Glossar


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  • Ähnlichkeitsprinzip

    Die Ähnlichkeitsregel ist eine praktische Handlungsanweisung nach der das homöopathische Arzneimittel eingesetzt wird. Der entscheidende Grundsatz heißt „similia similibus curentur“ und bedeutet „Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt“. Zur Behandlung des Kranken werden nur solche Arzneimittel eingesetzt, die beim Gesunden ein ähnliches Krankheitsbild hervorrufen würden.

  • Allopathie

    Griechische Bezeichnung (allos = anders, pathos = Leiden) für die in der Schulmedizin übliche Heilbehandlung nach dem Contraria Prinzip im Gegensatz zum Ähnlichkeitsprinzip in der Homöopathie. „Contraria contrariis curentur (lat.)“ – „Gegensätzliches werde mit Gegensätzlichem behandelt.“ Der Begriff wurde von Hahnemann geprägt.

  • Anamnese, homöopathische

    Der Ausdruck „Anamnese“ leitet sich vom griechischen Wort „anámnesis“ (= Erinnerung) ab und steht in der Homöopathie für die Erhebung der Krankengeschichte des Patienten aus seiner Erinnerung durch Befragung; sowohl die Vorgeschichte seiner Krankheit wie auch die aktuelle Symptomatik.

  • Antidot

    Wörtlich: Gegengabe. 1. Substanzen mit z. B. starken ätherischen Ölen wie Pfefferminzöl (Menthol), die die Wirkung eines homöopathischen Arzneimittels zunichte machen können. 2. ein homöopathischer Wirkstoff, der einem anderen so ähnlich ist, dass er die Wirkung des ersten zu löschen vermag.

  • Antidotierung

    Bestimmte Substanzen können die Wirkung verschiedener homöopathischer Arzneimittel beeinflussen bzw. aufheben und somit ein Heilungshindernis darstellen. Deshalb sollten sogenannte Antidote (z. B. Campher, ätherische Öle, Kaffee) besonders während einer Konstitutionstherapie (siehe Konstitution) mit Hochpotenzen vermieden werden.

  • Antlitzanalyse

    Die Antlitzanalyse ist ein wichtiges Instrumentarium der Biochemie nach Dr. Schüßler, das mit dem Ziel eingesetzt wird, die notwendigen biochemischen Funktionsmittel individuell zu bestimmen. Färbungen, Strukturen, Falten und Spannung der Haut werden bei Tageslicht betrachtet. Es handelt sich hierbei um die Anwendung von Erfahrungswissen. Die Antlitzanalyse ist keine Diagnose und ersetzt keine notwendige medizinische Diagnostik.

  • Apothekenpflicht

    Die Abgabe der Arzneimittel erfolgt nach Vorschrift des Arzneimittelgesetzes ausschließlich durch pharmazeutisches Personal in der Apotheke. In Deutschland sind Arzneimittel, abgesehen von wenigen Ausnahmen, per Gesetz apothekenpflichtig. Nach Paragraf 17 Absatz 3 der Apothekenbetriebsordnung sind die Fachkräfte dazu verpflichtet in einem Beratungsgespräch über diese Waren zu informieren, da Arzneimittel generell als besonders beratungsbedürftige Waren anzusehen sind.

  • Arzneiformen, homöopathische

    Als Arzneiform bezeichnet man die Zubereitung, in der ein Arzneistoff verabreicht wird. Zu den homöopathischen Arzneiformen gehören Dilutionen (Tropfen), Triturationen (Pulver), Tabletten, Injektionslösungen, Nasensprays, Augentropfen, Ohrentropfen, Zäpfchen und Cremes.

  • Arzneigrundstoffe

    Verwendet werden Ausgangsstoffe aus dem gesamten Bereich der Natur wie z. B. Pflanzen, Mineralien, Metalle, Tierprodukte, Organpräparate etc..

  • Arzneimittelbild

    Steckbriefähnliche Auflistung objektiver und subjektiver, mentaler, psychischer und körperlicher Symptome, die ein bestimmtes homöopathisches Mittel abzudecken vermag.

  • Arzneimittellehre

    Die Sammlung aller Arzneimittelbilder ergibt die Arzneimittellehre (siehe Materia Medica homöopathica).

  • Arzneimittelprüfung (AMP)

    Bezeichnung für die Prüfung einer Substanz an Gesunden zur Beobachtung der Wirkung inkl. Gemütssymptome und Empfindungsqualitäten. Die festgestellten Prüfungssymptome werden zu einem Arzneimittelbild zusammengefasst. Als homöopathisches Arzneimittel kann diese Substanz ähnliche Symptome bei Kranken heilen.

  • Arzneimittelwahl

    Findung und Auswahl des homöopathischen Arzneimittels mit der größtmöglichen Ähnlichkeit (Ähnlichkeitsprinzip) zwischen den Krankheitszeichen und den Persönlichkeitsmerkmalen des Patienten und dem Arzneimittelbild.

  • Biochemie

    „Bios“ bedeutet auf Deutsch „Leben“ und „Chemie“ bezeichnet die Wissenschaft der Elemente. Schüßler nannte seine Heilweise „Biochemie“, weil sie auf den physiologisch-chemischen Vorgängen im menschlichen Körper aufbaut. Die heutige moderne Biochemie untersucht die Lebensvorgänge und die Bestandteile der Zelle sowie die darin ablaufenden Reaktionen. Sie bezieht sich nicht auf Schüßler, den Begründer der biochemischen Heilweise.

  • Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)

    Das BfArM ist eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Hauptaufgabe ist die Zulassung, Registrierung und Risikobewertung von Arzneimitteln und die Überwachung der Arzneimittelsicherheit. Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit werden überprüft.

  • C-Potenz

    (siehe Centesimalpotenz)

  • Cellularpathologie

    Mit diesem Begriff wird die Lehre des Mediziners Rudolf Virchow (1821-1902) umschrieben. Er stellte die Theorie auf, dass alle Krankheiten von Zellstörungen ausgehen.

  • Centesimalpotenz

    Der Name C- Potenz ist aus den lateinischen Wörtern centesimal (Hundertstel) und potentia (Kraft, Vermögen, Fähigkeit) zusammengesetzt und bezeichnet das Verhältnis von Arznei- und Trägersubstanz. Für das Potenzierungsverfahren wird 1 Teil der Arzneimittelsubstanz mit 99 Teilen Trägersubstanz (Milchzucker, Alkohol) vermischt und potenziert.

  • Chinarindenversuch

    1790 entwickelte Hahnemann als Gesunder nach Einnahme kleiner Mengen Chinarinde die Symptome des Wechselfiebers. Chinarinde in homöopathischer Form erwies sich bald als Heilmittel bei Wechselfieberpatienten.

  • D-Potenz

    (siehe Dezimalpotenz)

  • Darreichungsformen

    Form, in der Arzneistoffe dem Körper verabreicht werden, z.B. Tabletten, flüssige Einreibungen, Globuli (Streukügelchen), Injektionslösungen, Salben, Suppositorien, Tropfen, Urtinkturen.

  • Dezimalpotenz

    Der Name D-Potenz setzt sich aus den  lateinischen Wörtern dezimalis (dt. Zehntel) und potentia (Kraft, Vermögen, Fähigkeit) zusammen und bezeichnet das Verhältnis von Arznei- und Trägersubstanz.  Für das Potenzierungsverfahren wird 1 Teil der Arzneimittelsubstanz mit 9 Teilen Trägersubstanz (Milchzucker, Alkohol) vermischt und potenziert.

  • Diathese, Disposition

    Mit Diathese, Krankheitsbereitschaft, wird der „Ort der schwächsten Abwehr“ („Locus minoris resistentiae“) eines Menschen, also eine angeborene oder erworbene Organschwäche bezeichnet. Man unterscheidet die lymphatische, harnsaure und dyskrasische Diathese. Mit Disposition wird die individuelle, persönliche Anfälligkeit für bestimmte Erkrankungen bezeichnet.

  • Dilution

    Flüssige Verdünnung

  • Dosierung

    Die Dosierung wird individuell an das Krankheitsbild und den Zustand des Patienten angepasst und vom Therapeuten  verordnet. Die in der Gebrauchsinformation von Fertigarzneimitteln zu findende Dosierung ist eine Regeldosierung, die das BfArM festgelegt hat. Im Beipackzettel findet man stets die Formulierung: „Soweit nicht anders verordnet“, dieser Zusatz regelt die Therapiefreiheit.

  • Dynamis

    Griechischer Begriff für „Kraft, Macht“, steht in der Homöopathie für  die Kraft, die alles Lebendige durchzieht, die Lebenskraft.

  • Einzelmittel

    In der klassischen Homöopathie wird,  nach ausführlicher Anamnese und Repertorisation nach dem Ähnlichkeitsprinzip,  jeweils ein Einzelmittel in einer ausgewählten Potenz  verordnet.

  • Ergänzungsmittel

    In der klassischen Homöopathie wird, nach ausführlicher Anamnese und Repertorisation nach dem Ähnlichkeitsprinzip, jeweils ein Einzelmittel in einer ausgewählten Potenz verordnet.

  • Erstreaktion (= Erstverschlimmerung)

    Bei der  Anwendung homöopathischer Arzneimittel kann es zu einer Erstreaktion kommen. Diese vorübergehende Verstärkung der Beschwerden ist als positives Zeichen der korrekten Mittelwahl zu sehen. Der behandelnde Therapeut entscheidet über die weitere Vorgehensweise, Einnahmepause, Dosisänderung oder eine neue Mittelwahl.

  • Funktionsmittel

    Schüßler bezeichnete seine Mineralstoffverbindungen als „Funktionsmittel“, da er sie als Heilmittel zur Wiederherstellung der Zellfunktionen einsetzte.

  • Grundsätze der Biochemie nach Dr. Schüßler

    1. Es werden als Ausgangsstoffe für ein biochemisches Funktionsmittel nur Mineralstoffe verwendet, deren physiologische Funktionen im Körper nachgewiesen sind.
    2. Es werden nicht einzelne Elemente, sondern Mineralstoffverbindungen genutzt.
    3. Die Funktionsmittel müssen verdünnt sein, damit Aufnahme und Verwertung unmittelbar möglich sind und die Zellfunktionen unterstützt werden.

  • Hahnemann, Samuel (10.4.1755 – 2.7.1843)

    Deutscher Arzt und Chemiker (10.4.1755 – 2.7.1843), Begründer der homöopathischen Behandlungsform, legte mit dem „Organon der Heilkunst“ die Basis für die Homöopathie.

  • Heiße 7

    Die „Heiße 7“ stellt eine Besonderheit in der Einnahme der Schüßler-Salze dar. In abgekochtem, heißem Wasser werden 10 Tabletten Nr. 7 Magnesium phosphoricum aufgelöst und schluckweise getrunken. Durch den Abkochvorgang werden Gase aus dem Wasser getrieben und es entsteht eine aufnahmefähige Lösung.

  • Homöopathie

    Griechische Bezeichnung (homoios = ähnlich, pathos = Leiden) für ein von Samuel Hahnemann begründetes Heilverfahren, bei dem Krankheiten nach dem Ähnlichkeitsprinzip behandelt werden. Kranke werden mit einem homöopathisch zubereiteten Medikament behandelt, dessen Ausgangssubstanz beim Gesunden ähnliche Symptome hervorzubringen vermag wie die Krankheit selbst.

  • Homöopathisches Arzneibuch (HAB)

    Bestandteil des Deutschen Arzneibuches, enthält Grundregeln und Vorschriften zur Herstellung und Analytik homöopathischer Arzneimittel. Homöopathische Arzneigrundstoffe  werden  sorgfältig auf Identität, Reinheit und Gehalt, kurz auf Qualität geprüft. Die Prüfvorschriften dafür finden sich im Homöopathischen Arzneibuch (HAB). Dieses Werk ist unverzichtbar für jeden, der homöopathische Arzneimittel herstellt, prüft, registriert oder  überwacht.

  • Indikationen

    Der medizinische Begriff Indikation (=Heilanzeige) leitet sich vom lateinischen Wort „indicare“ (=anzeigen) ab. Er steht grundsätzlich dafür, ob bei einem bestimmten Krankheitsbild der Einsatz einer bestimmten medizinischen Maßnahme angebracht ist. Über die Anwendung von Schüßler-Salzen in Zusammenhang mit einer Indikation entscheidet der Arzt, Mineralstoffberater oder Heilpraktiker.

  • Kartoffelstärke

    Für eine einfache Dosierung werden die biochemischen Funktionsmittel in Tablettenform angeboten. Zur Herstellung werden Hilfsstoffe genutzt. Die Firma Pflüger verwendet Kartoffelstärke. Diese zeichnet sich durch eine hervorragende Verträglichkeit für gluten empfindliche Menschen aus.

  • Komplexhomöopathie

    Eine sinnvolle Verbindung verschiedener einzelner homöopathischer Wirkstoffe zu einem neuen Arzneimittel. Die Wirkungen der Einzelmittel vereinigen sich zu einer gemeinsamen Wirkkomponente. Sie orientieren sich mehr an der Diagnose und dem allgemeinen Krankheitsbild.  Das Ziel der Komplexmittelhomöopathie ist: Ein rascher Griff zum wirksamen Mittel. Komplexmittel eigenen sich zur Selbstmedikation, aber auch für Therapeuten erleichtern Komplexmittel oft die Mittelwahl.

  • Komplexmittel

    In einem Komplexmittel sind aufeinander abgestimmte homöopathische Einzelmittel mit ähnlicher Wirkungsrichtung enthalten, die nach symptomatischen Gesichtspunkten bzw. klinischen Indikationen ausgewählt werden. Die Kombination der verschiedenen Einzelsubstanzen weisen eine synergistische Wirkung auf und ermöglichen einen weiteren Behandlungsspielraum. Oft sind Wirksubstanzen enthalten, die konstitutionelle Aspekte des Patienten berücksichtigen.

  • Konstitution

    Unter der Konstitution eines Menschen versteht die Homöopathie seine angeborene und erworbene körperliche, geistige und seelische Verfassung.

  • Konstitutionsbehandlung

    Eine auf den Konstitutionstypen abzielende Behandlung, die sowohl bei akuten wie auch chronischen Erkrankungen eingesetzt werden kann.

  • Konstitutionslehre

    Lehre von den verschiedenen Konstitutionstypen.

  • Krankheitsbegriff Hahnemanns

    Krankheit ist Ausdruck reduzierter, ungeordneter Lebenskraft im Menschen. Ist ihr Fluss gestört, behindert oder geschwächt, reagiert der Organismus mit Symptomen und Krankheit.

  • Lactose

    Lactose (Milchzucker) ist die Grundlage der Verreibungen. Alle biochemischen Tabletten und Pulver enthalten daher Lactose.

  • Leitsymptome

    Besonders auffallende Symptomatik am Kranken sowie die Hauptmerkmale eines homöopathischen Arzneimittels. Leitsymptome sind wesentliche Charakteristika eines homöopathischen Arzneimittels und besonders wichtig für die Mittelfindung.

     

  • LM-Potenzen

    Die lateinische Schreibweise für 50.000, daher auch gelegentlich in älterer Literatur als Q-Potenz (Quinquagintamillesimalpotenz) bezeichnet. Eine Hochpotenz, bei der ein Teil der Arzneimittelsubstanz mit 49.999 Teilen Trägersubstanz (Milchzucker, Alkohol) vermischt und potenziert wird.

  • Materia Medica homöopathica

    (siehe Arzneimittellehre)

  • Miasma

    Gr.: Schandfleck, Befleckung. Krankmachende, tiefsitzende Schwäche, an der schon früher Mitglieder aus der Familie gelitten haben.

  • Mineralstoffe

    Mineralstoffe (Mineralsalze) sind für den Menschen lebensnotwendig. Sie können nicht im Körper erzeugt werden, sondern müssen über die Nahrung regelmäßig und ausreichend zugeführt werden. Im Falle eines Mangels an einem oder mehreren lebenswichtigen Mineralstoffen entstehen Mangelerscheinungen (=Störungen).

  • Modalitäten

    Jene Einflüsse, die ein Beschwerdebild bessern oder verschlimmern, z. B. die Tageszeit, Wettereinflüsse, Kälte, Nässe, Jahreszeiten, bestimmte Nahrungsmittel, etc..

  • Nebenwirkungen

    Nebenwirkungen im Sinne der Allopathie gibt es in der Homöopathie nicht. Sollten unerwünschte Wirkungen auftreten, so ist der Behandler zu konsultieren, denn es könnte sich um sogenannte Nachwirkungen, um eine nicht optimale  Arzneimittelwahl oder um eine unangemessene Dosierung handeln.

  • Nebenwirkungen

    Nebenwirkungen im Sinne der Allopathie gibt es in der Homöopathie nicht. Sollten unerwünschte Wirkungen auftreten, so ist der Behandler zu konsultieren, denn es könnte sich um sogenannte Nachwirkungen, um eine unzulängliche Arzneimittelwahl oder um eine unangemessene Dosierung handeln.

  • Nosoden

    Sind Zubereitungen aus Krankheitsprodukten von Mensch oder Tier oder deren Stoffwechselprodukten oder aus Zersetzungsprodukten tierischer Organe, die zu homöopathischen Arzneimitteln verarbeitet werden.

  • Organon

    Standardwerk der Homöopathie, in dem Hahnemann die Grundlagen für die homöopathische Behandlung niedergeschrieben hat.

    hat.

  • Organuhr

    Schüßler-Salze können im Allgemeinen unkompliziert über den Tag verteilt eingenommen werden. Es gibt aber durchaus die Möglichkeit, die Einnahme den biologischen Rhythmen anzupassen. Die sog. chinesische Organuhr aus der traditionellen chinesischen Medizin gibt die Zeitspannen im Verlauf von 24 Stunden an, in denen die Einnahme besonders empfohlen wird.

  • Potenz

    Der Begriff Potenz kommt aus dem Lateinischen (potentia: Macht, Kraft, Vermögen) und bezeichnet die Wirkstärke der Arznei.

  • Potenzierung

    Die Potenzierung ist ein von Samuel Hahnemann festgelegtes Herstellungsverfahren der homöopathischen Arzneimittel. Die Regeln der Herstellung und Potenzierung homöopathischer Arzneien sind im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) festgelegt.

    D = Dezimale Potenz: Arznei und Trägerstoff werden in einem Verhältnis 1:10 potenziert. Beispiel: 1 Teil Arzneigrundstoff und 9 Teile Trägersubstanz werden vermischt = D1. Für die nächste Potenzstufe wird 1 Teil D1 und 9 Teile Trägersubstanz vermischt = D2. C = Centesimale Potenz: Arznei und Trägerstoff werden analog in einem Verhältnis 1:100 potenziert, d.h. 1 Teil Arzneistoff und 99 Teile Trägersubstanz = C 1. Bei LM-(Q)-Potenzen entspricht das Verhältnis von Arznei zu Trägerstoff 1:50.000 (lat: Qinquagintamille = 50.000).

  • Potenzstufen

    Tiefpotenzen: D1 bis D12 bzw.. C1 bis C 6

    Mittelpotenzen: D30 bzw. C15

    Hochpotenzen: D60 bzw. C30.

    D60 bzw. C30.

  • Prophylaxe

    Schüßler-Salze werden besonders gern auch zur Gesundheitspflege und Krankheitsvorbeugung (=Prophylaxe) eingesetzt.

  • Q-Potenz

    (siehe Potenzierung)

  • Repertorien

    Zur Auswertung (Repertorisation) eines Falles werden Repertorien benötigt, die alle bei den Arzneimittelprüfungen produzierten Symptome und Besonderheiten enthalten. Diese umfassenden Nachschlagewerke dienen dem Auffinden des individuellen Heilmittels.

  • Repertorisation

    Die Suche des geeigneten Mittels, wobei das Gesamtbeschwerdebild mit den jeweiligen Arzneimittelbildern und Leitsymptomen verglichen wird (siehe Arzneimittelwahl). Das Einzelmittel mit der größten Übereinstimmung wird angewendet.

  • Salze

    Salze sind Mineralstoffverbindungen.

  • Simile-Prinzip

    Wenn die Charakteristik einer homöopathischen Arznei (Arzneimittelbild) dem Gesamtbild des Patienten entspricht.

  • Similia similibus curentur

    Hahnemanns Lehrsatz, Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden. Gemeint ist die Verordnung eines Mittels mit möglichst hoher Ähnlichkeit zwischen Arzneimittelbild und Gesamtbild des Patienten.

  • Tabletten

    Die Tablettenform erleichtert die Dosierung. Um eine Tablette formen zu können, müssen zusätzlich zur vorhandenen Trituration (Verreibung der Mineralstoffe mit Milchzucker) Hilfsstoffe genutzt werden. Die Firma Pflüger verwendet Kartoffelstärke und Calciumbehenat. Als Alternative zu den Tabletten können Schüßler-Salze in Pulverform oder als Tropfen (auf alkoholischer Basis) bezogen werden.

  • Trägersubstanz

    Sie dient als Arzneiträger  für das homöopathische Arzneimittel. In der Homöopathie werden üblicherweise  Milchzucker oder eine Alkohol- Wasser- Mischung als Trägersubstanz verwendet.

  • Tritruation

    (siehe Arzneiformen)

  • Urtinktur

    Als  Urtinktur oder Urverreibung wird in der Homöopathie  der  mit  Alkohol/ Wasser oder Milchzucker vermischte, aber noch nicht potenzierte Arzneistoff bezeichnet. Diese Ausgangsmischung wird zur weiteren Potenzierung verwendet. Die Herstellung der Urtinkturen oder Urverreibungen ist im HAB (Homöopathischen Arzneibuch) vorgeschrieben.

  • Wertigkeit

    Maß für die Verwandtschaft (Affinität, Resonanz) eines homöopathischen Arzneimittels mit einem Krankheitssymptom. Dreiwertige Mittel haben einen hohen Bezug, zweiwertige einen mittleren und einwertige einen untergeordneten Bezug zur jeweiligen Symptomatik.

  • Wiederholungsgabe

    In der klassischen Einzelmittelhomöopathie wird die Gabe des passenden Mittels dann wiederholt, wenn nach eingetretener Besserung die Symptome wieder aufleben.

  • Zelle

    Die Zelle ist die kleinste Einheit des menschlichen Körpers. Die Theorie der Biochemie nach Schüßler basiert auf der Unterstützung der Zellfunktionen. Im englischsprachigen Raum werden Schüßler-Salze daher auch Cell Salts (=Zellsalze) genannt.