöhung der Herzfrequenz) begleitet wird. Der Vorgang selbst kann durch eine Vielzahl von Ursachen ausgelöst werden. Neben einer Reihe von Erkrankungen spielen hauptsächlich verdorbene Nahrungsmittel, Einnahme toxischer Stoffe, hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft, Reisekrankheit und psychische Einflüsse wie z.B. sehr unangenehme Gerüche und Bilder eine Rolle.
Reisekrankheiten und Seekrankheit
Reisekrankheiten sind weit verbreitet und etwa 85 % der Bevölkerung leiden darunter. Bei allen Reisekrankheiten und besonders bei der extrem belastenden Seekrankheit sind es hauptsächlich die Impulse des überreizten Gleichgewichtsorganes im Ohr, die zu Übelkeit, Schwindel und heftigem Erbrechen führen. Deshalb treten Reisekrankheiten und insbesondere die Seekrankheit in geschlossenen Räumen besonders intensiv und unangenehm auf und verlaufen im Freien bzw. bei Blick auf den Horizont milder. Zusätzliche Reize des Riechnervs (Dieseltreibstoff, Essensgerüche, etc.) wirken ebenfalls auf das Brechzentrum ein und beschleunigen dessen Reaktion.
Schwangerschaftserbrechen
70 - 80 % der Schwangeren leiden während der Frühschwangerschaft unter Übelkeit und morgendlichem Erbrechen. Die Ursachen sind derzeit noch nicht völlig erforscht, es wird aber vermutet, dass die veränderte hormonelle Lage ein wesentlicher Reizauslöser ist. Nach den ersten drei Monaten klingen diese belastenden und zermürbenden Begleiterscheinungen der Gravidität in der Regel ab.
Brechdurchfall
In der Regel sind bakterielle oder virale Erreger für Brechdurchfälle mit heftigen, wässrigen Stühlen und mehrmaligem Erbrechen ursächlich verantwortlich. Bei Kleinkindern führt das Bedürfnis, Unbekanntes in den Mund zu nehmen, oft zu Magen- Darminfekten. Bei alten Menschen sind es manchmal verdorbene Lebensmittel, die mangels Sehkraft oder aus überzogenem Verwertungsbedürfnis nicht als Gefahrenpotential erkannt werden und ernste Magen-Darminfekte (z.B. Salmonellosen) auslösen.
Risiken
Das große Problem bei Durchfall und Erbrechen ist der hohe und rasche Verlust an Flüssigkeit und Elektrolyten, der bei Kleinkindern und im Alter lebensbedrohend werden kann, bei allen Betroffenen aber zu erheblicher Schwäche führt. Die Ergänzung von Flüssigkeit und Elektrolyten (Kalium!) ist daher von größter Wichtigkeit! Ein weiteres Risiko ist die Verharmlosung häufig auftretender Brechreize, wenn Hinweise auf naheliegende Auslöser nicht erkennbar sind. Hier ist die klinische Abklärung dringend vonnöten, damit ein ernstes Krankheitsgeschehen nicht unerkannt bleibt.
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