Therapievorbereitung


 Therapievorbereitung: Ausleitung und Entgiftung

Schon die Antike wusste um die Bedeutung der Körpersäfte, der “humores”, für die Gesundheit des Menschen. Die moderne Medizin spricht vom freien Fluss im Zwischenzellraum, der den Körper zur Selbstregulation befähigt. Die Gewebsflüssigkeiten des Extrazellularraums sorgen für die Ernährung der Zellen, geben Abfallprodukte an das Lymph- und Blutsystem ab und gewährleisten generell den Informations- und Stoffaustausch. Dieses vegetative System der Grundregulierung wurde von dem österreichischen Mediziner Prof. Dr. Alfred Pischinger erforscht und beschrieben und macht bei Erwachsenen zirka 60 Prozent – bei Kinder sogar 80 Prozent – der Körpermasse aus.

 Ungleichgewicht in der Grundregulation

Wenn zu viele schädliche Substanzen den Organismus belasten oder die körpereigenen Ausscheidungs- und Abwehrmechanismen diese nicht mehr ausreichend neutralisieren können, entsteht ein Ungleichgewicht in der Grundregulation. Neben der körpereigenen Toxinbelastung vor allem durch Säuren, die im Zuge von Stoffwechselprozessen anfallen können, erweisen sich Chemie- und Umweltgifte zunehmend als problematisch. Sie werden etwa über die Nahrung, das Trinkwasser oder die Luft aufgenommen und finden sich in den verschiedensten Lebensbereichen von Reinigungsmitteln und Kosmetika über chemisch behandelte Kleidung und Wohnraumgifte bis hin zu zahnmedizinischen Materialien. Auch falsche Ernährung, zu wenig Bewegung und Dauerstress führen zu Störungen im Milieu des extrazellulären Raums, insbesondere auch auf Grund einer zunehmenden ph-Wert-Verschiebung in den sauren Bereich.

Ausleitungs- und Entgiftungsmethoden

Um den Körper aus dieser Regulationsstarre herauszuführen, damit anschließende Therapien wieder besser greifen können, stehen in der Homöopathie effiziente Ausleitungs- und Entgiftungsmethoden zur Verfügung. Sie sind inzwischen zur Vorbereitung einer homöopathischen Behandlung oftmals unverzichtbar geworden und können selbst schwerwiegende, immer wieder aufflackernde Krankheitsbilder einer Behandlung wieder zugänglich machen. In der Praxis haben sich seit Jahrzehnten folgende zwei Verfahren bewährt:

Die Entsäuerung / Entgiftung mit Hilfe rechtsdrehender Milchsäure

Die positiven Wirkungen einer Milchsäuretherapie auf die Grundregulation sind in der Homöopathie seit langem bekannt. Durch die Einnahme von potenzierter rechtsdrehender Milchsäure (Acidum L(+)-lacticum können Säureüberschüsse im Gewebe abgebaut und dadurch die Fähigkeit des Organismus verbessert werden, auf innere und äußere Reize adäquat zu reagieren. Die Regulationsstarre im Zwischenzellraum sinkt – ein wichtiger Schritt, damit Heilprozesse in Gang kommen können. Die homöopathische Behandlung erfolgt in Form von Tabletten, Tropfen, Injektionen oder Infusionen.

Wann ist eine Ausleitung oder Entsäuerung sinnvoll?

Ausleitung und Entgiftung entlasten den Organismus nachhaltig und stellen außerdem die effektivste Form der Prävention dar, da die Reaktionslage im  Zwischenzellmilieu über Gesundheit oder Krankheit maßgeblich mitentscheidet. Eine Ausleitungs- / Entgiftungsbehandlung empfiehlt sich zur Therapievorbereitung bei Allergien, Hauterkrankungen, sämtlichen chronischen Erkrankungen, nach Einnahme belastender Arzneimittel, bei Schwermetallbelastung sowie vorbeugend als ein- bis zweimalige Kur pro Jahr. Ihr Therapeut oder Arzt hilft Ihnen gerne weiter, wenn Sie weitere Informationen oder einen Rat zum Thema Ausleitung und Entgiftung benötigen.