Vitamin D gilt als Schlüssel für starke Knochen, ein gesundes Immunsystem und mehr Energie. Viele greifen deshalb täglich zu dem Supplement, oft hochdosiert und ohne ärztlichen Rat. Doch was gut klingt, kann bei Überdosierung zu ernsthaften Schäden von Nieren, Gefäßen und Stoffwechsel führen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Rund 90 % der Deutschen sind nicht optimal mit Vitamin D versorgt, besonders in den Wintermonaten.
- Die DGE empfiehlt eine tägliche Menge von 20 µg (= 800 I.E.).
- Eine dauerhafte Überdosierung kann zu Nieren-, Herz- und Knochenschäden führen.
- Eine Überdosierung kann sich u.a. durch Übelkeit und Durchfall äußern, bis hin zu Nierensteinen.
- Produkte aus der Apotheke wie Pflüger PUR® bieten die größtmögliche Sicherheit bei der Einnahme.
Tagesbedarf: Wie viel Vitamin D braucht Ihr Körper?
Vitamin D3 (Cholecalciferol) gilt als wirkungsvoller als Vitamin D2 (Ergocalciferol), da es vom Körper besser aufgenommen und verwertet wird. Wenn im Alltag von „Vitamin D“ die Rede ist, ist meistens das Vitamin D3 gemeint.
Dieses bildet unser Körper in der Haut selbst. Voraussetzung dafür ist ausreichend Sonnenlicht. In Deutschland fehlt dieses Sonnenlicht besonders in den dunklen Monaten von Oktober bis März. Laut Robert-Koch-Institut sind rund 90 Prozent der Deutschen nicht optimal mit Vitamin D versorgt. Auch über die Ernährung lässt sich der Bedarf kaum decken, da nur wenige Lebensmittel Vitamin D enthalten.[1] Eine Zufuhr über Nahrungsergänzungsmittel kann daher sinnvoll sein.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bei fehlender Eigenproduktion folgende Tagesmengen:
| Altersgruppe | Empfehlung |
|---|---|
| Kinder (1-14 Jahre) | 20 µg / 800 I.E. |
| Jugendliche & Erwachsene (15-64 Jahre) | 20 µg / 800 I.E. |
| Erwachsene (ab 65 Jahren) | 20 µg / 800 I.E. |
| Schwangere | 20 µg / 800 I.E. |
| Stillende | 20 µg / 800 I.E. |
Diese Mengen beziehen sich auf die tägliche Gesamtzufuhr aus Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln.
1 µg = 40 I.E. (Internationale Einheiten)
Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin. Es wird im Fettgewebe und in der Leber gespeichert. Anders als wasserlösliche Vitamine wird Vitamin D bei einer Überdosierung also nicht über den Urin ausgeschieden. Das macht eine Überdosierung gefährlicher.
Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hat daher eine sichere Obergrenze von 100 µg (= 4.000 I.E.) für Jugendliche und Erwachsene festgelegt.[2] Bei gelegentlicher Einnahme in dieser Höhe sind nach aktuellem Forschungsstand keine gesundheitlichen Risiken zu erwarten.[3]
Diese Symptome können auf zu viel Vitamin D hinweisen
Wer über einen längeren Zeitraum zu viel Vitamin D einnimmt, riskiert einen erhöhten Calciumspiegel im Blut. Medizinisch nennt man das Hyperkalzämie. Dabei steigt der Calciumspiegel auf ein schädliches Niveau an.[4]
Häufige Symptome einer Vitamin D Überdosierung sind:[4][5]
Übelkeit und Erbrechen
Durchfall
Kopfschmerzen und Schwindel
Müdigkeit und Muskelschwäche
Bei dauerhafter Überdosierung können schwerwiegendere Beschwerden folgen:[4][5]
Nierensteine und Nierenverkalkung bis hin zu bleibenden Nierenschäden
Bewusstseinsstörungen
Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
Entzündungen der Gehirn- oder Rückenmarkshäute
Vitamin D hat eine lange Halbwertszeit. Der Körper braucht also eine lange Zeit, um das Vitamin abzubauen. Das hat zur Folge, dass Nebenwirkungen einer Überdosierung auch noch nach dem Absetzen auftreten können.
Die Risiken einer Vitamin D Überdosierung
65-jähriger Mann mit Nierenversagen
Ein Mann nahm über sechs Monate täglich 1.500 µg (= 60.000 I.E.) Vitamin D3 ein. Das entspricht dem 75-fachen der von der DGE empfohlenen Tagesmenge und dem 15-fachen der von der EFSA festgelegten sicheren Obergrenze. Grund dafür war ein wissenschaftlich nicht anerkanntes Behandlungskonzept für Multiple Sklerose, eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems. Ein akutes Nierenversagen durch Hyperkalzämie war die Folge. Nach dem Absetzen des Vitamin D konnte er sich vollständig erholen.[6]
Säugling mit schwerer Vergiftung
Eltern bestellten auf Empfehlung von Freunden ein Vitamin D Produkt aus dem Internet. Statt der ärztlich verordneten 20 µg (= 800 I.E.) täglich erhielt das Kind etwa 1.000 µg (= 40.000 I.E.) pro Tag. Das Produkt enthielt eine deutlich höhere Konzentration als angegeben und die Eltern überdosierten, ohne es zu wissen. Nach fünf Monaten musste das Kind mit schwerer Vitamin D Vergiftung (Hypervitaminose D) und massiven Nierenverkalkungen auf der Intensivstation behandelt werden.[7]
Die Gefahr liegt also nicht im Vitamin D selbst, sondern in der unkontrollierten Einnahme hochdosierter Nahrungsergänzungsmittel.
Die richtige Einnahme für optimale Aufnahme
Am Abend regt Vitamin D die Bildung von Serotonin an. Dadurch kann der Schlaf beeinträchtigt werden. Ideal ist die Einnahme zu oder nach einer Mahlzeit mit etwas Fett. Aufgrund der fettlöslichen Eigenschaft kann so eine gute Aufnahme gewährleistet werden.
Tipps
So supplementieren Sie sicher
- Halten Sie sich an die auf dem Produkt angegebene Tagesdosis - Mehr hilft nicht immer mehr.
- Vermeiden Sie hochdosierte Produkte aus dem Internet, die keine Dosierungsangabe und keine Qualitätssiegel tragen.
- Lassen Sie Ihren Vitamin D-Spiegel regelmäßig beim Arzt bestimmen, wenn Sie langfristig supplementieren.

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Warum Vitamin K2 zu Vitamin D3 gehört
Vitamin D3 fördert die Aufnahme von Calcium im Darm. Vitamin K2 sorgt anschließend dafür, dass das Calcium in die Knochen gelangt. Ohne ausreichend K2 kann sich Calcium in Blutgefäßen ablagern.
Vitamin K2 gilt in den üblichen Ergänzungsmengen für die meisten Erwachsenen als gut verträglich. Studien zur Einnahme von MK-7, einer Form von Vitamin K2, zeigten bis zu einer Tagesdosis von 400 µg keine negativen Auswirkungen. Eine tägliche Menge von 100 µg MK-7 gilt für Erwachsene als unbedenklich.[3]
Wer blutgerinnungshemmende Medikamente einnimmt, zum Beispiel Marcumar oder Phenprocoumon, sollte Vitamin K2 nur nach Rücksprache mit dem Arzt einnehmen. Vitamin K kann die Wirkung dieser Medikamente abschwächen. In diesem Fall lohnt sich zudem die regelmäßige ärztliche Kontrolle des INR-Wertes. Dieser misst, wie lange das Blut für die Gerinnung braucht. Auch eine gleichbleibende Einnahmemenge von Vitamin K sollte eingehalten werden, um Schwankungen der Blutgerinnung zu vermeiden.
Was ist der Unterschied zwischen Vitamin D und D3?
Vitamin D sind fettlösliche Vitamine. Für den menschlichen Körper sind Vitamin D2 (Ergocalciferol) und Vitamin D3 (Cholecalciferol) relevant. Vitamin D3 wird vom Körper selbst gebildet, wenn Sonnenlicht auf die Haut trifft. Es gilt als wirkungsvoller als Vitamin D2, da es vom Körper besser aufgenommen und verwertet wird. Wenn im Alltag von „Vitamin D“ die Rede ist, ist meistens das Vitamin D3 gemeint.
Welches ist das beste Vitamin D Produkt?
Nicht jedes Vitamin D-Produkt ist gleich. Bei der Wahl eines geeigneten Produkts sollte auf Qualität, Wirkstoffkombination und Herkunft geachtet werden.
Die Vitamin D3+K2 Pflüger PUR® Produkte wurden von Apothekern entwickelt und werden in Deutschland hergestellt. Hochwertige Inhaltsstoffe sorgen für optimale Aufnahme, langanhaltende Versorgung und gute Verträglichkeit. Das NEM-Control® Siegel steht für geprüfte Qualität, auf die Sie sich verlassen können. Die Vitamin D3+K2 Pflüger PUR® Produkte sind vegan und ausschließlich in der Apotheke erhältlich.
Wie viel Vitamin D maximal pro Tag?
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Zufuhr von 20µg (= 800 I.E.), wenn der Körper selbst kein Vitamin D bilden kann. Die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) hat für Jugendliche und Erwachsene eine sichere Obergrenze von 100 µg (= 4.000 I.E.) täglich festgelegt. Alles darüber sollte nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden.
Sind 2.000 I.E. Vitamin D am Tag zu viel?
Für die meisten gesunden Erwachsenen sind 50 µg (= 2.000 I.E.) täglich nach aktuellem Forschungsstand unbedenklich. Die EFSA hat eine sichere Obergrenze von 100 µg (= 4.000 I.E.) täglich festgelegt. Allerdings liegt die empfohlene Tagesdosis bei nur 20 µg (= 800 I.E.).
Liegt ein nachgewiesener Vitamin D-Mangel vor, kann der Bedarf höher liegen. Grundlage bilden die individuell gemessenen Laborwerte. Eine Messung des Vitamin D-Spiegels bietet unter anderem die Apotheke vor Ort an.
Ohne ärztliche Rücksprache sollte die empfohlene Tageszufuhr nicht überschritten werden, um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden.
Ist eine einmalige Überdosierung von Vitamin D gefährlich?
Eine einmalige, leicht erhöhte Dosis ist für gesunde Erwachsene in der Regel nicht gefährlich. Eine Vitamin D Vergiftung (Hypervitaminose D) entsteht nicht durch eine einzelne zu hohe Einnahme. Sie entwickelt sich über Wochen oder Monate hinweg, wenn deutlich zu viel Vitamin D zugeführt wird.
Warum wird vor Vitamin D gewarnt?
Vitamin D ist fettlöslich. Dadurch speichert der Körper Vitamin D im Fettgewebe und in der Leber und scheidet überschüssiges Vitamin D nicht einfach über den Urin aus. Bei dauerhaft zu hoher Zufuhr kann sich Vitamin D im Körper anreichern. Das führt zu einem erhöhten Calciumspiegel im Blut, der Niere, Herz und Knochen schädigen kann.
Ist Vitamin D gut bei Blasenentzündungen?
Vitamin D trägt zu einer normalen Immunfunktion bei. Ob Vitamin D bei einer Blasenentzündung helfen kann, ist nicht wissenschaftlich belegt. Bei einer Blasenentzündung sollten Sie deshalb besser auf zwei bis drei Liter Wasser täglich, eine Wärmflasche und homöopathische Arzneimittel wie Pflügerplex® Uva ursi 358 zurückgreifen sowie mit Ihrem Arzt sprechen.
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Mehr zu Vitamin D
Quellen
[1] Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2012). Vitamin D.
[2] European Food Safety Authority (efsa). (2012). Scientific Opinion on the Tolerable Upper Intake Level of vitamin D. 10(7):2813.
[3] Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. (2023). Vitamin D3-Überdosierung nach Anwendung exzessiver Dosen im Rahmen des Coimbra-Protokolls. Drug Safety Mail 2023-48.
[4] Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). (2023). Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D können langfristig die Gesundheit beeinträchtigen. Stellungnahme 065/2023.
[5] Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. (2023). Vitamin D.
[6] Verbraucherzentrale. (2025). Kann man Vitamin D überdosieren? FAQ.
[7] Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft. (2022). „Aus der UAW-Datenbank“: Vitamin-D3-Überdosierung bei einem Säugling. Bundesärztekammer. Deutsches Ärzteblatt. 119(35-36): A-1486-7.





