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Gütersloh. Die Fußballerin Stephanie Goddard vom FC Gütersloh, der Gütersloher Triathlet Ingmar Lundström, der Nachwuchs-Ringer Dirk Stockmeyer vom KSV Gütersloh und die Frauenmannschaft der DLRG Rheda-Wiedenbrück sind die „Sportler des Jahres 2006“. Gemäß dem Votum von 3.222 Teilnehmern an der zum 6. Mal von der Neuen Westfälischen durchgeführten Wahl erhielten die Sieger gestern Abend im Rahmen eines stilvollen Empfangs im Gütersloher Parkhotel ihre schmucken Trophäen.
Stephan Brams, Leiter der NW-Lokalredaktion Gütersloh, begrüßte die erfolgreichsten Sportler des Kreises in einem passenden Ambiente. Der neue Trainingsraum im obersten Stockwerk des Parkhotels, ausgestattet mit einem Blick über die Dächer der Stadt, lieferte viele Anregungen für Gespräche über die große und kleine Welt des Sports. Bis auf die Squasherin Simone Korell waren alle 16 Kandidatinnen und Kandidaten in Begleitung von Eltern, Ehepartnern, Freunden oder Trainern
gekommen.
Sie staunten nicht schlecht, als NW-Sportredakteur Wolfgang Temme das Geheimnis um das Wahlergebnis lüftete. Mit der Rekordzahl von 1.676 Stimmen setzte sich Dirk Stockmeyer in der Kategorie Nachwuchs vor Stabhochspringer Phil Wittenbrink durch. Der 14-Jährige hatte 2006 bei der A-Jugend-DM im Freistilringen die Bronzemedaille gewonnen, strahlte gestern aber mindestens genauso, als er die massive Glasskulptur aus den Händen von NW-Fotograf Henrik Martinschledde entgegennahm.
In den anderen Kategorien endete die Abstimmung mit selten knappen Ergebnissen. Ganze 28 Stimmen Vorsprung hatten die bei der Deutschen Meisterschaft siegreichen Rettungsschwimmerinnen
der DLRG Rheda-Wiedenbrück in der Kategorie „Mannschaft“ vor den in die Regionalliga aufgestiegenen Handballerinnen des TV Verl. NW Sportredakteur Uwe Kramme gratulierte beiden zu dem tollen Erfolg.
Bei den Frauen lief U 19-Nationalspielerin Stephanie Goddard (847 Stimmen) der westdeutschen Halbmarathonmeisterin Gisela Steinbeck (807) quasi erst auf der Zielgeraden davon. Stephan Brams musste bei der Preisübergabe aber niemanden trösten – im Gegenteil: Alle Kandidatinnen erfreuten sich bei den Wählern großer Beliebtheit.
Carsten Schlepphorst hatte im Vorjahr die Auszeichnung als „Sportler des Jahres 2005“ nicht persönlich entgegennehmen können, weil er gleichzeitig bei der WM in Australien an der Nominierung für 2006 arbeitete. Die Titelverteidigung blieb dem DLRG-Weltmeister knapp verwehrt, denn Ingmar Lundström, der den Ironman Hawaii als 151. der Gesamtwertung in neuer Kreisrekordzeit bewältigte,
stand noch etwas höher im Kurs.
Hoch im Kurs stand bei den Athleten am gestrigen Abend der Austausch über die schönen Seiten des eigenen Sports und der Respekt für die Leistung der anderen. Ausnahmsweise stellten sie ihren ausgeprägten sportlichen Ehrgeiz für einen Moment zurück: Die neuen Geräte im Trainingsraum des Parkhotels mussten keiner Belastungsprobe standhalten.
Quelle: NW, NR. 35, SAMSTAG/SONNTAG, 10./11. FEBRUAR 2007
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