Pulsatilla pratensis

Wer beim Namen „Küchenschelle" an eine Verwendung in der Küche denkt, ist allerdings auf dem Holzweg. Essbar ist die zu den Hahnenfußgewächsen gehörende Pflanze nicht. Im Gegenteil: Alle Pflanzenteile enthalten das Gift Protoanemonin. Das reizt nicht nur beim Menschen die Schleimhäute, sondern bekommt sogar den weitaus robusteren Weidetieren wie Schaf und Ziege schlecht.

Steckbrief

Name:
Pulsatilla pratensis

Deutscher Name:
Küchenschelle

Vorkommen:
Die Küchenschelle ist von Mittel- und Osteuropa bis nach Sibirien beheimatet. Sie gedeiht auf trockenen, sonnigen Magerwiesen und Abhängen oder in lichten Kiefernwäldern mit sandigen oder kalkhaltigen Böden der Ebene und in Regionen bis 1.000 m ü. M. Auf gedüngten Böden verschwindet sie schlagartig. Alle Pulsatilla-Arten stehen unter Naturschutz.

Beschreibung:
Die Küchenschelle ist eine mehrjährige Pflanze mit einem kräftigen Wurzelstock, aus dem im Frühjahr die 20–40 cm hohen, dicht behaarten Blütenstängel wachsen. Sie tragen drei verwachsene, in schmale Zipfel zerschlissene, behaarte Hochblätter. Der Stängel trägt in der Regel nur eine Blüte mit sechs glockenförmig zusammenneigenden, violetten oder rötlichen Blütenblättern.

Homöopathische Verwendung:
Verwendet werden die ganzen frischen Pflanzen von Pulsatilla pratensis zur Blütezeit.

Anwendung aus der Erfahrungsmedizin:

  • Magen- und Darmstörungen
  • Bindehautentzündungen
  • Hauterkrankungen mit Absonderungen
  • Migräne
  • Nebenhöhlen- und Ohrenentzündungen, besonders bei Kindern

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