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Alles Wichtige über Vitamin C: Bedeutung, Funktion und Bedarf

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das eine entscheidende Rolle in zahlreichen Stoffwechselprozessen spielt. Es schützt als Antioxidans lebenswichtige Zellbausteine, Organe und unser Erbgut vor Schäden.

Ein erhöhter Bedarf besteht oft bei Menschen, die Leistungssport ausüben, häufigem Stress ausgesetzt sind, bestimmte Medikamente einnehmen, beispielsweise Protonenpumpenhemmer, Antidiabetika oder orale Kontrazeptiva, sowie bei Schwangeren und Rauchern.

Ein Mangel an Vitamin C kann zu Leistungsschwäche, Reizbarkeit oder einer verschlechterten Wundheilung führen. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Vitamin C so wichtig ist, wie hoch der Tagesbedarf liegt und welche Lebensmittel viel Vitamin C enthalten.

Warum Vitamin C wichtig für den Körper ist

Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das im Organismus als Antioxidans agiert. Es schützt lebenswichtige Zellbausteine, Organe und unser Erbgut vor oxidativen Schäden durch freie Radikale. Außerdem unterstützt Vitamin C die Vermehrung und die Funktion von Abwehrzellen. Eine überschießende Antwort des Immunsystems wird durch Vitamin C ebenfalls gehemmt. Zusätzlich ist Vitamin C auch ein Coenzym für die Bildung von Kollagen, ein Struktureiweiß, das unserem Binde-, Knochen- und Knorpelgewebe Stabilität gibt. Im Darm fördert Vitamin C die Eisenaufnahme aus der Nahrung. 

Vitamin C ist also an zahlreichen Prozessen im Körper beteiligt und erfüllt dabei bedeutende Aufgaben. Zu den wichtigsten Funktionen zählen:

  • Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung
  • Beitrag zur normalen psychischen Funktion
  • Regeneration der reduzierten Form von Vitamin E
  • Beitrag zu einem normalen Energiestoffwechsel
  • Beitrag zu einer normalen Funktion des Immunsystems
  • Beitrag zu einer normalen Funktion des Nervensystems
  • Schutz der Zellen vor oxidativem Stress
  • Beitrag zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Blutgefäße
  • Beitrag zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Knochen
  • Beitrag zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Knorpelfunktion
  • Beitrag zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Zähne
  • Beitrag zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion des Zahnfleisches
  • Beitrag zu einer normalen Kollagenbildung für eine normale Funktion der Haut
  • Beitrag zu einer normalen Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung

Vitamin C muss über die Nahrung dem Körper zugeführt werden. Laut der Nationalen Verzehrsstudie II erreichen die meisten Deutschen die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlene tägliche Vitamin C-Zufuhr. Risikogruppen mit besonderes hohem Bedarf können jedoch von einem Mangel betroffen sein.

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Tagesbedarf: Wie viel Vitamin C braucht man täglich?

Vitamin C ist vor allem in Gemüse und Obst enthalten. Um den Vitaminverlust des wasserlöslichen Vitamin C zu reduzieren, sollten die Lebensmittel zwar gründlich aber nur kurz gewaschen und gedünstet werden.

Tabelle Tagesbedarf Vitamin C (DGE)

Pflüger PUR Tabellen
Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Stand 2021

Vitamin C-Mangel: Ursachen und Symptome

Vitamin C muss durch bestimmte Lebensmittel dem Körper zugeführt werden. Einen besonders hohen täglichen Bedarf haben Raucher, da sie durch den Tabakkonsum stärker mit freien Radikalen belastet sind, sodass der Stoffwechsel 40 % mehr Vitamin C verbraucht.[1]

Häufige Ursachen sind:

  • Diabetes
  • beruflicher oder seelischer Stress
  • Leistungssport
  • Schwangerschaft
  • Mangel an Obst und Gemüse
  • Fast Food
  • Alkohol- und Zigarettenkonsum
  • Schadstoffbelastungen in der Umwelt

Sowie bestimmte Medikamente:

  • Acetylsalicylsäure (Aspirin)
  • Orale Kontrazeptiva (Antibabypille)
  • Cortison
  • Protonenpumpenhemmer
  • Antiasthmatika
  • Antibiotika
  • Antiepileptika
  • Eisenpräparate
  • Kardiaka, Koronartherapeutika (Herzmedikamente)
  • Zytostatika (Chemotherapeutika)
  • Virostatika (bei Virusinfektion)
  • Anionenaustauschharze (Lipidsenker)
Mann liegt auf Couch

Typische Symptome bei Vitamin C-Mangel

Ein Vitamin C-Mangel kann sich durch unterschiedliche Beschwerden äußern:

  • Leistungsschwäche
  • leichte Erschöpfbarkeit
  • Reizbarkeit
  • verlangsamte Erholung nach Krankheit
  • verschlechterte Wundheilung

Gut zu wissen

Bei ersten Anzeichen einer Erkältung hat sich besonders die Einnahme von Vitamin C in den ersten sechs Stunden sowie die zusätzliche Einnahme von Zink bewährt.

Vitamin C richtig dosieren

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt bei Nahrungsergänzungsmitteln eine Höchstmenge von 250 mg Vitamin C pro Tag.

Vitamin C ist in der Regel gut verträglich und führt nur selten zu Nebenwirkungen. 

Nehmen Erwachsene dauerhaft erhöhte Werte ein (> 2.000 mg pro Tag), kann dies zu Magen-Darm-Beschwerden, Nierensteinen oder einer Eisenüberladung führen. Hochdosierte Präparate sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden.

Vitamin C-reiche Lebensmittel

Vitamin C wird dem Körper vorrangig über Obst und Gemüse zugeführt.

Acerola, roh

pro 100 g: 1.700 mg Vitamin C

Sanddornsaft

pro 100 g: 266 mg Vitamin C

Paprika, roh

pro 100 g: 140 mg Vitamin C

Brokkoli, roh

pro 100 g: 115 mg Vitamin C

Orangen

pro 100 g: 49 mg Vitamin C

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Vitamin C

Wie hoch ist der tägliche Vitamin C-Bedarf?

Der tägliche Bedarf hängt vom Alter ab. Erwachsene benötigen laut DGE zwischen 95 mg und 110 mg Vitamin C pro Tag. Der Bedarf von Kindern und Jugendlichen liegt je nach Alter zwischen 20 mg und 85 mg Vitamin C täglich.

Welche Symptome deuten auf einen Vitamin C-Mangel hin?

Ein Mangel kann sich durch verschiedene Beschwerden äußern. Typische Anzeichen sind Leistungsschwäche, leichte Erschöpfbarkeit und Reizbarkeit, eine verlangsamte Erholung nach Krankheit und eine verschlechterte Wundheilung.

Welche Lebensmittel enthalten viel Vitamin C?

Besonders reich an Vitamin C sind Lebensmittel wie rohe Acerola (1.700 mg/100 g), Sanddornsaft (266 mg/100 g), rohe Paprika (140 mg/100 g), roher Brokkoli (115 mg/100 g) und Orangen (49 mg/100 g).

Kann man zu viel Vitamin C einnehmen?

Da Vitamin C wasserlöslich ist, kann ein möglicher Überschuss über den Urin ausgeschieden werden. Eine zu hohe Zufuhr von Vitamin C über Nahrungsergänzungsmittel kann jedoch Magen-Darm-Beschwerden, Nierensteine oder eine Eisenüberladung verursachen. Bei hochdosierten Präparaten sollte eine ärztliche Rücksprache erfolgen.

Wann sollte man Vitamin C einnehmen?

Vitamin C kann zu jeder Tageszeit eingenommen werden. Am besten ist jedoch die Zufuhr zu einer Mahlzeit, um Magenreizungen zu vermeiden und die Aufnahme zu verbessern. Für viele ist eine Einnahme am Morgen vorteilhaft, da Vitamin C die Abwehrkräfte unterstützt und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beiträgt.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Selen sollte ein Abstand von ein bis zwei Stunden eingehalten werden, da Vitamin C die Selenaufnahme hemmen kann.

Wer hat ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin C-Mangel?

Gefährdet sind Menschen, die Leistungssport treiben oder hohem beruflichen und seelischem Stress ausgesetzt sind, sowie Schwangere und Raucher oder Menschen, die bestimmte Medikamente (Protonenpumpenhemmer, Antidiabetika oder orale Kontrazeptiva) einnehmen.

Dürfen Vitamin C und Selen zusammen eingenommen werden?

Vitamin C sollte nicht zeitgleich mit Selen eingenommen werden. Das Vitamin C wandelt Selen in eine Form um, die vom Körper nicht aufgenommen werden kann. Deshalb sollte zwischen der Einnahme von Vitamin C und Selen ein bis zwei Stunden Abstand liegen.

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