Halsschmerzen

MandelentzündungWenn das Schlucken plötzlich weh tut

Ein Kratzen im Hals, ein Brennen beim Schlucken und das Gefühl, dass ein Kloß im Hals steckt. Viele kennen diese Beschwerden. Dahinter kann eine Mandelentzündung stecken. Besonders in den Herbst- und Wintermonaten sind Halsschmerzen ein häufiger Begleiter.

Virenschutz

Die Mandeln und ihre Funktion

Die Gaumenmandeln (Tonsillen) sind ein wichtiger Bestandteil unseres körpereigenen Abwehrsystems. Sie liegen beidseitig im Rachenraum und wirken wie ein Schutzschild gegen Krankheitserreger. Dringen Viren oder Bakterien in den Hals vor, reagieren die Immunzellen in den Mandeln unmittelbar und versuchen, die Eindringlinge abzuwehren. Können die Erreger nicht vollständig abgewehrt werden, kann es zu einer anhaltenden Entzündungsreaktion kommen. Die Mandeln schwellen an, verfärben sich rötlich und beginnen zu schmerzen. Nimmt die Entzündung zu, treten weitere Beschwerden auf.

Symptome einer Mandelentzündung

Eine akute Mandelentzündung (Tonsillitis) beginnt meist plötzlich und entwickelt sich innerhalb weniger Stunden. Betroffen sind meist Kinder und Jugendliche. Aber auch bei Erwachsenen kann die Erkrankung unangenehme Beschwerden auslösen. Häufige Symptome sind:

Mandelentzündung
  • Starke Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Geschwollene, gerötete Mandeln mit gelblich-weißem Belag
  • Fieber über 38 Grad
  • Geschwollene Halslymphknoten
  • Appetitlosigkeit
  • Mundgeruch

Oft fühlen sich Betroffene abgeschlagen und müde. Bei Kindern zeigen sich manchmal auch untypische Symptome wie Bauchschmerzen oder Übelkeit. Auch wenn die Beschwerden in den meisten Fällen innerhalb von ein bis zwei Wochen von selbst wieder abklingen, sollten Symptome immer ärztlich abgeklärt werden, da Mandelentzündungen unbehandelt zu Komplikationen führen können. 

Husten

Ursache & Ansteckungsgefahr

Die Erreger einer Mandelentzündung werden i.d.R. über eine Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Husten, Niesen oder Sprechen gelangen winzige Speicheltröpfchen in die Luft, welche Viren oder Bakterien enthalten. Diese können sich auf den Schleimhäuten anderer Menschen festsetzen.
Bei bakteriellen Mandelentzündungen gelten Streptokokken als häufiger Auslöser. Jedoch entwickelt nicht jeder, der die Bakterien in sich trägt, auch eine Entzündung. Das hängt von unserem individuellen Immunsystem ab.

Eine Mandelentzündung kann auch als Begleiterscheinung anderer Erkrankungen auftreten, z. B. dem Pfeifferschen Drüsenfieber oder Scharlach. In den ersten Krankheitstagen ist die Ansteckungsgefahr besonders hoch. Mit dem Abklingen der Symptome und nach einigen Tagen der Schonung sinkt jedoch das Risiko, andere anzustecken.

Arzt Hals

Wann Sie mit einer Mandelentzündung zum Arzt sollten

In den meisten Fällen heilt eine Mandelentzündung ohne Komplikationen aus. Wenn das Fieber über mehrere Tage anhält, die Schmerzen sehr stark sind oder Sie Schwierigkeiten beim Öffnen des Mundes haben, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.
Handelt es sich um eine bakterielle Infektion kann es zu einer Eiteransammlung im Rachenraum kommen, einem sogenannten Peritonsillarabszess. Diese schmerzhafte Komplikation muss medizinisch behandelt werden.

Bleibt die Krankheit unbehandelt stellen die entzündeten Mandeln einen permanenten Infektionsherd im Körper dar. Dadurch können Folgeerkrankungen wie Nierenentzündung, Herzentzündung oder Entzündungen der Gelenke auftreten. Gerät der Erreger in die Blutbahn, kann sogar eine gefährliche Sepsis (Blutvergiftung) drohen.

Tipps für eine schnelle Genesung

Eine Mandelentzündung ist unangenehm, aber meist harmlos. Der Fokus einer Behandlung liegt auf der Linderung der Beschwerden und der Vorbeugung von Komplikationen.

  • Gönnen Sie sich Ruhe. Der Körper benötigt Energie, um die Infektion zu bekämpfen. Schlaf und Entspannung unterstützen das Immunsystem.
  • Wärme tut gut. Ein warmer Halswickel kann wohltuend wirken.
  • Gurgeln Sie regelmäßig. Salzwasser oder Kräutertee kann die Schleimhäute beruhigen.
  • Trinken Sie ausreichend. Stilles Wasser oder ungesüßter Tee eigenen sich ideal.
  • Setzen Sie auf Tee mit Wirkung. Salbei und Kamille gelten als bewährte Hausmittel. Sie befeuchten die Schleimhäute und lindern Entzündungen.
  • Meiden Sie Reizstoffe. Starke Gewürze und saure Speisen können ein Brennen im Rachen verursachen.
  • Essen Sie weich. Suppen, Brei oder Püree sind leicht zu schlucken und schonen den Hals.
  • Verzichten Sie auf Tabak. Rauchen reizt die Schleimhäute zusätzlich und verschlimmert die Beschwerden.

Natürliche Hilfe: Homöopathie bei Mandelentzündung

Für eine sanfte Begleitung des Heilungsprozesses empfehlen sich homöopathische Arzneimittel. Die natürliche Unterstützung kann im Rahmen der Selbstmedikation eingesetzt werden, um das allgemeine Wohlbefinden zu fördern.

Anginovin HM hat sich bei grippalen Infekten mit Halsschmerzen oder Mandelentzündungen bewährt. Die neun Inhaltsstoffe wirken wie ein “Allrounder”, wenn es darum geht, die Genesung zu unterstützen. Mit Blauem Eisenhut (Aconitum napellus) ist ein bekanntes Akutmittel enthalten, das bei fiebrigen Infekten eingesetzt wird. Die Inhaltsstoffe Quecksilberchlorid (Hydrargyrum bichloratum) und Kaliumchlorid (Kalium chloratum) fördern gezielt die Abheilung von Mandelentzündungen. Wasserdost (Eupatorium perfoliatum) und das Gift der Buschmeisterschlange (Lachesis mutus) unterstützen bei grippalen Infekten und helfen Symptome wie Schnupfen, Heiserkeit und Husten aber auch Kopfschmerzen zu lindern.

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Bei grippalen Infekten, auch mit Mandelentzündungen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was hilft schnell bei einer Mandelentzündung?

Bei einer Mandelentzündung können unter anderem viel Ruhe, ausreichend Flüssigkeit, warme Halswickel und wohltuende Tees, wie Kamille oder Salbei, die Beschwerden spürbar lindern. Natürliche Präparate wie Anginovin HM von Pflüger können die Genesung zusätzlich unterstützen, indem sie das Abklingen der Entzündung fördern.

Kann eine Mandelentzündung ohne Antibiotika heilen?

Eine Mandelentzündung heilt oft ohne Antibiotikum aus. Wenn Viren die Ursache für eine Mandelentzündung sind, sind Antibiotika unwirksam. Bei bakteriellen Infektionen kann ein Antibiotikum notwendig sein, zum Beispiel wenn es sich um eine eitrige Mandelentzündung handelt. Holen Sie daher bei typischen Symptomen immer ärztlichen Rat ein – auch um Komplikationen zu vermeiden.

Was darf man bei einer Mandelentzündung nicht tun?

Bei einer Mandelentzündung sollten Sie auf das Rauchen verzichten und scharfe Gewürze und säurehaltige Speisen vermeiden. Diese reizen den Hals zusätzlich und können die Heilung verzögern.

Was ist der Unterschied zwischen einer Mandelentzündung und Angina?

Der Begriff Angina tonsillaris oder Tonsillitis beschreibt die akute Mandelentzündung. Angina wird häufig als Kurzform verwendet. Beide Begriffe meinen jedoch dasselbe.

Wann ist der Höhepunkt einer Mandelentzündung erreicht?

In der Regel wird der Höhepunkt einer Mandelentzündung nach zwei bis drei Tagen erreicht. Danach beginnen die Symptome langsam abzuklingen.

Was beruhigt bei einer Mandelentzündung?

Zur Beruhigung sind bei einer Mandelentzündung Wärme, Kräutertees, ausreichend Flüssigkeit und viel Ruhe zu empfehlen. Mit Anginovin HM können Sie zusätzlich sanft unterstützen.

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Quellenangabe

[1] Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie: S2k-Leitlinie „Therapie entzündlicher Erkrankungen der Gaumenmandeln – Tonsillitis“.

[2] Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin e. V.: S3-Leitlinie „Halsschmerzen“.

[3] C. C. Georgalas / N. S. Tolley / A. Narula: Tonsilitis. BMJ Clinical Evidence 0503 (2014).

[4] Deutscher Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. / HNO-Ärzte im Netz: Mandelentzündung; Mandelentzündung – was kann ich selbst tun?; Halsschmerzen / Mandelentzündung (Angina).

[5] Bundesministerium für Gesundheit: Mandelentzündung.

[6] Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs: Mandelentzündung.

[7] Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Wickel und Umschläge richtig angewendet.

[8] Kenealy T. Sore throat. BMJ Clin Evid. 2014 Mar 4;2014:1509.