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Ford Ironman World Championship Hawaii 13.10.2007 - Katja Konschak, Apothekerin

Das war ein harter Tag. Am Ende war ich nur noch glücklich, die Ziellinie zu erreichen und dass die Sonne endlich nicht mehr so intensiv schien. Aber der Reihe nach:
Nachdem ich am Freitag Morgen doch sehr nervös war, legte sich das ein wenig, so dass ich sogar sehr gut geschlafen habe. Um 3.45 Uhr war aufstehen angesagt, ein wenig frühstücken und dann ging es zum Bodymarking. Mit der Startnummer frisch auf die Arme gestempelt ging es noch mal zum Rad, um die Verpflegung anzubringen und noch mal Luft aufzupumpen. Dann hieß es noch Sonnencreme aufzutragen und den Schwimmanzug noch über die Wettkampfkleidung hinüber zu ziehen. 6:45 h ging es dann endlich los. Wir Profis starteten 15 min vor dem Rest des Feldes. Es waren zwar „nur“ 150 Athleten (ca. 1700 bei den Amateuren), aber ich habe trotzdem mehr Wasser denn je geschluckt. Es zählt jede Sekunde und da gibt niemand seinen Platz freiwillig her und wenn sich eine Lücke auftut ist sie hart umkämpft. Das ging die erste Hälfte des Schwimmens so. Danach wurde es ruhiger, da der Mann vor mir hatte reißen lassen. Wenn erst mal ein Loch entstanden ist, ist es so gut wie unmöglich es wieder zu schließen. Ich verließ auf Platz 6 der Frauen das Wasser, in ungefähr der Position, wie ich das vorher auch erwartet hatte. Auf dem Rad habe ich es erst einmal etwas ruhiger angehen lassen und bin mein eigenes Tempo gefahren. Ich bin dann auch von recht vielen Frauen überholt worden, aber das hatte ich auch so erwartet. Auf dem Weg hinauf nach Hawi war es dann auch etwas windig und ich hatte leichte energetische Probleme, so dass ich mich schon auf den Wendepunkt gefreut habe, um dort meine Eigenverpflegung zu bekommen. Leider waren zu dem Zeitpunkt gerade sehr viele Athleten an der Stelle, die ihre Eigenverpflegung haben wollten. Ich habe extra kurz angehalten. Da es mir aber zu lange gedauert hat, bin ich dann doch ohne weitergefahren und habe mich weiter von Riegeln ernährt. Zurück in Kawaihae ging es mir richtig gut und ich wurde nicht mehr so viel überholt. Die 2 Frauen die mich kurz vorher überholt hatten, konnten mir nicht mehr wegfahren und ich habe sogar ein paar Männer zurücküberholt. Frohen Mutes und mit persönlicher Radbestzeit bin ich dann auf die Laufstrecke. Schon auf dem Rad hat die Sonne auf der Haut gebrannt, aber da hat der Fahrtwind noch gekühlt. Jetzt beim Laufen fehlte dieser Fahrtwind und mein Körper fing an zu überhitzen. Nach 6 km musste ich das erste Mal an einer Verpflegungsstation anhalten, um Eis aufzunehmen und meinen Körper zu kühlen. Leider reichte die Kühlung nicht soweit aus, dass ich mich noch mal erholt habe, sondern ich musste immer noch längere Gehpausen einlegen. Die körperliche Erschöpfung nahm immer stärker zu und mein Magen weigerte sich zu verdauen. 4 km vor dem Ziel musste ich mich dann 5 Minuten an den Rand setzen, weil selbst Gehen zu anstrengend war. In diesen 5 Minuten hat dann mein Magen wieder etwas verdaut, so dass ich von dort bis ins Ziel laufen konnte. Der Einlauf auf dem Alii Drive war wieder traumhaft, auch wenn sich nicht alle Wünsche erfüllt haben. Platz 54 gesamt, Platz 36 bei den Profis, es war sicherlich mehr drin. Aber ich habe viel gelernt und Erfahrungen gesammelt und werde versuchen, wiederzukommen und mein Ergebnis zu verbessern.

 


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