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Sieger nimmt seine Emma mit ins Ziel

Lundström und ein Verfolger7. Parklauf: Lundström konnte sich Zeit lassen – aber nicht vor dem Start

Gütersloh (cas). 50 Meter vor dem Ziel schnappte sich Ingmar Lundström seine kleine Emma und absolvierte mit dem Töchterchen auf dem Arm ganz gemütlich die letzten Meter beim 7. Parklauf auf dem Gelände der LWL-Klinik.
Der Sieger durfte sich aufgrund seines großen Vorsprungs – nur 17 Sekunden von seinem Streckenrekord entfernt – auch Zeit lassen. Aber nicht vorher: Erst um 18.30 Uhr kam der Active-Geschäftsführer aus seinem Laden, weil er noch Kunden bedienen musste. Im Laufschritt eilte der 37-Jährige zur Klinik. »Das war sozusagen mein Aufwärmen«, sagte Lundström später lächelnd.
Ehefrau Katrin wartete schon ungeduldig mit der Startnummer auf ihn, die sich ihr Ingmar erst fünf Minuten vor dem Start an seinem Dress befestigen konnte. »Er hätte auch ohne Nummer bei uns mitmachen dürfen«, hätte sich Organisator Jochen Schröder im Ernstfall großzügig gezeigt.
Schon nach zweieinhalb Runden konnte Lundström seinen 15 Jahre jüngeren Verfolger Steven Jungeilges aus Burg Gretesch abschütteln. »Ich kannte den gar nicht«, ließ der Isselhorster nach einem kurzen Zwischenspurt den jungen Jäger schnell hinter sich und baute dann seinen Vorsprung aus, um auf Nummer sicher zu gehen. »Das ist wie im Fußball: Man muss mit 2:0 in Führung gehen, um den Gegner nicht unnötig stark zu machen«, erläuterte Ingmar seine Erfolgstaktik. Sein Verfolger wurde noch von Hendrik Koriath überholt, ein Triathlon-Vereinskamerad von Lundström. Beide stehen mit dem TSVE Bielefeld vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga. Unter Schmerzen erreichte die schnellste Parklauf-Lady das Ziel: Melanie Genrich (DJK Gütersloh), die hier schon zum vierten Mal gewann, musste sogar eine kleine Gehpause einlegen. Es war ihr erster Wettbewerb seit März diesen Jahres. »Erst der Rücken und jetzt der linke Fuß – der Schmerz wandert durch meinen ganzen Körper. Ich bin froh, dass ich heute überhaupt angekommen bin«, überlegt nun Melanie, eine noch längere Pause einzulegen.
Keine Verschnaufpause gibt es für den Fünftplatzierten Frank Schüttforth, der nach einem Spanienurlaub am Freitag seine Führung im GT-Laufcup ausbaute. Dank des integrierten Cups verdoppelte sich die Teilnehmerzahl (214 plus 32 Walker) beim 7. Parklauf. Jochen Schröder inspizierte während des Rennen genau die Nadelöhr-Stellen der Strecke und stellte danach zufrieden fest: »Es gab keine Engpässe, wir könnten sogar noch weitere hundert Teilnehmer verkraften.«
Die schnellsten Park-Läufer Männer: 1. Ingmar Lundström (DJK Gütersloh) 27:08 Minuten, 2. Hendrik Koriath (TSV 1890 Bielefeld) 27:48, 3. Steven Jungeilges (TSG Burg Gretesch) 27:56, 4. Raoul Kempmann (TSVE Bielefeld) 29:04, 5. Frank Schüttfoth (DJK Avenwedde) 29:27, 6. Gregor Glomm (TSG Rheda) 29:29, 7. Kay Leuteritz (LC Solbad) 29:39, ... 11. Andreas Richter (Heroal Team Verl) 30:24, 12. Frank Zander (DJK) 30:41.
Frauen: 1. Melanie Genrich (DJK Gütersloh) 32:19, 2. Stefanie Vergin (Post SV Gütersloh) 33:40, 3. Annegret Berwinkel (DJK Gütersloh) 34:55, 4. Birgit Brickenkamp (Body line) 34:55.

Quelle: Westfalen-Blatt Nr. 188, 15. / 16. August 2009

 


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