Jeder Mensch verliert ca. 70 – 100 Haare pro Tag, das ist ganz normal. Zum Problem wird das erst, wenn der Haarausfall plötzlich deutlich zunimmt oder sogar sichtbar kahle Stellen entstehen. Haarausfall (Alopezie) wird häufig mit Nährstoffmangel in Verbindung gebracht, kann aber auch erblich bedingt sein oder durch hormonelle Veränderungen entstehen. Auch Stress gilt als einer der Auslöser von Haarausfall.

Erblich bedingter Haarausfall: Ursachen & Anzeichen
Erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist die häufigste Form des Haarausfalls. Betroffen sind rund zwei Drittel aller Männer und ein Drittel aller Frauen. Ausgelöst wird die androgenetische Alopezie durch eine Überempfindlichkeit auf DHT, das männliche Geschlechtshormon Dihydrotestosteron. Diese Überempfindlichkeit sorgt dafür, dass sich die Wachstumsphase der Haare immer weiter verkürzt und sie dadurch schneller ausfallen. Dabei folgt der erblich bedingte Haarausfall meist einem festen Muster. Bei Frauen beginnt der Haarausfall meist im Scheitelbereich und setzt sich dann nach hinten oder zu den Seiten fort. Bei Männern entwickeln sich zuerst die so genannten Geheimratsecken. Dann bildet sich eine Stirnglatze, diese kann sich weiter über den Oberkopf ausweiten. Es entsteht eine so genannte Tonsur, also ein Haarkranz.
Diffuser Haarausfall: Symptome & Auslöser
Von diffusem Haarausfall spricht man, wenn das Haar auf dem ganzen Kopf insgesamt dünner wird. Die Haare sind weniger dicht und die Kopfhaut beginnt durchzuschimmern. Häufige Ursachen für diffusen Haarausfall sind Fehler in der Haarpflege (föhnen, färben, stylen), zu viel Stress, hormonelle Veränderungen, Stoffwechselprobleme oder Nährstoffmangel. Auch schwerere Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten können für diffusen Haarausfall verantwortlich sein.
Kreisrunder Haarausfall: Hintergrund & Risikogruppe
Kreisrunder Haarausfall hingegen ist eine entzündliche Erkrankung, die zu kahlen runden Stellen auf dem Kopf führt. Sie tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Gerade Kinder und junge Erwachsene bis ca. 30 Jahre sind betroffen. Die Ursache für diese Erkrankung ist nicht abschließend geklärt. Man geht allerdings davon aus, dass eine Störung des Immunsystems und genetische Veranlagung eine große Rolle spielen.
Alltagstipps bei diffusem Haarausfall: Stress, Pflege & Nährstoffe
Therapien richten sich immer nach den zu behandelnden Ursachen des Haarausfalls, daher sollte der Behandlung eine sichere Diagnose zugrunde liegen. Im Zweifelsfall kann ein erfahrener Arzt (Dermatologe), Therapeut oder Heilpraktiker helfen, die jeweilige Ursache zu identifizieren.
Bei diffusem Haarausfall beispielsweise gibt es viele Tipps, die im Alltag beachtet werden können, um die Heilung zu unterstützen:
- verwenden Sie bei der Haarpflege möglichst nachhaltige und ökologische Produkte ohne chemische Zusatzstoffe
- vermeiden Sie aggressives Färben und Aufhellen
- gleichen Sie einen Mineralstoffmangel durch gesunde Ernährung aus
- besteht der Auslöser eines Nährstoffmangels beispielsweise in einer Diät, sollten Sie diese direkt beenden
- vermeiden Sie Stress: Pausen im Alltag schaffen, auch mal durchatmen, Rituale der Entspannung schaffen
- wird der Haarausfall durch Medikamente ausgelöst, sollten Sie mit Ihrem Arzt besprechen, ob es Alternativen gibt
Im Allgemeinen hält diffuser Haarausfall nach Beseitigung der jeweiligen Ursache noch für ca. 2 – 3 Monate an. So lange brauchen die Haare, um gesund nachzuwachsen.
Mineralstoffe und Haarausfall: Mangel, Aufnahme & Verwertung
Eine unzureichende Aufnahme von Mineralstoffen kann zu Mangelerscheinungen führen. Diese wiederum wirken sich auf unseren gesamten Organismus aus – auch auf das Haarwachstum. Besonders die Aufnahme und Verwertung von Mineral- und Nährstoffen spielen hier eine große Rolle.
Mineralstoffe sind lebensnotwendige anorganische Nährstoffe, die unser Körper nicht selbst produzieren kann. Wir müssen sie daher mit der Nahrung aufnehmen. Aber unsere Ernährung kann, je nach Vorliebe und Geschmack, zu wenig Mineralstoffe enthalten. Besonders industriell hergestellte Produkte sind oft sehr mineralstoffarm. Zudem enthalten sie meist ungesunde Zusätze, zu viel Zucker, Aromen und Geschmacksverstärker.
Auch wenn man auf eine bewusste, ausgewogene und gesunde Ernährung achtet, kann es sein, dass die Zelle die Mineralstoffe nicht aufnehmen und verwerten kann. Dies kann an einem zu stressigen Alltag, zu wenig Bewegung und beruflicher oder privater Überforderung liegen.
Daher kann eine Supplementierung durch Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sein. Achten Sie bei der Wahl eines geeigneten Supplements auf hochwertige und transparente Inhaltsstoffe sowie auf den Verzicht unnötiger Zusatzstoffe. Auch die Herstellung und das NEM-Control® Siegel sprechen für Qualität. Vorteilhaft ist ebenfalls eine individuelle, sichere und bedarfsgerechte Dosierungsmöglichkeit der Nahrungsergänzungsmittel.
Die Wahl von Produkten aus der Apotheke bieten zusätzlich den Profit geprüfter Qualität, professioneller Beratung und einer persönlichen Betreuung. Pflüger empfiehlt zur Unterstützung Ihres Organismus und damit auch des Haarwachstums vor allem Zink Pflüger PUR® und Selen Pflüger PUR®. Beides sind essenzielle Spurenelemente, die zur Erhaltung normaler Haare beitragen.
Schüßler-Salze(1) unterstützen unsere Zellen bei der Mineralstoffaufnahme und -verwertung. Dadurch helfen sie den Mineralstoffhaushalt zu regulieren und den Körper optimal zu versorgen.
Haarausfall vorbeugen: Ernährung, Pflege & Alltagsroutinen
Es gibt verschiedene Ursachen für Haarausfall. Manchen kann man vorbeugen, anderen leider nicht. Erblich bedingter Haarausfall ist genetisch veranlagt und man kann sich daher kaum davor schützen. Gegen die anderen Formen hilft oft schon ein ausgeglichener und gesunder Lebenswandel.
- Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung versorgt uns mit wichtigen Mineralstoffen und beugt vielen Mangelerscheinungen vor. Achten Sie hier besonders auf mineralstoffreiche Lebensmittel (grünes Gemüse wie Grünkohl oder Brokkoli, Fisch, Bananen, Milch etc.)
- Auf ungesunde Diäten besser verzichten (Crash-Diäten, einseitige Diäten). Sie tun uns meist nicht besonders gut und haben zudem auch häufig Jo-Jo-Effekte zur Folge
- Vitamine nicht vergessen, besonders die Vitamine A, B und D sind hier relevant
- Haargummis nicht zu lange und nicht täglich tragen. Je strenger die Haare nach hinten frisiert werden, desto mehr leiden die empfindlichen Haarwurzeln
- Auch Färben, Blondieren, Haarglättungen und Dauerwellen sind schädlich
Wie oben bereits erwähnt, sollten für die tägliche Pflege der Haare und der Kopfhaut nur sanfte, nachhaltige und ökologische Produkte ohne chemische Zusatzstoffe verwendet werden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Formen von Haarausfall gibt es?
Ein erblich bedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie) ist durch dessen typisches Muster erkennbar. Bei Männern bilden sich zunächst die Geheimratsecken, welche sich zu einer Stirnglatze ausweiten. Die Frauen erkennen den Haarausfall zunächst im Bereich des Scheitels bis sich dieser nach hinten oder zu den Seiten ausbreitet.
Wie viele Haare verliert man täglich?
Ein gesunder Mensch verliert täglich zwischen 70 und 100 Haaren.
Wann wird Haarausfall zum Problem?
Haarausfall wird problematisch wenn…
man mehr als 70 bis 100 Haare täglich verliert
man kahle Stellen entdeckt
das Haar insgesamt dünner wird
Was sind die häufigsten Ursachen für Haarausfall?
Haarausfall kann viele Gründe haben:
- Genetische Veranlagerung und Überempfindlichkeit auf DHT (Dihydrotestosteron)
- Hormonelle Veränderungen, z. B. Schwangerschaft oder Wechseljahre
- Stress oder psychische Belastungen
- Fehlerhafte Haarpflege durch häufiges föhnen, färben oder stylen
- Nährstoff- und Mineralstoffmangel
- Einnahme bestimmter Medikamente oder schwere Erkrankungen
Was hilft bei diffusem Haarausfall?
Bei einem diffusem Haarausfall können verschiedene Maßnahmen das Haarwachstum unterstützen:
- sanfte Haarpflege mit nachhaltigen und chemiefreien Produkten
- aggressives Färben und Aufhellen vermeiden
- Nährstoffmangel über eine ausgewogene Ernährung ausgleichen
- Stress durch Pausen, Atemübungen und Entspannungsrituale reduzieren
- bei medikamentös bedingten Haarausfall mögliche Alternativen mit dem behandelnden Arzt besprechen
Geduld: Haare brauchen nach Beseitigung der Ursache etwa 2 bis 3 Monate, um gesund nachzuwachsen
Welche Rolle spielen Mineralstoffe bei Haarausfall?
Mineralstoffe sind essenziell für Zellfunktionen und Haarfollikel. Sie müssen jedoch über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht selbst bilden kann. Industriell verarbeitete Lebensmittel enthalten jedoch oft zu wenig Mineralstoffe. Schüßler-Salze können hier die Aufnahme und Verwertung von Mineralstoffen in den Zellen unterstützen.[1]
Wie kann man Haarausfall vorbeugen?
Um Haarausfall vorzubeugen empfiehlt sich eine ausgewogene Ernährung mit mineralstoffreichen Lebensmitteln wie Brokkoli, Grünkohl, Fisch oder Bananen. Dazu zählt auch der Verzicht auf Crash-Diäten. Achten Sie dafür auf eine Versorgung, die reich an Vitamin A, B und D ist. Zudem sollten die Haare nicht zu straff frisiert werden oder Haargummis zu lange getragen werden. Auch auf das Färben oder Blondieren der Haare sollte verzichtet werden, sowie auf Glättungen und Dauerwellen.
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Allgemeiner Hinweis
(1) Bei den Schüßler-Salzen handelt es sich um homöopathische Arzneimittel. Die Homöopathie ist ein eigenständiges Heilverfahren der alternativen Medizin, das nicht von der herrschenden Schulmedizin anerkannt ist. Alle Angaben beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungen mit der Therapiemethode selbst.


