Potenzierung in der Homöopathie

Samuel Hahnemann hat für die Herstellung homöopathischer Heilmittel genaueste Vorschriften erlassen mit dem Ziel, den Grundsubstanzen die nötige „Kraft“ zu geben. Das hierfür nötige Verfahren bezeichnet man als „Potenzierung“. Die Potenzierung ist das dritte große Prinzip der Homöopathie.

Was hat es mit „Potenz“ und „Urtinktur“ auf sich?

Die eingesetzten Arzneistoffe werden traditionell in lateinischer Sprache bezeichnet. Auf den Namen folgt einer der Buchstaben „D“, „C“, oder „LM“ und eine Ziffer. Gelegentlich taucht auch das Zeichen Ø oder alternativ der Begriff „Urtinktur“ auf. Beispiel: Gelsemium sempervirens D 12 oder Passiflora incarnata Ø. Diese etwas komplizierte Bezeichnungsweise gibt die sogenannte „Potenz“ des verwendeten Stoffes an. Auch der Begriff „Potenz“ kommt aus der lateinischen Sprache und kann mit „Kraft“ oder „Stärke“ übersetzt werden. Es gibt an, auf welche Weise der verwendete Wirkstoff verarbeitet worden ist.

Die Potenzierung funktioniert wie folgt: Der Extrakt einer Arzneipflanze wird nach einer im homöopathischen Arzneibuch (HAB) dargelegten Vorschrift hergestellt und erhält den Namen „Urtinktur“ mit dem schon genannten Kürzel „Ø“. Die Urtinktur wird nun mit einer Alkohol-Wasser-Mischung versetzt, gemischt und sorgfältig geschüttelt. Man erhält die erste homöopathische Potenzstufe, die je nach Mischungsverhältnis Urtinktur/Alkohol-Wasser-Mischung bezeichnet wird.

Mischungsverhältnis Urtinktur/Alkohol- Wasser-Mischung

1 : 10 D 1 
Bezeichnung der ersten Potenzstufe: D- Potenz (D = Dezimal)

1 : 100 C 1
Bezeichnung der ersten Potenzstufe: C-Potenz (C = Centesimal)

1 : 50.000 LM 1 oder Q 1
Bezeichnung der ersten Potenzstufe: LM- oder Q-Potenzen (Quinquagintamillesimal)

Zur nächsten Potenzstufe gelangt man, wenn die hergestellte erste Potenz wieder im selben Verhältnis mit einer Alkohol-Wasser-Mischung versetzt und geschüttelt wird. Je nach Mischungsverhältnis entsteht die D 2, C 2 oder LM 2. Dieser Vorgang, die Potenzierung, wird solange fortgesetzt bis die gewünschte Potenz erhalten wird.

Bei den nicht flüssigen Darreichungsformen wird die Ausgangssubstanz statt durch Mischen und Schütteln eines Alkohol-Wasser-Gemisches mit Milchzucker verrieben. Die materielle Substanz nimmt dabei ab, die für die Heilwirkung verantwortlichen, verborgenen dynamischen Kräfte werden durch die Potenzierung gesteigert. Es findet eine „Verdünnung unter Zufuhr von Energie statt“. Die Vergleiche zwischen einer „einfachen“ Verdünnung eines Arzneistoffes und der Potenzierungstechnik nach Hahnemann zeigt in der Anwendung am Kranken beträchtliche Unterschiede zugunsten der potenzierten Arzneimittel.

Pflüger stellt seine Urtinkturen seit der Gründung des Unternehmens selbst her und sorgt damit für höchste Qualität.

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