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Borgholzhausen (WB). Während bei den Frauen Ilona Pfeiffer (LC Solbad) ihren Vorjahressieg wiederholte, waren die 11,4 km bei den Männern das Rennen zweier
eindrucksvoller Comebacks. Ingmar Lundström wird den 1. März in Verbindung mit dem Namen Emma ausschließlich in positiver Erinnerung behalten: Denn am Tag des gleichnamigen Sturmtiefs feierte er seinen ersten Sieg nach monatelangen Verletzungsproblemen. Und im Ziel konnte der Isselhorster sein siebenmonatiges Töchterchen in die Arme schließen. Der Name? Na klar: Emma... »Wenn man sieben Monate nicht richtig trainieren konnte, dann ist das schon ein gutes Gefühl«, freute sich der Ex-Solbader, der jetzt für DJK Gütersloh startet. Nach einer hartnäckigen Knieverletzung ist er seit Dezember wieder regelmäßig in Laufschuhen unterwegs. Die Wettkampfsaison 2008 soll in erster Linie dem Triathlon gehören.
Lundström hat sich mit dem NRW-Ligateam des TSVE Bielefeld einiges vorgenommen. Läuferisch setzt er sich keine konkreten Ziele, auch wenn ihm der Sieg auf seiner Spezialstrecke sichtlich Spaß bereitet hat: »Am Ende der langen Steigung an Ulrich Petri dran zu bleiben, das war ein richtiger Gewaltakt. Berg runter konnte ich ihn dann etwas abhängen, das lief besser als erwartet.« Voll motiviert ist auch wieder Markus Würfel vom LC Solbad.
Abgesehen von einem kurzen Intermezzo 2006 hatte der mittlerweile 38-Jährige einige Jahre lang keine Wettkämpfe bestritten - und lief bei seinem ersten Rennen am Samstag auf Anhieb schon wieder auf den siebten Rang. »Ich bin seit Dezember fünfmal die Woche im Training und merke: Ich habe richtig Lust aufs Laufen, die Motivation ist da«, sagt der Hermannslauf-Vierte von 2001. Rank und schlank wie in den besten Tagen, hat Würfel ehrgeizige Ziele: »Bisher habe ich nur Grundlagentraining gemacht. Mit entsprechenden Tempoeinheiten sind 5000-m-Zeiten um oder unter 16 Minuten schon in dieser Saison ein realistisches Thema.« Interessant, wie sich Würfel in den wettkampflosen Jahren fit gehalten hat: »Mit Fahrradtouren über bis zu drei Wochen. Ich bin nach Oslo gestrampelt, habe Monaco gesehen und am Strand im Zelt übernachtet. Lediglich die Rom-Reise ist gescheitert: Da hat der Drahtesel seinen Geist aufgegeben und ich bin nur bis Livorno gekommen.« Jetzt vertraut er wieder seiner Schnelligkeit per pedes und könnte schon bald mit den Strothmann-Brüdern ein superstarkes M35-Trio bilden. Unterdessen war Ilona Pfeiffer trotz ihres Sieges nicht ganz
glücklich: »Einige Männer, die sonst hinter mir ankommen, waren so schnell weg. Ich musste mir erstmal das passende Männerkreuz suchen, um etwas Windschutz zu bekommen.«
Quelle: Westfalen-Blatt, März 2008
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