Das Bischofskraut (Ammi visnaga) ist ein weißblühender Doldenblütler und besitzt eine große Ähnlichkeit mit anderen Vertretern wie zum Beispiel der Wilden Möhre (Daucus carota) oder der Großen Knorpelmöhre . Die Einjährige ist ursprünglich rund ums Mittelmeer heimisch, hat sich inzwischen aber als Neophyt in vielen Ländern und Regionen etabliert. Sein Name Zahnstocher-Knorpelmöhre beruht auf seiner früheren Verwendung im Orient, als man aus den getrockneten Stielen der Blütenstände Zahnstocher fertigte, die als willkommene Zugabe den würzigen Geschmack der Pflanze besaßen. Im alten Ägypten schätzte man Ammi visnaga als Heilpflanze, heute werden die aus den Samen gewonnenen Wirkstoffe in der Homöopathie eingesetzt.
Steckbrief
Name
Ammi visnaga
Deutscher Name
Zahnstocherammei, Bischofskraut
Alternativ
Khella, Visnaga
Vorkommen
Ammi visnaga ist ursprünglich im Mittelmeerraum, in Nordafrika, im Kaukasusraum und in Westasien verbreitet, aber auch in Spanien, Portugal, Italien, Albanien, Griechenland, die Türkei, Syrien, Zypern, Iran, Irak, Israel, Libanon, Algerien, Libyen, Marokko, Tunesien, Armenien, Aserbaidschan und Georgien.
Ammi visnaga ist beispielsweise in Zentral- sowie Südamerika, auf den Karibischen Inseln, auf dem Indischen Subkontinent, Korea und Ost- sowie Mitteleuropa ein Neophyt.
Beschreibung
Das Bischofskraut ist eine ein- bis zweijährige Pflanze,die bis zu 1m hoch wachsen kann. Die Blüten stehen in schirmförmigen Doppeldolden.
Homöopathische Verwendung
Getrocknete Samen
Anwendung aus der Erfahrungsmedizin
Krampflösende Wirkung
- auf den Harnapparat
- auf die Muskulatur der Bronchien
- auf die Gefäße des Herzens
