Der Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense), auch als Zinnkraut bekannt, ist eine besonders harte und widerstandsfähige Pflanze. Früher nutzten die Menschen seine robusten Stängel, um Zinn zu polieren, daher der gebräuchliche Name „Zinnkraut“. Equisetum arvense wächst bevorzugt auf feuchtem und lehmigem Ackerland, an Ödland sowie an Wiesenrändern. Er ist eine typische Pionierpflanze, die auf gestörten Böden gut gedeiht. Der Name „Schachtelhalm“ leitet sich vom Wort „Schaft“ ab. Die Stängelglieder erinnern an einen Schaft in einer Tülle – eine anschauliche Beschreibung für das auffällige gliederartige Wachstum der Pflanze. Heute könnte man fälschlicherweise annehmen, dass der Name etwas mit „Schachtel“ zu tun hat, doch dies ist nicht korrekt.
Steckbrief
Name
Equisetum arvense
Deutscher Name
Ackerschachtelhalm, Zinnkraut, Katzenwedel, Pferdeschwanz
Vorkommen
Gemäßigte Zonen der nördlichen Erdhalbkugel
Beschreibung
Der zu den Sporengewächsen gehörende Schachtelhalm entwickelt keine Blüten, sondern Sporenähren, die im zeitigen Frühjahr auf bräunlichen separaten Stängeln als erste aus der Erde wachsen. Erst einige Wochen später folgen die verzweigten grünen Pflanzen.
Homöopathische Verwendung
Verwendet werden die frischen, im Spätsommer gesammelten oberirdischen Pflanzenteile mit sterilen Sprossen von Equisetum arvense.
Anwendung aus der Erfahrungsmedizin
Durchspülung bei bakteriellen und entzündlichen Erkrankungen der Nieren und Harnwege und bei Nierengries
Husten
Ausschwemmung von Ödemen
Bestandteil vieler standardisierter Präparate, wie Rheuma-, Husten-, Nieren-, Blasen- und Blutreinigungstees
Wegen des hohen Kieselsäuregehaltes wirkt der Acker-Schachtelhalm in erster Linie stärkend auf das Bindegewebe
Fördert den Stoffwechsel und die Durchblutung und wirkt blutstillend
Außerdem zeigt er immunstimulierende Effekte und stärkt das Verdauungssystem
