Welches Schüßler-Salz ist das Richtige?


Je nach Bedarf bieten sich unterschiedliche Schüßler-Salze zur Anwendung an. Dabei können auch verschiedene Mittel miteinander kombiniert werden. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Mineralstoffe nach Dr. Schüßler und Ihrer natürlichen Funktion*.

 

Nr. 1: Calcium fluoratum - Das Salz der Haut, der Gewebe und der Gefäße

Calcium fluoratum ist das wichtigste Mittel für das Stütz- und Bindegewebe. Es wird vorwiegend dort benötigt, wo eine erhöhte Elastizität des Gewebes erforderlich ist. Die Hauptaufgabe dieses Mineralstoffes ist es, den Geweben Schutz, Elastizität, Spannung und Form zu geben und diese zu erhalten. Besonders für den Aufbau und die Gesunderhaltung der Knochen, der Zähne, des Binde- und Stützgewebes, der Muskeln und Sehnen, der Gefäße, aber auch der Augenlinse braucht der Mensch Calcium fluoratum.

Nr. 2: Calcium phosphoricum - Das Salz der Knochen und Zähne

Calcium phosphoricum ist an der Knochen- und Zahnentwicklung beteiligt, wirkt regulierend auf den Eiweißstoffwechsel, unterstützt die Kalkverwertung, normalisiert den Tonus der willkürlichen Muskulatur und fördert die Blutbildung und Wundheilung. Nach Dr. Schüßler ist Calcium phosphoricum ein „Funktionsmittel für anämische Zustände und Restaurationsmittel der Gewebe nach Ablauf akuter Krankheiten”. Es ist daher ein wichtiger Mineralstoff bei Schwächezuständen und Rekonvaleszenz.

Nr. 3: Ferrum phosphoricum - Das Salz des Immunsystems und Stoffwechsels

Ferrum phosphoricum ist der Mineralstoff für alle plötzlich auftretenden akuten Gesundheitsstörungen. Es wird deshalb auch das „Erste-Hilfe-Salz“ genannt. Es unterstützt den Sauerstofftransport im Körper und ist deshalb das Mittel der Wahl zur Anregung der blutbildenden Gewebe und des Immunsystems.

Nr. 4: Kalium chloratum - Das Salz der Schleimhäute und Drüsen

Kalium chloratum ist ein Schleimhautmittel und das Salz der zweiten (subakuten) Entzündungsphase. Diese setzt gewöhnlich 3-4 Tage nach Beginn der Erkrankung ein (bei primär chronisch verlaufenden Infektionen oder entzündlichen Erkrankungen oft erheblich später!). Kalium chloratum wirkt anregend auf den Stoffwechsel (Zellstoffwechsel) und die Drüsentätigkeit. Dadurch ist es gut geeignet, um der Belastung des Körpers durch Umwelt- und Genussgifte, Chemikalien und Arzneimitteln vorzubeugen und die körperliche Entgiftung zu unterstützen.

Nr. 5: Kalium phosphoricum - Das Salz der Nerven und Psyche

Bei starken nervlichen und geistigen Belastungen, z.B. Prüfungen, verbraucht der Körper viel Kalium phosphoricum. Der Mineralstoff kommt in allen Gehirn- und Nervenzellen sowie in den Muskeln und im Blut vor. Bei seelischer und körperlicher Erschöpfung ermöglicht er Aufbau, Regeneration und frische Energie.

Nr. 6: Kalium sulfuricum - Das Salz des Zellstoffwechsels

Kalium sulfuricum unterstützt die Sauerstoffverwertung, den Zellstoffwechsel sowie die zellulären Ausscheidungs- und Entgiftungsvorgänge. Kalium sulfuricum hat einen starken Bezug zu den Schleimhäuten. Es ist das zentrale Mittel der dritten Phase einer (Infektions-)Krankheit (Wiederherstellungsphase). Das Mineralsalz hat auch eine hohe Affinität zur Haut, spielt bei der Pigmentierung eine Rolle und ist ein wichtiges Heilmittel der Oberhautzellen. Kalium sulfuricum unterstützt die Entgiftungsleistung der Leber und ist zuständig für den Abtransport belastender Stoffe aus der Zelle.

Nr. 7: Magnesium phosphoricum - Das Salz der Nerven und Muskeln

Der Mineralstoff für Entspannung! Das Magnesiumphosphat steuert das vegetative Nervensystem. Es ist zuständig für die unwillkürliche Muskeltätigkeit und somit für den Ausgleich von Antrieb und Entspannung. Magnesium phosphoricum spielt eine wichtige Rolle in Bezug auf die Darmtätigkeit und das Nervensystem.

Nr. 8: Natrium chloratum - Das Salz des Flüssigkeitshaushalts

Natrium chloratum reguliert den Flüssigkeits- und Wärmehaushalt. Es ist wichtig für die Zellteilung, also die Bildung neuer Zellen, und hat eine hohe Affinität zu den Schleimhäuten, den Ausscheidungsorganen und bradytrophen Geweben (Gewebe, die nicht durchblutet werden, z. B. Knorpel, Bandscheiben, Augenlinse).

Nr. 9: Natrium phosphoricum - Das Salz der Säure-Basen-Balance

Natrium phosphoricum unterstützt alle physiologischen Verbrennungsprozesse, regt den Fettstoffwechsel an und trägt zum Gleichgewicht zwischen den Körperflüssigkeiten bei. Es ist ein alkalisches Salz, welches Säure bindet. Mangel an Natrium phosphoricum entsteht bevorzugt durch säurebildende Nahrungsmittel oder durch Säureüberschuss in den Geweben. Störungen im Stoffwechsel sind häufig von einer Übersäuerung des Organismus begleitet.

Nr. 10: Natrium sulfuricum - Das Salz der Ausleitung

Natrium sulfuricum hilft, wie alle Natriumsalze, die Körperflüssigkeiten zu regulieren. Im Unterschied zu Natrium chloratum (Nr. 8), dem eher eine aufbauende Funktion zugeschrieben wird, unterstützt Natrium sulfuricum die Ausscheidung alles „Über-Flüssigen” und ist damit das wichtigste Mittel der Biochemie nach Dr. Schüßler zur Entschlackung und Entgiftung des Organismus. Es ist daher auch ein wichtiges Mittel für den Erhalt der Funktion und der Regeneration der Ausscheidungsorgane Leber, Galle, Niere, Blase und Dickdarm.

Nr.11: Silicea - Das Salz des Bindegewebes, der Haut, Haare und Nägel

Kieselerde, und damit Silicea, findet sich in allen Zellen und in allen Geweben des menschlichen Körpers. Silicea greift tief in den Körperhaushalt ein und wirkt mit beim Aufbau der Gewebsstrukturen. Eine hohe Affinität besteht zum Bindegewebe, Haut, Haaren, Nägel, Blutergüssen, Drüsen, Knochen, Muskeln, Sehnen und Nerven. Es fördert die mechanische Festigkeit der Gewebe und steigert damit ihre Widerstandskraft. Silicea gilt als das wichtigste Schönheitsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler.

Nr. 12: Calcium sulfuricum - Das Salz der Dynamik

Calcium sulfuricum kommt hauptsächlich in Muskeln, Leber und Galle vor. Es ist eines der wichtigsten Reinigungs- und Regenerationsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler. Calcium sulfuricum hat eine besondere Wirkung auf die Haut (Eiterungen, Abzesse), die Schleimhäute und die Drüsen. Bei chronischen Entzündungen eingesetzt, unterstützt das Mittel die Neubildung von Zellen und fördert die rasche Heilung. Calcium sulfuricum regt den Stoffwechsel an und unterstützt die Blutgerinnung.

Nr. 13: Kalium arsenicosum - Das Salz der Stoffwechselreduktion

Kalium arsenicosum kommt in Haut, Haare, Leber, Niere, Schilddrüse und Gehirn vor. Der Mineralstoff gilt als Stärkungsmittel, weil es mit dem Stoffwechsel in Verbindung gebracht wird. Der Mineralsto nimmt Einfluss auf das Drüsensystem (Leber, Hormonsystem) und auf den Magen-Darm-Trakt. Kalium arsenicosum hat sich außerdem bei Haut- und Schleimhautproblemen bewährt.

Nr. 14: Kalium bromatum - Das Salz der inneren Ruhe

Obwohl Kaliumbromid im menschlichen Organismus nur in sehr geringen Mengen vorkommt, macht sich ein Mangel an diesem Mineralstoff schnell bemerkbar. Kalium bromatum hat einen engen Bezug zum Nervensystem. Als Nervenmittel trägt der Mineralstoff zur Beruhigung bei und findet Anwendung bei Beschwerden, die auf eine zu hohe (nervliche) Anspannung zurück geführt werden können.

Nr. 15: Kalium jodatum - Das Salz der zentralen Steuerung

Kalium jodatum ist der Mineralstoff mit dem direkten Bezug zur Schilddrüse und spielt eine regulierende Rolle bei Schilddrüsenüberfunktionsstörungen. Der Mineralstoff nimmt auch Einfluss auf einen erhöhten Blutdruck, den Stoffwechsel, die Herz- und Gehirntätigkeit, den Appetit und die Verdauung.

Nr. 16: Lithium chloratum - Das Salz des Eiweißaufbaus

Lithium chloratum beeinflusst den Eiweißstoffwechsel und wirkt entlastend für die Gewebe, indem es die Ausscheidung von Harnstoff und Harnsäure unterstützt und die Zelle von schädigenden Stoffen entlastet. Auch bei schweren nervlichen Belastungen kann Lithium chloratum den Organismus unterstützen.

Nr. 17: Manganum sulfuricum - Das Salz der Enzymaktivierung

Mangan spielt bei allen Mangelerscheinungen im Bereich der Energiegewinnung eine große Rolle. Manganum sulfuricum ist der Begleiter des Eisens und unterstützt dessen Aufnahme. Das Mangansalz wird bei Knorpelschäden, Osteoporose und Arthrose zur Unterstützung empfohlen.

Nr. 18: Calcium sulfuratum - Das Salz der Tiefenreinigung

Calciumsulfid ist wenig erforscht, doch der Mineralstoff scheint eine Rolle in den Verbrennungs- oder Oxidationsprozessen unseres Körpers zu spielen und arbeitet dem Gewichtsverlust entgegen. Wie alle Sulfide, ist auch Calcium sulfuratum an der zellulären Energiegewinnung beteiligt.

Nr. 19: Cuprum arsenicosum - Das Salz des Ausgleichs

Cuprum arsenicosum ist ein unverzichtbarer Bestandteil für die Aufnahme von Eisen in unsere roten Blutkörperchen. Fehlt dieser Mineralstoff, können wichtige Stoffwechselvorgänge im Organismus darunter leiden. Störungen im Zentralen Nervensystem (ZNS), im Magen-Darmbereich, Nervenschwächen vom chronischen Kopfschmerz bis hinunter zum entzündeten Ischiasnerv sind mögliche Folgeerscheinungen.

Nr. 20: Kalium aluminium sulfuricum - Das Salz der Stabilisierung

Kalium aluminium sulfuricum hat einen starken Bezug zum Nervensystem, zu dem im weiteren Sinne auch Gedächtnis- und Konzentrationsschwierigkeiten zählen. Kalium aluminium sulfuricum hat sich in der Anwendung bei Störungen, die das Verdauungssystem betreffen, bewährt. Außerdem wirkt der Mineralstoff auf Haut und Schleimhäute. Chronische Prozesse, die sich z.B. durch Austrocknung charakterisieren, können mit der Anwendung günstig beeinflusst werden.

Nr. 21: Zincum chloratum - Das Salz der Stoffwechselaktivierung

Zincum chloratum ist Bestandteil der Zellen, der Gewebesäfte und vieler Enzyme. Der Mineralstoff hat bedeutenden Einfluss auf zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper und auf das Wachstum. Zincum chloratum unterstützt Aufbauprozesse des Organismus und ist wichtig für Regenerationsvorgänge. Der Mineralstoff hat einen starken Bezug zum Hormonsystem und hat sich als „Frauenmittel“ genauso bewährt wie bei hormonellen Störungen der Männer. Zincum chloratum hat eine unterstützende Funktion für die Bauchspeicheldrüse und damit für die Insulinverwertung im Organismus. Zincum chloratum unterstützt und entlastet das Immunsystem, z.B. bei übermäßigem Stress. Der Mineralstoff unterstützt die Ausleitung von Schwermetallbelastungen und ist wichtig für die Regulierung des Säure-Basen-Haushalts. Als Mineralstoff mit hohem Bezug zum Nervensystem hat sich Zincum chloratum auch bei Störungen der Sinnesfunktionen sowie bei nervösen Störungen bewährt.

Nr. 22: Calcium carbonicum - Das Salz der Stärkung

Calcium carbonicum ist ein großes Konstitutionsmittel der klassischen Homöopathie. Der Mineralstoff findet Anwendung bei Erschöpfungszuständen, vorzeitigem Altern und bei Knochenleiden. Calcium carbonicum hat einen Einfluss auf das vegetative Nervensystem. Als Kindermittel kann es bei Entwicklungsstörungen wertvolle Hilfe bieten.

Nr. 23: Natrium bicarbonicum - Das Salz der Säure-Regulation

Natrium bicarbonicum aktiviert den Stoffwechsel und entlastet den Säure-Basen-Haushalt, indem es die Ausscheidung harnpflichtiger Substanzen unterstützt.

Nr. 24: Arsenum jodatum - Das Salz der Stoffwechselbalance

Arsenum jodatum hat einen großen Bezug zu den Lungenhäuten, den Lymphdrüsen und zur Haut. Der Mineralstoff entlastet den Energieumsatz des Organismus und wirkt als Bremse gesteigerter Stoffwechselvorgänge. Ein Zeichen für den Bedarf an Arsenum jodatum kann eine gestörte Wärmeregulation sein. Zur Unterstützung der Sauerstoffverwertung und zur Stärkung der Lungenfunktion eingesetzt, gilt Arsenum jodatum als Generalmittel. Auch bei nässenden Ekzemen ist Arsenum jodatum das Mittel der Wahl.

Nr. 25: Aurum chloratum natronatum - Das Salz des inneren Rhythmus

Aurum chloratum natronatum kann die Zirbeldrüse unterstützen und daher z.B. bei Störungen des Schlaf-Wach-Rhythmus angewandt werden. Der Mineralstoff unterstützt außerdem das Immunsystem. Bei Frauenleiden hat sich Aurum chloratum genauso bewährt wie in der Anwendung zur Unterstützung der Psyche und des Herz-Kreislauf Systems.

Nr. 26: Selenium - Das Impuls-Salz

Im Körper ist Selen bedeutsam als Wachstumsfaktor für fast alle Zellen und als Oxidationsschutz für rote Blutkörperchen, die Immunzellen, den Leberstoffwechsel und den Stoffwechsel der Augenlinse.

Nr. 27: Kalium bichromicum - Das Salz der Immunisierung

Kalium bichromicum steht in Bezug zu den Schleimhäuten und zur Haut. Es wird eingesetzt bei Nasennebenhöhlenentzündungen, Kopfschmerzen und Migräne durch eine Nasennebenhöhlenentzündung, Erkältungen und Mittelohrentzündungen. Durch den Einsatz von Kalium bichromicum wird der Schleim gelöst und die Entzündung kann zurückgehen.