Mehr hilft nicht immer mehr. Das gilt besonders für Nahrungsergänzungsmittel. Wer zu viel supplementiert, riskiert ernsthafte Nebenwirkungen. Doch wann wird aus gut gemeinter Vorsorge eine echte Überdosierung? Welche Vitamine und Mineralstoffe sind dabei besonders heikel? Und wie schützen Sie sich?
Das Wichtigste auf einen Blick
- Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) können sich im Körperfett und der Leber anreichern und langfristige Schäden verursachen.
- Vitamin B6 kann trotz Wasserlöslichkeit Nervenschäden auslösen.
- Kombinationen mehrerer Produkte erhöhen das Risiko einer Überdosierung.
- Risikogruppen: Kinder, Schwangere, Stillende, Nieren- und Leberkranke, sowie ältere Menschen.
- Für viele Nährstoffe sind sichere Höchstmengen definiert, die als Orientierung dienen.
- Pflüger PUR® Nahrungsergänzungsmittel setzen auf sichere Dosierung in geprüfter Apothekenqualität.
Nahrungsergänzung: Wann kommt es zur Überdosierung?
Über eine ausgewogene Ernährung ist eine Überdosierung von Vitaminen und Mineralstoffen kaum möglich. Das Risiko entsteht fast ausschließlich durch die gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, besonders bei hochdosierten Produkten oder der Kombination mehrerer Supplements.
Ob und wie schnell eine Überdosierung entsteht, hängt entscheidend davon ab, ob ein Vitamin fett- oder wasserlöslich ist.
Fettlösliche Vitamine: erhöhtes Risiko
Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K) werden im Körperfett und in der Leber gespeichert. Wer dauerhaft zu viel supplementiert, riskiert, dass sich diese Vitamine bis zu einer gesundheitsschädigenden Menge anreichern.
Besonders eine Vitamin A Überdosierung und eine Vitamin D Überdosierung können ernsthafte Organschäden verursachen.
Wasserlösliche Vitamine: sicherer, aber nicht risikofrei
Wasserlösliche Vitamine, wie Vitamin C und B-Vitamine werden über die Nieren ausgeschieden. Das macht eine Überdosierung schwieriger, schließt sie aber nicht aus.
Eine dauerhafte Vitamin B6 Überdosierung etwa kann Nervenschäden verursachen.
| Mineralstoffe & Vitamine | Mögliche Symptome bei Überdosierung |
|---|---|
| Akute Symptome | |
| Magnesium · Eisen · Zink | Übelkeit & Erbrechen |
| Magnesium · Eisen · Zink · Vitamin C | Bauchkrämpfe & Durchfall |
| Vitamin A & D · Eisen | Kopfschmerzen & Schwindel |
| Niacin (B3) · Selen · Jod | Hautreaktionen wie Rötungen & Juckreiz |
| Chronische Symptome | |
| Vitamin A, D, E & K · Eisen · Kupfer | Anhaltende Müdigkeit & Schwäche |
| Vitamin C & D · Calcium | Nierensteine |
| Vitamin B6 | Nervenschäden |
| Vitamin A · Niacin (B3) | Leberschäden |
| Vitamin A & D | Knochenschmerzen & Knochenschwund |
Wann sollten Sie bei einer Überdosierung zum Arzt?
Starke oder anhaltende Beschwerden nach der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Das gilt besonders bei sehr hohen Dosen.
Wichtig: Informieren Sie Ihren Arzt vollständig über alle eingenommenen Produkte. Das erleichtert die Diagnose erheblich.
| Risikogruppe | Warum besonders gefährdet? |
|---|---|
| Kinder | Geringeres Körpergewicht, niedrigere Toleranzgrenzen |
| Schwangere | Vitamin A kann entwicklungsschädigend wirken |
| Stillende | Nährstoffe werden über die Muttermilch übertragen |
| Ältere Menschen | Veränderte Nierenfunktion, Mehrfachmedikation |
| Nierenerkrankte | Eingeschränkte Ausscheidung wasserlöslicher Vitamine |
| Chronisch Kranke | Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich |
Sicher supplementieren: 6 Regeln für die richtige Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln
Bedarf prüfen – Welche Vitamine und Mineralstoffe fehlen wirklich? Ein Bluttest gibt Klarheit und verhindert unnötige Einnahmen.
Tagesdosis einhalten – Die auf der Packung angegebene Empfehlung zur Einnahme gilt als sichere Obergrenze.
Kombination beachten – Zählen Sie alle Quellen zusammen: Multivitamine, Einzelprodukte und angereicherte Lebensmittel können sich gegenseitig aufsummieren.
Risikogruppen schützen – Kinder, Schwangere und Stillende sollten Nahrungsergänzungsmittel nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen.
Symptome ernst nehmen – Bei ungewöhnlichen Beschwerden nach der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollten Sie die Einnahme pausieren und ärztlichen Rat einholen.
Wechselwirkungen klären – Manche Nahrungsergänzungsmittel beeinflussen die Wirkung von Medikamenten. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Arzt oder Apotheker.
Worauf Sie bei der Wahl des richtigen Produktes achten sollten
individuell und sicher dosierbar,
ausgewählte Inhaltsstoffe für Ihren Bedarf - ganz ohne Zusatzstoffe,
unabhängige Qualitätsprüfungen,
made in Germany, entwickelt von Apothekern.
Die Nahrungsergänzungsmittel von Pflüger PUR® wurden von Apothekern entwickelt und sind ausschließlich in Apotheken erhältlich. Die Mengen der Inhaltsstoffe sind so definiert, dass eine bedarfsgerechte, individuelle Einnahme für verschiedene Altersgruppen möglich ist. Alle Produkte tragen das NEM-Control® Siegel für unabhängig geprüfte Qualität.
Häufig gestellte Fragen zur Überdosierung von Nahrungsergänzungsmitteln
Kann man durch Nahrungsergänzungsmittel wirklich krank werden?
Ja, bei dauerhafter Überdosierung können Nahrungsergänzungsmittel ernsthafte Gesundheitsschäden verursachen. Besonders fettlösliche Vitamine wie Vitamin A und D sowie Vitamin B6 können Leber- und Nierenschäden oder Nervenstörungen auslösen. Chronische Überdosierungen bleiben oft lange unbemerkt.
Wie viel Nahrungsergänzungsmittel darf man am Tag nehmen?
Entscheidend ist die Gesamtmenge aller eingenommenen Vitamine und Mineralstoffe aus Supplements, Multivitaminprodukten und angereicherten Lebensmitteln. Das BfR hat 2024 aktualisierte sichere Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln festgelegt.
Welche Nebenwirkungen können Nahrungsergänzungsmittel haben?
Mögliche Nebenwirkungen reichen von Übelkeit, Durchfall und Kopfschmerzen bis hin zu Nervenschäden, Nierenprobleme oder Leberschäden. Wer durch Nahrungsergänzungsmittel krank wird und Symptome verspürt, sollte umgehend einen Arzt aufsuchen.
Welche Nahrungsergänzungsmittel sind bei Überdosierung besonders gefährlich?
Besonders kritisch sind Vitamin A, Vitamin B6 und Vitamin D. Vitamin A kann bereits bei moderater Überdosierung Leberschäden und Fehlbildungen in der Schwangerschaft verursachen. Vitamin B6 kann Nervenschäden auslösen, obwohl es wasserlöslich ist. Eine Vitamin D Überdosierung kann zu Nierensteinen führen.
Bei welchen Vitaminen besteht keine Gefahr einer Überdosierung?
Wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C und die meisten B-Vitamine werden über die Nieren ausgeschieden. Das Risiko einer Überdosierung wird damit geringer. Vitamin B6 zeigt jedoch, dass auch wasserlösliche Vitamine bei dauerhaft hoher Dosierung schaden können.












