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Toxicodendron quercifolium

Rhus toxicodendron, Giftsumach

Rhus toxicodendron Blätter Die Sumachgewächse der Gattung Rhus umfassen etwa 150 Arten, darunter auch die Arten der Gifteichen und des Giftefeus. Ihre Verbreitungsgebiete sind Nordamerika und Nordasien sowie die tropischen und subtropischen Zonen Südafrikas. Der Giftsumach ist ein bis zu 2 m hohes Strauchgewächs mit bis zu 18 cm langen, eiförmigen bis lanzettlichen Blättern. Nach den weiß-grünen Blüten (Blütezeit: Mai - Juni) folgen weiß-gelbliche Steinfrüchte mit etwa einem guten halben Zentimeter Durchmesser (0,5 – 0.8 cm). Der Giftsumach enthält einen weißlichen Pflanzensaft, der sich beim Kontakt mit der Luft dunkel verfärbt.

ACHTUNG: Alle Pflanzenteile sind giftig! Besonders die Blätter, aber auch andere Pflanzenteile verursachen bei Berührung schmerzhafte Hautentzündungen mit langwierigen Ausschlägen!

Inhaltsstoffe

Der Giftsumach, Toxicodendron quercifolium Baum Die hochallergenen Inhaltsstoffe sind die Uroshiole, Brenzkatechinderivate mit zum Teil mehrfach ungesättigten Seitenketten. Die Blätter haben einen Wirkstoffgehalt von etwa 3,3 %, die Zweige ca. 1,6 % und die unreifen Früchte 3,6 %. Diese Pentadecylatechole zählen zu den stärksten, in der Natur vorkommenden Kontaktallergenen.

Pflanzliche Wirkung

Beim Hautkontakt mit dem Giftsumach entwickelt sich rasch eine massive Reizung mit Rötung, Schwellung und Schmerz. Es bilden sich Bläschen mit starkem Juckreiz und/oder heftigen Schmerzen.
Um diese Reaktionen auszulösen, genügen nur wenige Mikrogramm der Rhus-Wirkstoffe! Eine Rhus-Dermatitis ist langwierig und verläuft oft über mehrere Wochen, bisweilen auch über Monate. Später kann es – bei scheinbar abgeheilter Haut – erneut zu Schüben kommen. Etwa 2 Millionen Amerikaner erkranken jährlich durch Kontakt mit der dort weit verbreiteten Pflanze.
Die innere Einnahme verursacht starke Schleimhautreizungen im Verdauungskanal. Dabei kommt es zu Übelkeit, Erbrechen mit Schwindel und Benommenheit sowie heftigen Koliken mit blutigem Durchfall.

Homöopathische Wirkung

Die homöopathische Anwendung leitet sich sehr deutlich aus den Wirkungen der Ursprungssubstanz ab. Rhus toxicodendron in homöopathischer Zubereitung gilt als eines der führenden Mittel bei heftigen Hautreizungen mit Bläschenbildung (Herpes, Nesselsucht), bei rheumatischen Beschwerden und Neuralgien und bei orthostatischem Schwindel (Schwindel älterer Menschen beim Aufstehen).

Rhus toxicodendron ist in der Potenz D 10 in unserem homöopathischen Komplexmittel Vertizin (Tropfen) enthalten. Die Krankheitszeichen für die Einnahme von Vertizin sind:

  • Schwindel mit Kopfschmerzen durch Blutandrang und Kreislaufstörungen
  • arteriosklerotisch bedingter Schwindel
  • morgendlicher Schwindel, besonders bei Erschöpfung
  • nächtliches Erwachen wegen Schwindel (Lagerungsschwindel)
  • Schwindelattacken beim Aufstehen
(Quelle: Roth-Daunderer-Kormann – Pflanzengifte-Giftpflanzen).

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