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Zink Überdosierung: Symptome & Risiken, die Sie kennen sollten

Zink gilt als kleiner Immun-Booster, die Kehrseite wird jedoch oft unterschätzt. Bei falscher Einnahme kann der Nährstoff schnell zum stillen Risiko werden, denn gut gemeint ist nicht immer gut dosiert. Wir zeigen Ihnen, welche Symptome auf eine Zink Überdosierung hinweisen und wie Sie sich schützen können.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Frauen benötigen täglich etwa 8 mg Zink, Männer etwa 14 mg (bei mittlerer Phytatzufuhr).
  • Zu hoher Zinkkonsum kann zu Überdosierung, Zinkvergiftung & Kupfermangel führen.
  • Symptome einer Überdosierung können Übelkeit, Kopfschmerzen oder Appetitverlust sein.
  • Kombiprodukte aus Zink und Vitamin C bergen unterschätzte Risiken.
  • Zink Pflüger PUR® ist sicher dosiert, für Ihre tägliche Einnahme.

Zink Tagesbedarf: Wie viel braucht Ihr Körper wirklich?

Unser Körper benötigt Zink für zahlreiche Prozesse im Körper, kann den Nährstoff jedoch weder selbst bilden noch nennenswert speichern. Deshalb ist eine regelmäßige Zufuhr wichtig.

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) steht die empfohlene Tagesmenge in Abhängigkeit zu der Phytatzufuhr. Phytat bildet in Pflanzen einen Speicher für weitere Substanzen, die für das Wachstum der Pflanze benötigt werden. Phytat steckt vor allem in Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten und kann die Zinkaufnahme aus der Nahrung hemmen.

Die DGE unterscheidet deshalb wie folgt:[1]

Niedrige Phytatzufuhr

AltersgruppeEmpfehlung
Kinder (10-13 Jahre)Männlich: 9 mg | Weiblich: 8 mg
Kinder (13-15 Jahre)Männlich: 12 mg | Weiblich: 10 mg
Jugendliche (15-19 Jahre)Männlich: 14 mg | Weiblich: 11 mg
Erwachsene (ab 19 Jahren)Männlich: 11 mg | Weiblich: 7 mg

Diese Mengen beziehen sich auf die tägliche Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.

Mittlere Phytatzufuhr

 

AltersgruppeEmpfehlung
Kinder (10-13 Jahre)Männlich: 9 mg | Weiblich: 8 mg
Kinder (13-15 Jahre)Männlich: 12 mg | Weiblich: 10 mg
Jugendliche (15-19 Jahre)Männlich: 14 mg | Weiblich: 11 mg
Erwachsene (ab 19 Jahren)Männlich: 14 mg | Weiblich: 8 mg

Diese Mengen beziehen sich auf die tägliche Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.

 

Hohe Phytatzufuhr

 

AltersgruppeEmpfehlung
Kinder (10-13 Jahre)Männlich: 9 mg | Weiblich: 8 mg
Kinder (13-15 Jahre)Männlich: 12 mg | Weiblich: 10 mg
Jugendliche (15-19 Jahre)Männlich: 14 mg | Weiblich: 11 mg
Erwachsene (ab 19 Jahren)Männlich: 16 mg | Weiblich: 10 mg

Diese Mengen beziehen sich auf die tägliche Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.

 

Laut Nationaler Verzehrsstudie II nehmen Frauen täglich durchschnittlich 8 mg Zink über die Nahrung auf, bei Männern sind es 11 mg. Wer sich ausgewogen ernährt, deckt seinen Bedarf in der Regel gut ab. 

Ein Nahrungsergänzungsmittel kann sinnvoll sein, wenn die Ernährung einseitig ist, etwa bei veganer Kost oder die empfohlene Tagesmenge über die Nahrung nicht gedeckt wird.[2]

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In der Praxis werden die Orientierungswerte der DGE oft überschritten. Marktuntersuchungen zeigen immer wieder Supplemente mit 25 mg Zink pro Tablette als Tagesdosis.[3] Das liegt deutlich über dem tatsächlichen Bedarf der meisten Menschen. Bei der Wahl eines geeigneten Supplements lohnt sich deshalb ein zweiter Blick auf die Verpackung zur Prüfung von Dosierung und Tagesdosis.

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Symptome und Risiken einer Zink Überdosierung

Nicht jedes Symptom deutet gleich auf eine Überdosierung hin. Auch bei der empfohlenen Tagesmenge können empfindliche Personen gelegentlich mit leichter Übelkeit oder einem Druckgefühl im Magen reagieren. Besonders auf leeren Magen zeigt sich diese Reaktion häufiger.

Solche Beschwerden treten jedoch nur kurzfristig, unmittelbar in Zusammenhang mit der Einnahme auf und bessern sich in der Regel mit der Aufnahme von Nahrung.

Anders sieht es bei einer tatsächlichen Überdosierung aus. Typische Symptome sind:[4]

  • Übelkeit und Erbrechen

  • Durchfall und Bauchkrämpfe

  • Kopfschmerzen

  • Appetitverlust

  • Metallischer Geschmack im Mund

Wer über einen längeren Zeitraum zu viel Zink einnimmt, riskiert nicht nur eine Überdosierung, sondern langfristig auch eine Zinkvergiftung.

Ab wann droht eine Zinkvergiftung?

Eine akute Zinkvergiftung tritt deutlich seltener auf als eine Überdosierung. Eine Zinkvergiftung droht erst bei sehr hohen Einzeldosen, meist im Bereich von 200 bis 400 mg. Mögliche Folgen sind Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen.[5]

Eine einmalig leicht erhöhte Einnahme ist meist unbedenklich. Kritisch wird es erst bei einer dauerhaft zu hohen Zufuhr über Wochen oder Monate.

Kupfermangel durch Zink: Ein unterschätztes Risiko

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) warnt, dass ein chronisch hoher Zinkkonsum zu einem Kupfermangel führen kann. Dieser kann sogar neurologische Beschwerden auslösen. Der Grund: Zink und Kupfer werden über dieselben Mechanismen im Darm aufgenommen. Nimmt der Körper zu viel Zink auf, wird die Kupferaufnahme blockiert.[6]

Mögliche Folgen eines Kupfermangels sind:

  • Blutarmut (Anämie)

  • Ein geschwächtes Immunsystem

  • Störungen im Cholesterin- und Fettstoffwechsel

Besonders kritisch wird es bei den beliebten Kombiprodukten aus Zink und Vitamin C. Viele dieser Produkte überschreiten für beide Nährstoffe gleichzeitig die empfohlene Höchstmenge. Das enthaltene Vitamin C verbessert zwar die Aufnahme von Zink im Körper, dadurch steigt jedoch ebenfalls das Risiko eines Kupfermangels und den daraus resultierenden Beschwerden. Verbraucherschützer warnen deshalb ausdrücklich vor solchen Kombiprodukten.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Zink Überdosierung

Wie viel Zink am Tag ist zu viel?

Frauen benötigen durchschnittlich 8 mg Zink täglich, bei Männern sind es 14 mg (bei mittlerer Phytatzufuhr). Mengen darüber hinaus sollten Sie möglichst vermeiden. Der tatsächliche Bedarf ist jedoch sehr individuell. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) weist darauf hin, dass der tägliche Bedarf von der Phytatzufuhr abhängt und in besonderen Lebensphasen, etwa während einer Schwangerschaft, auch höher liegen kann.

Welche Symptome zeigt eine Zink Überdosierung?

Typische Symptome sind Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe, Kopfschmerzen, Appetitverlust sowie ein metallischer Geschmack im Mund.

Ab wann spricht man von einer Zinkvergiftung?

Eine akute Zinkvergiftung droht erst bei sehr hohen Einzeldosen, meist im Bereich von 200 und 400 mg. Mögliche Folgen sind Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen. Kritisch wird es besonders bei einer dauerhaft zu hohen Zinkzufuhr über Wochen oder Monate.

Kann Zink Kupfermangel verursachen?

Ja. Ein chronischer Zinkkonsum kann laut Europäischer Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zu einem Kupfermangel führen, da beide Nährstoffe über dieselben Mechanismen im Darm aufgenommen werden. Ein Kupfermangel kann unter anderem Blutarmut (Anämie), ein geschwächtes Immunsystem und Störungen im Fettstoffwechsel zur Folge haben.

Was sollte ich bei einer Zinküberdosierung tun?

Bei Verdacht auf eine Zink Überdosierung sollten Sie die Einnahme des Supplements umgehend stoppen. Halten die Beschwerden an oder treten stärkere Symptome auf, sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

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Die Expertin hinter diesem Artikel

Hiltrud Brandt

Hiltrud Brandt

Hiltrud Brandt ist Heilpraktikerin mit jahrzehntelanger Erfahrung im Gesundheitswesen. 

Ihre Laufbahn begann 1973 mit der Ausbildung zur PTA. Es folgten Qualifikationen als Heilpraktikerin (2003), Tierheilpraktikerin (2004), Mineralstoffberaterin (2012) und in amerikanischer Chiropraktik (2016). 

In der Praxis setzt sie auf Methoden wie Irisdiagnose, Bioresonanz, Ozon- und Blutegeltherapie. Sie betreibt eine eigene Naturheilpraxis und bringt seit 2011 ihre Expertise zusätzlich in der medizinischen Fachberatung von Pflüger ein. Als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Chiropraktik/Osteopathie und Neuraltherapie Deutscher Heilpraktiker verbindet sie schulmedizinisches Fundament mit naturheilkundlicher Praxis.

Mehr zu Zink

Quellen

[1] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). (2019). Referenzwert Zink.

[2] Max-Rubner-Institut. (2008). Nationale Verzehrsstudie II Ergebnisbericht. Teil 2.

[3] Bundeszentrum für Ernährung (BZfE). (2025). Wie viel ist zu viel? Mikronährstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln.

[4] Cetebe. (2025). Zink-Überdosierung. Wann wird zu viel Zink schädlich? STADA.

[5] Zink-Portal (o. D.). Zink Überdosierung.

[6] Gesundheit.com. (2024). Hilft Zink gegen Erkältungsviren?