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Vorsicht Gluten - Informationen zu Zöliakie / Sprue

Gluten, Vorsicht bei Getreide

Ursachen und Folgen


Zöliakie und Sprue sind zwei Bezeichnungen für ein und dieselbe Erkrankung:
Tritt sie im Kindesalter auf, heißt sie Zöliakie, zeigt sie sich erst im Erwachsenenalter, spricht man von (einheimischer) Sprue.
Ursache dieser Erkrankung des Dünndarms ist eine Unverträglichkeit des Organismus auf das Klebereiweiß Gluten. Gluten kommt in den Getreidesorten Weizen, Roggen, Gerste und Hafer vor und besteht aus vielen Eiweißuntergruppen. Hierunter machen die Gliadine die wichtigste aus. Einer dieser Stoffe löst die Erkrankung aus – wahrscheinlich unterstützt durch zusätzliche bakterielle oder virale Infektionen.

Die Schädigung des Dünndarms wird wie folgt hervorgerufen:
Normalerweise wird die aufgenommene Nahrung im Dünndarm aufgespalten und die einzelnen Nahrungsbestandteile über die Darmschleimhaut resorbiert. Um dafür eine genügend große Oberfläche zu schaffen, ist der Darm mit vielen Fältchen, den so genannten Zotten ausgekleidet. Die Zotten bilden sich bei Patienten mit Zöliakie/Sprue zurück, die Dünndarmschleimhaut flacht ab und die Oberfläche wird somit verkleinert. Bei andauernder Glutenbelastung wird der Oberflächenverlust so groß, dass nicht mehr genügend Nährstoffe vom Körper aufgenommen werden können und Mangelerscheinungen auftreten. Oft sind zum Zeitpunkt der Diagnosestellung die Zotten schon völlig verschwunden. Folgen sind Gewichtsverlust, Anämien auf Grund eines Mangels an Eisen, Vitamin B 12 und Folsäure sowie Krämpfen durch einen Calcium- und Magnesiummangel. Infolge eines Vitamin-K-Defizits kann die Blutgerinnung gestört sein.
Wird die Krankheit nicht erkannt und die Ernährung nicht umgestellt, können sich langfristig vermehrt bösartige Tumore, vor allem im Magen-Darm-Bereich bilden.

Trotz intensiver Forschungen konnte der genaue Mechanismus dieser toxisch-allergischen Schädigung der Dünndarmschleimhaut noch nicht genau geklärt werden. Sicher ist jedoch, dass eine erbliche Veranlagung Voraussetzung für die Entwicklung der Zöliakie/Sprue ist.
In Deutschland ist im Durchschnitt einer von 1.000 Menschen betroffen.

Krankheitszeichen

Wichtige Symptome einer Zöliakie, denen möglichst früh Beachtung geschenkt werden sollte, sind Durchfall, ein vorgewölbter, geblähter Unterbauch, Appetitlosigkeit, Stimmungsschwankungen, Wachstumsstörungen sowie unterentwickelte Muskeln.

Tritt die Erkrankung der Sprue erst im Erwachsenenalter auf, können wichtige Merkmale der Krankheit schwer erkennbar sein oder ganz fehlen („stille Sprue“).
Ernst genommen werden sollten Symptome wie Völlegefühl; Blähungen; Bauchschmerzen; Übelkeit; Appetitlosigkeit; Durchfälle mit voluminösen, hellfarbenen und fettigen Stühlen sowie Gewichtsverlust.
Häufige sprue-assoziierte Krankheiten sind beispielsweise Anämien, Diabetes mellitus Typ I, Osteoporose und Epilepsie.
Auch heute noch wird die Diagnose leider häufig erst Jahre nach dem Auftreten der ersten Krankheitszeichen gestellt.

Lebenslange strikt Gluten-freie Diät

Medikamente zur Besserung oder Heilung der Zöliakie gibt es bis jetzt nicht. Die einzig wirksame Behandlungsmöglichkeit ist die Vermeidung des auslösenden Faktors Gluten durch eine lebenslange klebereiweißfreie Ernährung. Innerhalb weniger Monate der Diät, spätestens innerhalb eines Jahres haben sich die Darmzotten vollständig normalisiert.

Die Patienten müssen folgende Getreide und alle daraus hergestellten Produkte strikt meiden:

  • Weizen
  • Roggen
  • Gerste
  • Hafer
  • Grünkern
  • Dinkel
  • Kamut
  • Einkorn
  • Urkorn
  • Emer

Vorsicht ist auch geboten bei Fertigprodukten, die oft Mehl, Weizenstärke, Weizenkleie oder auch direkt Gluten als Bindemittel enthalten, z.B. Kroketten, Wurstwaren, Eiscreme und Süßigkeiten.

Statt der genannten Getreide sind Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Sojabohnen, Amaranth, Quinoa und Esskastanien erlaubt. Diese Nahrungsmittel dienen als Getreideersatz, aus dem Brot, Nudeln, Kuchen und Süßigkeiten hergestellt werden können. Weiterhin vertragen die Betroffenen Lebensmittel wie Milch, Naturjoghurt, Quark, Dickmilch, Sahne, Schnitt- und Weichkäse, Öl, Margarine, Butter, Fleisch, Fisch, Eier, Obst, Gemüse, Tofu und Kartoffeln – solange sie industriell nicht bearbeitet sind.

Sicher können Betroffene nur sein, wenn Produkte das Symbol der durchgestrichenen Ähre zeigen, also definitiv glutenfrei sind.

Unterstützung finden Betroffene bei der DZG, die auch eine ständig aktualisierte „Aufstellung glutenfreier Lebensmittel“ anbietet:
Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e.V.
Kupferstr. 36
D - 70565 Stuttgart
info@dzg-online.de
Telefon 0711 / 45 99 81 – 0
Fax 0711 / 45 99 81 – 50
www.dzg-online.de

Zu Beginn der Nahrungsumstellung ist zu beachten, dass die Patienten wegen des Zottenschwundes oft auch andere Nahrungsmittel schlecht vertragen. So liegt meist ein Lactasemangel (Lactase= Enzym, das zur Milchzuckerverstoffwechselung benötigt wird) mit Lactoseunverträglichkeit vor. Nicht abgebauter Milchzucker verursacht zusätzliche Blähungen und Durchfälle.

Daher sollten Betroffene anfangs auf Milch und deren Produkte verzichten oder diese stark einschränken. Haben sich die Darmzotten wieder ausgebildet, werden Milch und Co. wieder vertragen.

Für Säuglinge und Kinder wird empfohlen, möglichst lange zu stillen und glutenhaltige Lebensmittel frühestens ab dem 4. Monat der Nahrung beizufügen, denn es gibt Hinweise, dass das Intervall zwischen dem Beginn der glutenhaltigen Nahrung und dem Auftreten der ersten Symptome umso kürzer ist, je früher mit dieser Ernährung begonnen wurde. Kleine Kinder zeigen erst Beschwerden, nachdem sie mindesten drei bis sechs Monate Vollkorn- oder Grießbreie gegessen haben.

Arzneimittel

Leicht in Vergessenheit gerät, dass auch Arzneimittel relevante Mengen an Gluten enthalten können.

Weizenstärke ist ein häufiger Hilfsstoff bei der Tablettenherstellung. Er kann jedoch zum Beispiel durch Kartoffelstärke ersetzt werden, die keine Gefahr für Zöliakie-/Sprue-Erkrankte darstellt.

Die Sensibilität gegen Weizenstärke ist bei Zöliakie-Patienten sehr unterschiedlich. Weizenstärke-haltige Arzneimittel sollten daher nur zurückhaltend eingesetzt werden.

Wünschenswert wäre die grundsätzliche Deklaration Gluten-freier Arzneimittel.

Eine Aufstellung Gluten-freier Arzneimittel, die sich auf die freiwilligen Angaben der angeschriebenen pharmazeutischen Hersteller stützt, wird ebenfalls quartalsweise von der Deutschen Zöliakie Gesellschaft  herausgegeben.

Alle Arzneimittel der Firma Pflüger, sowohl die biochemischen Tabletten nach Dr. Schüßler, als auch alle Spezialitäten und Pflügerplexe sind glutenfrei.


Literatur:
Dr. Eva-Maria Schröder: Zöliakie - häufiger als bislang vermutet. DAZ 2005; 30: 4205 – 4207.
Buchal P.: Zöliakie und Arzneimittel – Gefahr der versteckten Glutenzufuhr. Krankenhauspharmazie 2001; 22:199-202.
Elke Wolf: Kahlschlag unter den Darmzotten. PZ 2003; 43.
www.dzg-online.de

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Letztes Update dieser Seite:25. Juni 2014

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