Nux vomica

Rinde, Holz, Wurzeln, Blätter und Samen enthalten unter anderem das hochgiftige Alkaloid Strychnin. Der getrocknete Samen ist die wesentliche Arzneidroge, die aus dem Brechnussbaum gewonnen wird und enthält die Nervengifte Strychnin und Brucin sowie Colubrin und das weniger bedeutende Vomicin. Die giftigen Inhaltsstoffe des Brechnusssamenextrakts bewirken eine Lähmung des zentralen Nervensystems. In winzigen Spuren kann sich eine psychotrope Wirkung einstellen, wie z. B. eine verschärfte Wahrnehmung von Sinneseindrücken. Bereits ca. 0,2 g des Brechnusssamenextraktes können zu Zwerchfellkrämpfen, Muskelzuckungen sowie zum Tod durch Atemlähmung führen.

Der Samen von Nux vomica war eines der allerersten Mittel, das vom Begründer der Homöopathie geprüft wurde. Dr. Samuel Hahnemann schrieb, Nux vomica decke „viele Symptome der gewöhnlichsten und häufigsten Krankheiten der Menschen" ab.

Steckbrief

Name:
Nux vomica, Strychni nux vomica

Deutscher Name: 
Brechnusssame, Krähenauge, Brauntaler

Vorkommen:
Südostasien, Australien und Afrika. Am Rande dichter Tieflandwälder und entlang von Wasserläufen; bevorzugt tonige und tonig-sandige Böden

Beschreibung:
Mittelgroßer bis großer Baum mit einer Wuchshöhe von bis zu 25 Metern und schwarz-grauer bis gelblich-grauer Rinde. Die grünlich-weißen Blüten duften unangenehm und die 4–6 cm großen, orangeähnlichen Beerenfrüchte enthalten scheibenförmige, kurz-seidenhaarige Samen. Die Samen enthalten Strychnin, Brucin und Vomicin.

Homöopathische Verwendung:
Getrocknete Samen

Anwendung aus der Erfahrungsmedizin:

  • Appetitlosigkeit
  • Leberentgiftend
  • Verdauungsbeschwerden
  • Muskelschwäche oder -lähmungen
  • Zur Schmerzlinderung
  • Gegen Fieber, zur Förderung der Blutzirkulation
  • Gegen Menstruationsprobleme

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