Acidum phosphoricum

Mercurius solubilis Hahnemanni

Mercurius ist der römische Gott des Handels und der Kaufleute aber auch der Diebe und des Gewinns und wird dem griechischen Gott Hermes gleichgesetzt. Außerdem ist Mercurius, oder eingedeutscht Merkur, der Namensgeber für den innersten Planeten unseres Sonnensystems. Der dritte Wochentag Mittwoch wurde in vielen Sprachen nach Merkur mit Mercurii dies benannt. In einigen romanischen Sprachen ist dies bis heute erhalten, z.B. ital.: mercoledi oder  französisch mercredi.   

In der Geschichte der Medizin wurde Quecksilber seit der Antike verwendet, besonders im Mittelalter zur Behandlung von Krankheiten wie Syphilis. Es hieß: „Eine Nacht mit Venus – ein Leben mit Merkur“. Mercurius war damals ebenfalls Teil von zahlreichen Behandlungsmethoden, darunter Salben, Bäder und sogar Vaginalzäpfchen zur Empfängnisverhütung. Nicht selten kosteten die Quecksilberkuren zahlreichen Menschen das Leben. Bis heute wird Amalgam als Zahnfüllung verwendet. Diese Silberamalgame bestehen zu 50 % aus Quecksilber und zu 50 % aus einer sogenannten Feilmischung. Ab 2025 sind Amalgam-Füllungen beim Zahnarzt verboten, so will es die EU. Aktuell ist Amalgam der einzige Füllstoff, bei dem keine Zuzahlung vom Patienten fällig wird. 

Quecksilber, auch als Mercurius bekannt, ist ein giftiges Schwermetall und ein chemisches Element mit der Abkürzung Hg und der Ordnungszahl 80. Es handelt es sich um ein silbriges Metall, das unter Normalbedingungen flüssig ist und deshalb gelegentlich als „flüssiges Silber“ bezeichnet wird. Obwohl metallisches Quecksilber an sich relativ ungefährlich ist, sind sowohl eingeatmete Dämpfe als auch organische Quecksilberverbindungen äußerst toxisch. Organische Quecksilberverbindungen können leicht über die Haut aufgenommen werden und im Fettgewebe gespeichert werden. Meeresfische enthalten Quecksilber, weil sie Quecksilber aus ihrer Umgebung aufnehmen. Das Quecksilber gelangt durch industrielle und natürliche Quellen ins Meer. Mikroorganismen wandeln es in eine organische Form um, die sich in der Nahrungskette anreichert und schließlich von Fischen aufgenommen wird. Neben den Meeresfischen ist Quecksilber aus Zahnfüllungen und Unfällen mit quecksilberhaltigen Thermometern und Energiesparlampen eine Hauptquelle für die Quecksilberbelastung beim Menschen. Mercurius wird trotz seiner Toxizität in der Homöopathie verwendet wird. Dies mag zunächst paradox erscheinen, aber die Homöopathie nutzt Giftstoffe in stark verdünnter Form, um den Körper zu stimulieren und seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

Steckbrief

Name:
Mercurius solubilis Hahnemanni,  Mercurius vivus, Mercurius, Hydrargyrum

Deutscher Name:
Schwarzes Quecksilberoxyd und elementares Quecksilber

Vorkommen:
Mercurius solubilis Hahnemanni wurde von Samuel Hahnemann, dem Begründer der Homöopathie, selbst entwickelt, da er ein lösliches Quecksilber Präparat herstellen wollte.

Sein Ausgangsstoff besteht aus einer giftigen Mischung von Quecksilber, Salpetersäure und Quecksilbernitrat. Es wird jedoch in extrem verdünnter (potenzierter) Form verwendet, wodurch das homöopathische Mittel nicht gefährlich ist sondern sanft heilt.

Anwendung aus der Erfahrungsmedizin:

  • Fast alle Organe und Gewebe des Körpers werden von dieser Arznei beeinflusst.
  • Schleimhautentzündungen der Atemwege, der Harn- und Geschlechtsorgane, des Magen-Darm-Kanals,
  • Mandel-Lymphdrüsen-, Leber- und Nierenentzündungen ,
  • Entzündungen anderer drüsiger Organe,
  • Hauterkrankungen,
  • Knochenschmerzen und Rheumatismus,
  • entkräftenden Krankheiten,
  • Gehirngefäßverkalkung

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