Calcium gilt als unverzichtbar für stabile Knochen und Zähne. Aus Sorge vor einem Mangel greifen deshalb immer mehr Menschen zu hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln. Doch wie bei den meisten Nährstoffen ist ein ausgewogenes Maß entscheidend. Was passiert also, wenn zu viel Calcium im Blut zirkuliert? Erfahren Sie, welche Anzeichen auf eine Überdosierung hindeuten und wie Sie Ihren Körper sicher unterstützen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Der Tagesbedarf eines Erwachsenen liegt bei rund 1.000 mg Calcium.
- Eine Calcium Überdosierung entsteht fast ausschließlich durch hochdosierte Supplemente oder unkontrollierte Vitamin D-Gaben.
- Frühe Symptome einer Hyperkalzämie sind Übelkeit, Appetitlosigkeit, Verstopfung, vermehrter Durst und häufiges Wasserlassen.
- Eine anhaltende Hyperkalzämie belastet Nieren und Blutgefäße.
- Calcium Pflüger PUR® bietet eine ausgewogene, sichere Tagesdosis aus drei bioverfügbaren Calciumverbindungen.
Calcium Tagesbedarf: Wie viel der Körper wirklich benötigt
Calcium ist mit rund einem Kilogramm einer der mengenmäßig wichtigsten Mineralstoffe in unserem Körper. Der größte Anteil ist in Knochen und Zähnen gespeichert und verleiht ihnen Stabilität. Zudem spielt Calcium eine Schlüsselrolle bei der Reizweiterleitung in Nervenzellen, bei der Muskelkontraktion und weiteren zentralen Körperprozessen.[1]
Damit diese Prozesse reibungslos funktionieren, wird die Calcium-Konzentration im Blut sehr genau reguliert. Gerät dieses System aus dem Gleichgewicht, drohen ernsthafte Funktionsstörungen.[1] Liegt der Calciumspiegel im Blut zu hoch, spricht man von einer Hyperkalzämie, umgangssprachlich als Calcium Überdosierung bekannt.
Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hängt die empfohlene Tagesmenge stark vom Alter ab.[2] Die DGE unterscheidet dabei folgende Referenzwerte für die tägliche Calciumzufuhr:[3]
| Altersgruppe | Empfehlung |
|---|---|
| Kinder (4 bis 6 Jahre) | 750 mg |
| Kinder (7 bis 9 Jahre) | 900 mg |
| Kinder (10 bis 12 Jahre) | 1100 mg |
| Jugendliche (13 bis 18 Jahre) | 1200 mg |
| Erwachsene (ab 19 Jahren), Schwangere & Stillende | 1000 mg |
Diese Mengen beziehen sich auf die tägliche Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.
Besonders Jugendliche haben aufgrund des schnellen Knochenwachstums einen erhöhten Bedarf.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt jedoch, lediglich einen geringen Anteil des individuellen Tagesbedarfs über Nahrungsergänzungsmittel zu decken (maximal 500 mg pro Tag)[4], um langfristigen Folgen vorzubeugen.[5] Durch eine gezielte Lebensmittelauswahl, etwa Parmesan, Tofu, Grünkohl oder Joghurt, lässt sich der Bedarf bereits gut abdecken.[6]
Noch unsicher bei der Dosierung? Unsere Medizinische Fachberatung hilft Ihnen gerne weiter!
Wie entsteht eine Hyperkalzämie?
Über eine ausgewogene Ernährung ist eine Überdosierung kaum möglich. Überschüssiges Calcium wird gar nicht erst aus dem Darm aufgenommen und verlässt den Körper unverändert über den Stuhl. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft eine tägliche Gesamtzufuhr von bis zu 2.500 mg als langfristig tolerierbare Obergrenze ein.[7]
Kritisch wird es primär, wenn hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel unbedacht eingenommen werden. Eine dauerhafte exzessive Zufuhr von isoliertem Calcium kann Nierensteine und Gefäßverkalkungen begünstigen.[5]
Das ist besonders der Fall, wenn mehrere Nahrungsergänzungsmittel gleichzeitig kombiniert werden. Für das Risiko einer Überdosierung zählt die Gesamtzufuhr aus allen Quellen, nicht nur aus einem einzelnen Supplement. Deshalb sollten auch mit Mineralstoffen angereicherte Lebensmittel bei der persönlichen Tagesbilanz berücksichtigt werden.
Auch eine zu hohe Vitamin D-Zufuhr kann eine Hyperkalzämie begünstigen. Vitamin D fördert gezielt die Calciumaufnahme im Darm. Dadurch kann eine überhöhte, dauerhafte Vitamin D-Einnahme indirekt zu gefährlich erhöhten Calciumwerten im Blut führen.
Mehr zu den Risiken und der sicheren Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln im Allgemeinen erfahren Sie in unserem Ratgeber zur Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln.
Symptome: Calcium Überdosierung erkennen
Eine beginnende Hyperkalzämie verläuft oft unauffällig und wird nicht selten erst zufällig bei einer Routine-Blutuntersuchung entdeckt.
Typische erste Beschwerden sind:[8]
Appetitlosigkeit und allgemeines Unwohlsein
Übelkeit & Erbrechen durch Reizung des Magen-Darm-Trakts
Verstopfung & Bauchschmerzen infolge verlangsamter Darmbewegung
Vermehrter Durst (Polydipsie) als Reaktion auf den Flüssigkeitsverlust
Häufiges Wasserlassen (Polyurie) durch die verstärkte Calciumausscheidung über die Nieren
Folgen einer schweren Hyperkalzämie
Bleibt ein erhöhter Calciumspiegel längere Zeit unerkannt, drohen ernstere gesundheitliche Folgen:[8]
Nierensteine & Harnsteine
Nierenverkalkungen (Nephrokalzinose)
Magengeschwüre
Kardiale Dysbalancen wie Herzstolpern
Sehr hohe Werte können auch Verwirrtheit, Muskelschwäche und Herzrhythmusstörungen hervorrufen.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen?
Eine Selbstbehandlung oder das bloße Abwarten hat bei ernsten Symptomen klare Grenzen. Suchen Sie umgehend eine ärztliche Praxis auf, bei:
Kardialen Symptomen: plötzliche Herzrhythmusstörungen, Herzrasen oder Engegefühl in der Brust
Nierenkoliken: krampfartige Flankenschmerzen, die in den Unterleib ausstrahlen (Verdacht auf Nierensteine)
Neurologischen Ausfällen: akute Verwirrtheit, ausgeprägte Lethargie oder Schwindelgefühle
Medikamenten-Vorgeschichten: Einnahme hochdosierter Vitamin D- oder Calciumprodukte über eine längere Zeit
Was passiert bei einer Überdosierung von Calcium?
Eine Überdosierung wird auch als Hyperkalzämie bezeichnet. Das Risiko eines zu hohen Calciumspiegels im Blut besteht nahezu ausschließlich bei unkontrolliert hochdosierten Nahrungsergänzungsmitteln. Bleibt der Wert dauerhaft erhöht, kann dies zu Nierensteinen, Gefäßablagerungen und Herz-Kreislauf-Beschwerden führen.
Welche Nebenwirkungen hat Calcium?
Calcium ist in der Regel gut verträglich und führt nur selten zu Nebenwirkungen. Bei zu hohen Einzeldosen kann es jedoch zu Magen-Darm-Beschwerden wie Verdauungsbeschwerden, Hautausschlag oder Übelkeit kommen. Eine Aufteilung auf kleinere Gaben über den Tag verteilt verbessert die Verträglichkeit.
Wie hoch ist der Calcium Tagesbedarf?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen ab 19 Jahren eine tägliche Gesamtzufuhr von 1000 mg Calcium. Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren haben aufgrund des schnellen Knochenwachstums mit 1200 mg pro Tag den höchsten Bedarf. Unter bestimmten Umständen, wie einer nachgewiesenen Mangel, kann der Bedarf höher liegen. Grundlage bilden die individuell gemessenen Laborwerte.
Welche Symptome weist eine Calcium Überdosierung auf?
Eine leichte Hyperkalzämie verläuft häufig beschwerdefrei oder zeigt sich durch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Verstopfung, verstärkten Durst und vermehrtes Wasserlassen. Bei stärkerer Ausprägung können Muskelschwäche, Herzrhythmusstörungen oder Verwirrtheit auftreten. Langfristig drohen Harnsteine, Nierensteine oder Nierenverkalkungen.
Wie kann Vitamin D eine Calcium Überdosierung fördern?
Vitamin D steigert gezielt die Calciumaufnahme im Darm und hemmt zugleich die Ausscheidung über die Nieren. Bei dauerhafter, stark erhöhter Vitamin D-Zufuhr kann der Regulationsmechanismus aus dem Gleichgewicht geraten und zu einer überstimulierten Calciumaufnahme führen. Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) dokumentiert wiederholt Fälle von akutem Nierenversagen durch Hyperkalzämie infolge eigenmächtiger, sehr hochdosierter Vitamin D-Einnahmen.[9]
Wie lässt sich eine Calcium Überdosierung vermeiden?
Eine Überdosierung lässt sich mit wenigen Grundregeln zuverlässig vermeiden:
Ernährung als Basis: Decken Sie den Hauptteil Ihres Bedarfs über calciumreiche Lebensmittel wie Brokkoli, Grünkohl oder Milchprodukte.
Bedarfsgerecht ergänzen: Nutzen Sie Nahrungsergänzungsmittel gezielt als Ergänzung und orientieren Sie sich an der DGE-Empfehlung zur sicheren Höchstmenge.
Portionieren statt überdosieren: Calcium wird vom Darm besser aufgenommen und vertragen, wenn die Tagesdosis auf mehrere kleinere Gaben über den Tag verteilt wird, idealerweise zu den Mahlzeiten.
Gesamtzufuhr im Blick behalten: Berücksichtigen Sie alle Quellen, inklusive calciumreicher Lebensmittel.
Fachberatung nutzen: Bei Unsicherheiten oder Vorerkrankungen empfiehlt sich eine pharmazeutische Beratung in der Apotheke oder mit unserer Medizinischen Fachberatung.
Woran erkenne ich ein hochwertiges Calcium Supplement?
Ein hochwertiges Calcium-Supplement zeichnet sich nicht durch möglichst hohe Einzeldosen aus, sondern durch Sicherheit, Verträglichkeit und geprüfte Qualität. Achten Sie beim Kauf auf folgende Kriterien:
- Moderate, bedarfsgerechte Dosierung: Vermeiden Sie Megadosen, um den Darm nicht zu überfordern
- Gute Bioverfügbarkeit durch sinnvolle Calcium-Verbindungen: Eine Kombination mehrere Calciumverbindungen unterstützt eine optimale und schnelle Aufnahme.
- Reine Rezeptur ohne unnötige Zusatzstoffe: Verzicht auf künstliche Farb- und Geschmacksstoffe sowie auf Süßungs- und Konservierungsmittel.
- Geprüfte Herkunft und Qualitätssiegel: Herstellung nach strengen pharmazeutischen Standards.
Sicher dosieren mit Pflüger PUR®
Calcium Pflüger PUR® setzt die Kriterien einer sicheren und magenschonenden Calciumversorgung konsequent in die Praxis um:
- Bedarfsgerechte Tagesdosis: Mit 100 mg Calcium pro Kapsel sicher dosiert nach den Empfehlungen der DGE. 3 x 2 Kapseln täglich decken Ihren individuellen Tagesbedarf.
- Drei Calciumverbindungen: Die Kombination aus Calciumgluconat, Calciumcarbonat und Tri-Calcium-Tetrahydrat sorgt für eine gute Verträglichkeit, schnelle Aufnahme und maximale Versorgung über den Tag verteilt.
- Mehrere Gaben über den Tag verteilt: Durch eine Einnahme 3-mal täglich 2 Kapseln zu den Mahlzeiten wird das Calcium gleichmäßig über den Tag verteilt.
- Konsequente Reinheit: 100 % vegan, laktose- und glutenfrei sowie frei von künstlichen Farb-, Geschmacks- Konservierungs- oder Süßstoffen. Zertifiziert mit dem NEM-Control® Siegel für geprüfte Qualität.
Mehr zu Calcium
Quellen
[1] S. Morcinek. (2026). Warum Calcium für Knochen und Körper wichtig ist – und wie man den Bedarf deckt. Apothekenumschau.
[2] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). (2025). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Calcium.
[3] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE). (2013). Referenzwert: Calcium.
[4] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). (o. D.). Höchstmengenvorschläge für Calcium in Lebensmitteln inklusive Nahrungsergänzungsmitteln.
[5] Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie. (2022). Gesunde und starke Knochen: Kalziummangel bevorzugt durch natürliche Nahrungsmittel beheben.
[6] H. Brandt (2026). Was Sie über Calcium wissen müssen: Funktion, Bedarf und gesundheitliche Vorteile. Pflüger.
[7] Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. (2012). Höchstaufnahmewerte für Vitamin D und Calcium überprüft.
[8] K. Klement, S. Schwertel & M. Bierbrauer. (2024). Calcium: Mangel, Überdosierung & Tagesbedarf.
[9] Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. (2017). Hyperkalzämie durch Überdosierung mit Vitamin D. Drug Safety Mail 2017-42.


