Globuli sind die bekannteste Darreichungsform homöopathischer Arzneimittel.
In diesem Beitrag erfahren Sie, was Globuli sind, wie sie hergestellt werden, was D6, D12 und C30 bedeuten und wie Sie die Kügelchen richtig einnehmen.
Globuli sind die bekannteste Darreichungsform homöopathischer Arzneimittel.
In diesem Beitrag erfahren Sie, was Globuli sind, wie sie hergestellt werden, was D6, D12 und C30 bedeuten und wie Sie die Kügelchen richtig einnehmen.
Globuli sind kleine Streukügelchen aus Saccharose (Rohrzucker), die als Träger für homöopathische Wirkstoffe dienen. Sie sind die bekannteste Darreichungsform homöopathischer Arzneimittel und werden von Menschen aller Altersgruppen geschätzt - als natürliche Medizin ohne Nebenwirkungen.
Globuli von Pflüger sind gluten-, alkohol- und lactosefrei. Sie sind wasserlöslich und verbleiben nach der Einnahme im Mund, bis sie sich auflösen. So kann der Wirkstoff über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.
Die Homöopathie ist eine weltweit verbreitete Therapierichtung der Komplementärmedizin und in mehreren Ländern Bestandteil der nationalen Gesundheitssysteme, darunter die Schweiz, Indien und Brasilien.[1]
Bei einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach gaben fast alle Befragten an, homöopathische Arzneimittel zu kennen. Die Umfrage zeigte, dass Homöopathie mehrheitlich von Frauen verwendet wird und 90 % der Anwender homöopathische Arzneimittel als wirksam bewerteten.[2] Generell spricht sich eine Mehrheit der Deutschen für integrative Medizin aus – also das Miteinander von Schulmedizin und alternativen Verfahren.[3]
In Deutschland sind homöopathische Arzneimittel besonders beliebt in der Selbstmedikation, was eine hohe Bereitschaft zeigt, sich eigenverantwortlich um die Gesundheit zu kümmern. Etwa 15 % der homöopathischen Arzneimittel werden auf Rezept abgegeben.[3] Die Rezepte können von homöopathisch arbeitenden Ärzten oder Heilpraktikern ausgestellt werden. Eine Studie der Hochschule Fresenius zeigt, dass Patienten mit der Behandlung beim Heilpraktiker sehr zufrieden sind. Dies wird auf mehrere Hauptgründe zurückgeführt: Kommunikation, Zeit und eine ganzheitliche Betrachtung der Patienten.[4]
Homöopathische Arzneimittel erhalten Sie in unterschiedlichen Darreichungsformen. Eine beliebte Darreichungsform sind Globuli: Sie sind einfach einzunehmen, sehr gut verträglich und können auch mit anderen Arzneimitteln und Therapien kombiniert werden.
Manche Einzelmittel sind schon seit Generationen fester Bestandteil vieler Hausapotheken. Entdecken Sie hier die beliebtesten Wirkstoffe – sicherlich ist auch das passende Mittel für Sie dabei.
Die Herstellung ist im Homöopathischen Arzneibuch (HAB) verbindlich geregelt, um gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.
1. Urtinktur: Aus dem Ausgangsstoff (pflanzlich, mineralisch oder tierisch) wird eine konzentrierte Urtinktur gewonnen.
2. Homöopathische Potenzierung: Die Urtinktur wird schrittweise auf besondere Art verdünnt und verschüttelt (potenziert) – je nach gewünschter Potenz in 1:10 (D) oder 1:100 (C) Schritten. Nach der homöopathischen Lehre nimmt die Wirksamkeit einer Arznei mit jedem Potenzierungsschritt zu (Potenz = lat. Kraft).
3. Besprühen der Trägerkügelchen: Die Kügelchen werden mit der fertigen Wirkstofflösung (Dilution) gleichmäßig benetzt und anschließend getrocknet.
Das Globuli Pflüger® Sortiment umfasst 13 beliebte Wirkstoffe in häufig verwendeten Potenzen. Sie zeichnen sich durch ein besonderes Qualitätsmerkmal aus: Das bei der Herstellung eingesetzte, spezielle Sprühverfahren stellt sicher, dass jedes einzelne Kügelchen nachweislich mit dem Wirkstoff imprägniert wird.
Die verwendete Wirkstofflösung wird vor Ort am Standort in Rheda-Wiedenbrück gefertigt – aus Ausgangsstoffen, die aus eigenem Anbau oder von sorgfältig geprüften Lieferanten stammen.
Die meisten homöopathischen Wirkstoffe basieren auf pflanzlichen Ausgangsstoffen, die teilweise schon seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde bekannt sind. Aber auch mineralische und tierische Produkte haben sich in der Homöopathie als Wirkstoffe bewährt.
Hier finden Sie eine Liste der am häufigsten verwendeten homöopathischen Arzneimittel. Den passenden Eintrag im Wirkstofflexikon haben wir Ihnen gleich mit verlinkt.
| Mittel | Wirkstoff (lateinisch / deutsch) | Erhältliche Potenzen von Pflüger |
|---|---|---|
| Aconitum Globuli Pflüger® | Aconitum napellus (Blauer Eisenhut) | D6, D12 |
| Apis mellifica Globuli Pflüger® | Apis mellifica (Honigbiene) | D6, D12 |
| Arnica Globuli Pflüger® | Arnica montana (Bergwohlverleih) | D6, D12, C30 |
| Belladonna Globuli Pflüger® | Atropa bella-donna (Tollkirsche) | D6, D12 |
| Bryonia Globuli Pflüger® | Bryonia (Rotbeerige Zaunrübe) | D6, D12 |
| Chamomilla Globuli Pflüger® | Chamomilla recutita (Echte Kamille) | D6, D12 |
| Euphrasia Globuli Pflüger® | Euphrasia (Augentrost) | D6, D12 |
| Hypericum Globuli Pflüger® | Hypericum perforatum (Johanniskraut) | D6, D12, C30 |
| Nux vomica Globuli Pflüger® | Strychnos nux-vomica (Brechnuss) | D6, D12, C30 |
| Pulsatilla Globuli Pflüger® | Pulsatilla pratensis (Küchenschelle) | D6, D12, C30 |
| Rhus toxicodendron Globuli Pflüger® | Rhus toxicodendron (Giftsumach) | D6, D12, C30 |
| Sulfur Globuli Pflüger® | Sulfur (Schwefel) | D12, C30 |
| Thuja Globuli Pflüger® | Thuja occidentalis (Lebensbaum) | D6, D12, C30 (auch als Tinktur zur äußerlichen Anwendung) |

In der Homöopathie werden potenzierte Wirkstoffe eingesetzt. Das bedeutet, dass die Ausgangslösung, die sogenannte Urtinktur, nach den Vorschriften des homöopathischen Arzneibuchs (HAB) schrittweise verdünnt und verschüttelt (potenziert) wird.
Die Angaben D6, D12 und C30 sind homöopathische Potenzen. Diese geben an, welchen Verdünnungsgrad der Wirkstoff hatte, der als Wirkstofflösung auf die Globuli aufgebracht wurde. Die Buchstaben stehen für das Verdünnungsverhältnis: Bei Dezimal- bzw. D-potenzen wird die Ursubstanz im Verhältnis 1:10 verdünnt; bei Centesimal- bzw. C-Potenzen im Verhältnis 1:100. Die Zahlen hinter den Buchstaben geben die Anzahl der Potenzierungsschritte an.
Die Potenzen D6, D12 und C30 werden in der Praxis besonders oft verwendet. Bei einer D6 wurde der Wirkstoff 6-mal im Verhältnis 1:10 verdünnt, bei einer D12 gibt es insgesamt 12 Potenzierungsschritte. D6 und D12 sind typische Akutmittel in der Selbstmedikation, wobei die D12 häufig bei länger anhaltenden Beschwerden eingesetzt wird. C30 ist eine Hochpotenz, die zur Herstellung 30-mal im Verhältnis 1:100 verdünnt wird. Sie ist vor allem bei homöopathisch arbeitenden Therapeuten eine bewährte Potenz.
Aufgrund ihrer sehr guten Verträglichkeit wird die Homöopathie als sanfte, nebenwirkungsfreie Medizin geschätzt. Als Ergänzung zu schulmedizinischen Therapien eröffnet sie viele Möglichkeiten.
Homöopathische Einzelmittel wie Globuli Pflüger® sind für die ganze Familie geeignet. Gerade bei Kindern werden die Kügelchen gerne eingesetzt, da sie einfach einzunehmen und zudem alkohol-, lactose- und glutenfrei sind.
Auch bei der Behandlung von Haustieren hat sich die Homöopathie bewährt. Sofern die Tiere nicht zur Lebensmittelgewinnung dienen, ist es Tierhaltern gestattet, registrierte homöopathische Arzneimittel zu verabreichen.


Alle Globuli Pflüger® sind rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich – vor Ort, per Botendienst oder über Ihre Versandapotheke.
13 homöopathische Einzelmittel – erkennbar am farbkodierten Design und dem einzigartigen Globulispender.
Die Dosierung der Globuli ist abhängig von den individuellen Beschwerden, der eigenen Konstitution und der Potenz. Generell werden niedrige Potenzen wie D6 oder D12 häufiger eingenommen als Hochpotenzen wie C30, die aufgrund tiefgreifenderer Wirkung seltener angewendet werden müssen.
Soweit nicht anders verordnet, können Sie sich an diesen bewährten Dosierungen orientieren:
Wenn Sie eine individuelle Dosierung wünschen oder eine höhere Potenz wie z. B. C30 anwenden möchten, empfehlen wir Rücksprache mit einem Arzt/Therapeuten, Apotheker oder der medizinischen Fachberatung bei Pflüger zu halten.
Grundsätzlich gilt in der Homöopathie, dass die Wahl der Arznei deutlich wichtiger ist als die Wahl der Potenz. Dennoch haben sich in der Selbstmedikation bei akuten Beschwerden die Tiefpotenzen D6 und D12 bewährt. C30 ist eine Hochpotenz und sollte eher auf Empfehlung eines erfahrenen Therapeuten eingesetzt werden.
Die Homöopathie ist eine sanfte Heilmethode, die in der Regel keine Nebenwirkungen hat. Aufgrund ihrer sehr guten Verträglichkeit werden Globuli als sanfte Medizin geschätzt.
Für Globuli Pflüger® sind keine Nebenwirkungen bekannt (Ausnahme: Rhus toxicodendron in der Potenz D6).
Globuli Pflüger® haben keine Wechselwirkungen und lassen sich daher gut mit anderen Arzneimitteln und Therapien kombinieren. Sollten Sie regelmäßig andere Medikamente einnehmen, ist eine kurze Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke sinnvoll.
Auch wenn Sie sich bereits in einer klassischen homöopathischen Behandlung befinden und ein individuell ausgesuchtes Einzelmittel anwenden, sollten Sie die Einnahme zusätzlicher Homöopathika zunächst mit Ihrem Therapeuten besprechen.
Globuli Pflüger® sind für die ganze Familie geeignet und werden gerade bei Kindern gerne eingesetzt. Sie sind einfach einzunehmen sowie alkohol-, lactose- und glutenfrei. Bei Säuglingen und Kleinkindern empfiehlt sich vorab die Rücksprache mit dem Kinderarzt oder der Apotheke.
Globuli Pflüger® enthalten Saccharose (Rohrzucker). Jedoch ist die enthaltene Zuckermenge pro Einnahme sehr gering. Wenn Sie aufgrund von Diabetes auf die Zuckermenge achten müssen, besprechen Sie die Einnahme bitte mit Ihrem Arzt oder Ihrer Apotheke. Auch wenn Sie unter einer Unverträglichkeit gegenüber bestimmten Zuckern leiden, ist empfohlen, vor der Einnahme mit Ihrem Therapeuten zu sprechen.
Bei korrekter Lagerung sind Globuli Pflüger® 5 Jahre haltbar. Sie sollten trocken, dunkel und unter 30 °C gelagert werden. Bitte beachten Sie das aufgedruckte Verfallsdatum auf der Verpackung.
Auch bei Haustieren wird Homöopathie angewendet. Sofern die Tiere nicht der Lebensmittelgewinnung dienen, dürfen Tierhalter registrierte homöopathische Arzneimittel verabreichen. Zur passenden Auswahl und Dosierung berät Sie idealerweise eine tierärztliche oder homöopathisch erfahrene Fachperson.