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Gütersloh. Die Fußballerin Lisa Scholz vom FC Gütersloh, der Triathlet Christoph Rahmann von TriSpeed Marienfeld, der Wiedenbrücker Leichtathlet Marius Heitjohann von der LG Emsaue 04 und die Ringermannschaft des KSV Gütersloh sind die „Sportler des Jahres 2008“. Gemäß dem Rekordvotum von 3.517 Teilnehmern an der zum achten Mal von der Neuen Westfälischen durchgeführten Wahl erhielten die Sieger gestern Abend im Gütersloher Parkhotel ihre schmucken Trophäen.
Stefan Brams, Leiter der NW Lokalredaktion Gütersloh, begrüßte die erfolgreichsten Sportler des Kreises in einem passenden Ambiente – dem im obersten Stockwerk des Hotels gelegenen Trainingsraum des Hotels. Zwischen prickelnden Getränken und kulinarischen Häppchen erinnerten Bilder von Fotograf Henrik Martinschledde die Kandidaten sowie ihre Familien, Freunde und Trainer an Momente aus dem Sportjahr 2008 und die Foto-Shootings zur Sportlerwahl. Im Vorjahr hatte Martinschledde mit dem Sportlerwahl- Bild der Läuferin Claudia Meyer einen bundesweiten Fotowettbewerb gewonnen.
Deren Nachfolgerin Lisa Scholz war in der Heiligabend-Ausgabe mit Leuchtsternen auf dem Gütersloher Weihnachtsmarkt präsentiert worden. Nun strahlte die 20-Jährige noch einmal, als ihr NW-Geschäftsstellenleiterin Elke Ohlendorf den gewichtigen Siegerpreis überreichte, eine Glasskulptur auf Marmorsockel. „Damit hätte ich echt nicht gerechnet“, bedankte sich die mit ihrer Mutter Christa gekommene Kapitän in des nur hauchdünn am Bundesliga-Aufstieg vorbei geschrammten Zweitligateams.
Um die Krönung seiner Top-Leistung mitfeiern zu können, musste Triathlet Christoph Rahmann Wettkampfqualitäten auch in einer vierten Disziplin beweisen–dem Autofahren. Gerade noch rechtzeitig traf der aus seinem Wohn- und Arbeitsort München angereiste Greffener mit seiner Freundin Bettina Spaunhorst im Parkhotel ein. Mit gut sechs Stunden blieb der 31-Jährige deutlich unter seiner Zeit vom Ironman-Triathlon in Klagenfurt, wo er mit 9:10:24 Stunden zum zweitschnellsten heimischen „Eisenmann“ aller Zeiten avancierte. Besonders staunte Rahmann darüber, dass er mit 1.488 Stimmendenhöchsten Wahlsieg davontrug. Philipp Meßling, mit Ehefrau Ella und zwei Krücken erschienen, half aber auch Platz zwei (1.035) im mentalen Wiederaufbauprogramm nach dem vor zwei Wochen operierten Kreuzbandriss.
Am knappsten ging es in der Kategorie „Nachwuchs“ zu – ein Gefühl, das Marius Heitjohann kennt. Der 19-Jährige ist es als Zehnkämpfer gewohnt, um jeden Punkt zu fighten. Bei den deutschen Jugend-Meisterschaften in Hannover steigerte er den Kreisrekord auf glänzende 7.035 Punkte und belegte damit Rang vier. NW-Mitarbeiter Carsten Biermann überreichte den Preis an den „König der Athleten“, der 967 Stimmen erhielt und damit sein Abschneiden von 2006, als er Vierter war, fast verdreifachte. Emsaue-Trainerin Inge Blanke freute sich ebenso mit wie Heitjohanns Vereinskollegen Marvin Linnemannstöns und Hans Penner.
Am lautesten jubelten die von NW-Redakteur Uwe Kramme ausgezeichneten Ringer über ihren Abstimmungserfolg. Der „Punktsieg“ gegenüber den Oberliga-Volleyballern des Gütersloher TV bedeutete die Krönung ihres Verbandsliga-Aufstiegs. Ihre Stärke demonstrierten die Ringer auch im gemütlichen Ausklang der von NW Redakteur Wolfgang Temme moderierten „Zeremonie“: Patrick Maiwald hievte Lisa Scholz spielend leicht in die Luft. Ein Höhenflug, den die FCG-Fußballerin im Jahr 2009 gerne auch auf dem Platz erleben würde.
Quelle: NW, NR. 20, SAMSTAG/SONNTAG, 24./25. JANUAR 2009
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