Arzneimittel Herstellung
Von der Pflanze zur Urtinktur

Sehr viele homöopathische Urtinkturen dienen als Ausgangsmaterial für Verdünnungen und Verreibungen und werden aus frisch geernteten Pflanzen bzw. Pflanzenteilen hergestellt. In unserer Urtinkturenherstellung werden ausschließlich Pflanzen verarbeitet, die aus kontrolliert ökologischem Anbau und von langjährigen, geprüften Lieferanten stammen. Hier legen wir großen Wert auf einen engen Kontakt zu unseren Lieferanten, die regelmäßig von uns vor Ort inspiziert werden. Zusätzlich wird jede Lieferung Frischpflanzen auf Rückstände von Pestiziden, Insektiziden, Schwermetallen (Blei, Cadmium, Quecksilber) und Aflatoxinen (hochgiftige Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen) geprüft.
Die Frischpflanzen werden zur Herstellung einer Urtinktur zerkleinert, mit Alkohol versetzt und mindestens 10 Tage stehen gelassen. Um die Ansätze zu durchmischen, werden die ganzen Fässer in einen Fasswender eingespannt und täglich mindestens 10 Mal gedreht. Nach der vorgeschriebenen Standzeit werden die Ansätze mit einer Urtinkturenpresse abgepresst. Die so entstandene Urtinktur wird nach den Vorgaben des Homöopathischen Arzneibuchs (HAB) hergestellt, dann geprüft und wird später zur Herstellung unserer Präparate herangezogen.
Herstellmethoden Hahnemanns kombiniert mit moderner Technik

All unsere Präparate werden streng homöopathisch nach den Vorschriften des HAB (Homöopathisches Arzneibuch), in denen sich die traditionellen Vorgaben wiederfinden, hergestellt. Der Buchstabe D bedeutet das stufenweise Potenzieren in Zehnerschritten (1 Teil Ausgangsstoff + 9 Teile Arzneiträger). Neben der manuellen Verarbeitung werden dafür im Hause Pflüger ebenso moderne Techniken und Anlagen genutzt. Bei festen Arzneiformen (Verreibungen, Tabletten, Pulver) kommen Verreibungsmühlen und große Mischer zum Einsatz. Bei flüssigen Arzneiformen, z.B. Tropfen, werden große Mengen mit Hilfe einer speziellen Schüttelmaschine potenziert, um so einen stabilen Prozess gewährleisten zu können. Um der großen Nachfrage an biochemischen Mitteln nach Dr. med. Schüßler nachzukommen, stehen 4 rechnergesteuerte Hochleistungstablettenpressen zur Verfügung, die zusammen eine Kapazität von 600.000 Tabletten pro Stunde aufweisen. Damit können wir insgesamt ca. 400.000 kg Tabletten pro Jahr herstellen.
Ab in die Flasche!

Die so hergestellten Präparate werden nach Prüfung durch die Qualitätskontrolle in Flaschen oder Dosen abgefüllt. Dies erfolgt je nach Arzneiform mit unterschiedlichen Maschinen. Unsere Flüssigkeiten werden volumetrisch abgefüllt, also bezogen auf das Volumen der jeweiligen Flasche. Die Tabletten werden entweder mit Zählstäben gezählt oder in Bezug auf das geforderte Gewicht abgefüllt. Alle Anlagen sind so eingestellt, dass ein wenig mehr in die Behältnisse eingefüllt wird, um die sogenannte Nennfüllmenge (Inhalt x Stück oder x ml Tropfen) zu gewährleisten.
Bei der Abfüllung und Verpackung der Präparate werden begleitende Kontrollen durchgeführt, die sicherstellen, dass alle Präparate in einer tadellosen Qualität beim Patienten ankommen.
Und wer prüft?!

Unser Labor! Die Damen aus der Qualitätskontrolle überwachen, wie oben beschrieben, jeden Herstellungsschritt, von der Pflanze bis zum Fertigarzneimittel. Natürlich werden auch die Materialien, die mit dem Produkt in Berührung kommen, wie z.B. die Flasche, Tropfeinsatz, Verschluss, Dose, Deckel etc. geprüft, so dass für die Abfüllung unserer Arzneimittel nur einwandfreie Ware verwendet wird. In der Qualitätskontrolle werden zahlreiche moderne Analysenmethoden verwendet, die sicherstellen, dass die Qualität immer nach den neuesten Standards untersucht wird. Begleitende Stabilitäts- und mikrobiologische Untersuchungen stellen sicher, dass die Qualität der Produkte über die gesamte Haltbarkeitsdauer einwandfrei bleibt.


