Schüßler-Salze: Ein Heilmittel, das das Denken verändert
Fast noch sommerlich warme Herbsttage und kühles, regnerisches Wetter im Wechsel sind der perfekte Nährboden für Erkältungen. Husten, Schnupfen, Heiserkeit – fast jeden erwischt es zumindest einmal pro Erkältungssaison. „So weit muss es nicht kommen“, sagt Margit Müller-Frahling, Leiterin des Instituts für Biochemie nach Dr. Schüßler.
Bei einem Besuch des Homöpathischen Laboratoriums A. Pflüger an der Röntgenstraße in Rheda riet die Expertin zum Vorbeugen. „Und zwar möglichst schon dann, bevor sich die ersten Erkältungsanzeichen bemerkbar machen.“ Doch auch beim ersten leichten Kratzen im Hals sei Hilfe noch nicht zu spät.
Die Firma Pflüger gehört zu den größten Herstellern von Schüßler-Salzen in Deutschland. 120 Mitarbeiter produzieren pro Jahr mehr als 1,4 Milliarden Tabletten des homöopathischen Arzneimittels. Die von dem Oldenburger Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler vor 135 Jahren entwickelte Heilmethode hat es Institutleiterin Margit Müller-Frahling seit langem angetan. „Schüßler-Salze verändern das eigene Denken“, sagt sie. „Denn sie sind niemals gegen eine bestimmte Krankheit, sondern immer für eine gezielte Stärkung des Körpers bestimmt.“
12 Schüßler-Salze mit unterschiedlichen Wirkweisen gibt es, zudem 15 Ergänzungsmittel, die auf den Lehren Dr. Schüßlers basieren. „Der Bedarf bestimmt die Dosierung“, sagt Margit Müller-Frahling. „Zur Prophylaxe sollten drei bis fünf Tabletten, bei chronischen
Leiden bis zu zehn Tabletten am Tag eingenommen werden.“ Zur Bekämpfung akuter
Symptome könne sogar alle fünf Minuten ein Schüßler-Salz geschluckt werden.
Dass jede Zelle im Körper nur dann einwandfrei funktionieren kann, wenn ihr Mineralstoffhaushalt stimmt, ist die Grundüberlegung der Schüßler-Therapie. Die
gezielte Einnahme der Salze helfe, dieses Gleichgewicht wieder in Einklang zu bringen. „Mineralstoffe kann der Körper nicht selbst herstellen, sie müssen von außen zugeführt werden“, unterstreicht die Leiterin des Instituts für Biochemie mit Sitz im sauerländischen
Sundern. Sie selbst ist bekennende Wiederholungstäterin in Sachen Schüßler-Salze und
bestätigt: „Sie haben mir schon oft geholfen.“ Oft seien sie eine Alternative zu klassischen Medikamenten. Die Salze gebe es nicht nur in Tablettenform, sondern auch als Pulver, Tropfen und Cremes zum Einreiben.
Drei Fragen an ...
... Apotheker Horst Pflüger, Geschäftsführer des Homöopathischen Laboratoriums Pflüger.
„Die Glocke“: Ihre Firma hat kürzlich 60. Geburtstag gefeiert. Wie hat alles angefangen?
Horst Pflüger: Mein Großvater Georg war Heilpraktiker und begann in den 1920er-Jahren,
eigene Präparate zu entwickeln. Ab 1949 stellte mein Vater Alexander die Rezepturen
dann industriell her.
„Die Glocke“: Sie beschäftigen 120 Mitarbeiter. Kennen Sie jeden einzelnen persönlich?
Horst Pflüger: Ja. Meine Frau und ich wohnen auf dem Betriebsgelände und ich bin täglich drüben in der Produktion. Das gibt dem Arbeiten etwas Familiäres. Für mich spielt es keine Rolle, ob ein Angestellter Herstellungsleiter ist oder an der Abfüllung arbeitet. Wir sind ein Team, jeder zählt.
„Die Glocke“: Schüßler-Salze werden immer beliebter. Spüren Sie das auch als Hersteller?
Pflüger: Unsere Produktionsanlagen wurden kürzlich vergrößert. Wir können jetzt pro Stunde
800 000 Tabletten pressen.
Quelle: Die Glocke, Ausgabe Nr. 226 · 39. W., Mittwoch, 28. September 2011
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